Alle Artikel mit dem Schlagwort: Richard Kilian

Nur noch ein Kapitel …

… war mein meist­ge­dach­ter Gedan­ke beim Lesen die­ses Buches. Denn eigent­lich hat­te ich gar kei­ne Zeit, und eigent­lich hat­te ich eine Men­ge Ande­res zu tun. Aber das Buch hat mich gepackt und ein­fach nicht mehr los­ge­las­sen. Und so wur­den es dann doch jedes­mal ein paar Kapi­tel mehr. Dabei woll­te ich das Buch eigent­lich gar nicht lesen. Die Beschrei­bung klang so nach Kriegs­ge­schich­te, und Kriegs­ge­schich­ten mag ich gar nicht. Aber dann kam alles ganz anders. Die Hand­lung beginnt wohl wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs, aber vom Krieg selbst kommt nur ganz am Anfang ein wenig vor; das war gut zu ver­kraf­ten. Der Rest fügt sich so flüs­sig und selbst­ver­ständ­lich in den Hand­lungs­ab­lauf ein, daß man nur noch die han­deln­den Per­so­nen sieht, ihr per­sön­li­ches Erge­hen, ihre Ängs­te und Nöte, daß man meint, mit ihnen auf­ge­wach­sen zu sein. Ande­rer­seits erlebt man die Umstän­de haut­nah mit: den Druck auf die Zivi­lis­ten und auf die jun­gen Rekru­ten, die Will­kür der Macht­ha­ben­den in Deutsch­land, Ängs­te und Belas­tun­gen der jun­gen Sol­da­ten und die all­ge­gen­wär­ti­ge ängst­li­che Stimmung.

Auf getrennten Wegen

Welt­kriegs­ro­ma­ne gehö­ren nicht zu mei­ner bevor­zug­ten Lek­tü­re. Das The­ma scheint für mich durch den Unter­richt in der Schu­le doch weit­ge­hend abge­deckt zu sein. Es reiz­te mich aber doch, einen Debüt­ro­man zu lesen, der dazu noch aus­drück­lich christ­lich sein soll­te. „Auf getrenn­ten Wegen“ beginnt in den Wir­ren des 2. Welt­kriegs. Hit­lers Sieg ist ent­ge­gen aller Pro­pa­gan­da alles ande­re als sicher. Ganz im Gegen­teil, die Alli­ier­ten schla­gen die brau­ne Front immer wei­ter zurück. Das Ende des Schre­ckens naht.

Neu gegründet: BOAS-Verlag

Wer meint, auf dem christ­li­chen Ver­lags­markt wür­de nicht viel gesche­hen, täuscht sich. Immer wie­der kommt es zu Fusio­nen, Insol­ven­zen und — eine erfreu­li­che Nach­richt — Neu­grün­dun­gen. Man­che Ver­la­ge wer­den neu gegrün­det und weni­ge neh­men Notiz davon. Heu­te möch­te ich auf einen Ver­lag hin­wei­sen, der bereits 2009 gegrün­det wur­de und bis jetzt einen Titel ver­öf­fent­licht hat. Es geht um den BOAS-Ver­­lag, der durch Fried­helm von der Mark gegrün­det wur­de. Der Schwer­punkt liegt in einem Bereich, der auf den ers­ten Blick schon aus­ge­füllt zu sein scheint. Im BOAS-Ver­­lag sol­len Roma­ne und Erzäh­lun­gen erschei­nen. Aber gibt es nicht schon reich­lich eher seich­te, christ­lich ange­hauch­te Geschich­ten? Anschei­nend hat der Ver­lag eine Lücke ent­deckt. Die Macher beim BOAS-Ver­­lag sehen den „Bedarf an christ­li­cher Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur, die auch geist­li­che Bedürf­nis­se erfüllt und eine kla­re bibli­sche Bot­schaft ver­mit­telt, stei­gen.“ Der BOAS-Ver­­lag kon­zen­triert sich ent­spre­chend auf Unter­hal­tungs­lek­tü­re mit einer „kla­ren christ­li­chen und biblisch fun­dier­ten Bot­schaft“. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren christ­li­chen Roma­nen und Erzäh­lun­gen, sol­len BOAS-Bücher das „Buch der Bücher“ in den Mit­tel­punkt stel­len. Die christ­li­che Bot­schaft soll kei­ne Neben­rol­le ein­neh­men, son­dern wesent­li­cher Bestand­teil sein.