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Tipp: Simon und der geheimnisvolle Mönch

Das Buch Simon und der geheim­nis­vol­le Mönch ist ganz aktu­ell 2016 erschie­nen. Das Leben des Refor­ma­tors Mar­tin Luther wird in Form eines his­to­ri­schen, nicht zu umfang­rei­chen Romans Kin­dern im Alter zwi­schen 10 und 13 Jah­ren nahe gebracht. Die Geschich­te spielt sich im Deutsch­land des Jah­res 1521 ab. Die Haupt­per­son ist der 11-jäh­­ri­­ge Simon, des­sen Mut­ter an der zu der Zeit gras­sie­ren­den Pest stirbt. Der Tod sei­ner Mut­ter stürzt den Jun­gen in Ver­zweif­lung. Er macht sich rie­si­ge Sor­gen um sie. Sei­ne Gedan­ken krei­sen um die Fra­ge: Wo ist sie wohl jetzt? Im Him­mel bei Gott oder in der Höl­le? Er setzt sich zum Ziel, Geld zu ver­die­nen und für sei­ne Mut­ter einen teu­ren Ablass­brief zu kau­fen, um ihre Zeit im Fege­feu­er zu ver­kür­zen und ihr ein Leben im Him­mel zu ermög­li­chen. Die Sor­gen des Jun­gen spie­geln die dama­li­ge Leh­re der Kir­che wider. Es zeigt deut­lich auf, wie unsi­cher die Men­schen bezüg­lich der Ewig­keit waren. Da die meis­ten weder schrei­ben noch lesen konn­ten, waren sie den Leh­ren der Kir­che hilf­los ausgeliefert.

Gesichter und Geschichten der Reformation (Roland Werner und Johannes Nehlsen (Hrsg.))

Die­se Stel­lung­nah­me war wirk­lich nicht geplant. Zunächst freu­te ich mich über die­se „dicke“ Weih­nachts­ga­be Gesich­ter und Geschich­ten der Refor­ma­ti­on, Fon­tis – Brun­nen Basel. Die­ses umfang­rei­che Werk ent­hält der Anzahl der Tage eines Jah­res ent­spre­chend 366 Kurz­bio­gra­phien chro­no­lo­gisch zusam­men­ge­stellt, die unter dem obi­gen Titel sub­su­miert sind. Das Buch ist lese­freund­lich auf­ge­macht und täg­lich ver­mag man dem Umfang ca. einer Sei­te ent­spre­chend etwas über Män­ner und Frau­en sowie her­aus­ra­gen­de Per­sön­lich­kei­ten der Kir­chen­ge­schich­te zu erfah­ren. Das ist eine emp­feh­lens­wer­te Idee. Es sind vie­le Bei­trä­ge inspi­rie­rend und glau­bens­stär­kend. Es ist ermu­ti­gend, wenn man liest, wie unser gro­ßer Gott und Hei­land Jesus Chris­tus sich oft genug durch schwa­che Werk­zeu­ge ver­herr­licht hat. Doch je mehr ich hin­ein­schau­te und erken­nen muss­te, wer hier aller als Vor­bild und Bei­spiel por­trä­tiert wur­de, des­to frus­trier­ter, um nicht zu sagen ent­setz­ter, wur­de ich. Es fin­den sich in die­ser Zusam­men­stel­lung nicht nur die klas­si­schen Refor­ma­to­ren und so begna­de­te Mis­sio­na­re und geist­li­che Vor­bil­der wie Ado­ni­ram Jud­son, Hud­son Tay­lor, David Living­stone, Georg Mül­ler usw., son­dern auch Mys­ti­ker, Schwär­mer und Bibel­kri­ti­ker. So habe ich mir nun schwe­ren Her­zens vor­ge­nom­men, auf einige …