Alle Artikel mit dem Schlagwort: Predigt

Die Predigt des Reverend Sprague aus St. Petersburg

In die Aben­teu­er von Tom Sawy­er hat Rever­end Spra­gue zwei Mal die Gele­gen­heit für eine Pre­digt. Das eine Mal spricht er über dies und das und das ande­re Mal ist er ein Tau­send­sas­sa um die Rea­li­tät in den gewünsch­ten Far­ben leuch­ten zu las­sen. Nichts neu­es im Wes­ten also.  Ganz zu Beginn des Buches erle­ben wir einen Sonn­tag von Tom (Her­vor­he­bun­gen von mir): „Und jetzt kam die Pre­digt. Es war eine gute, leut­se­li­ge Pre­digt und ging bis ins ein­zel­ne. Sie beschäf­tig­te sich mit der Kir­che und mit den Kin­dern der Kir­che; mit den ande­ren Kir­chen des Dor­fes; mit dem Dor­fe selbst; mit dem Lan­de; mit dem Staat; mit den Behör­den der ein­zel­nen Staa­ten; mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten; mit dem Kon­greß; mit dem Prä­si­den­ten; mit den Staats­die­nern; mit den armen, sturmum­tos­ten See­fah­rern; mit den unter dem Joch ihrer Mon­ar­chen seuf­zen­den Mil­lio­nen Euro­pas und des Ori­ents; mit den Glück­li­chen und Rei­chen, die nicht Augen haben, zu sehen und Ohren, zu hören; mit den armen See­len auf fer­nen Inseln; und schloß mit der Bit­te, daß sei­ne Wor­te auf guten Boden …

Sünder in der Hand eines zornigen Gottes

Jona­than Edwards war mir bis vor kur­zem — und eigent­lich immer noch — recht unbe­kannt. Ich den­ke neben den bei­den Kapa­zi­tä­ten White­field und Wes­ley wird die­ser letz­te der Puri­ta­ner ein­fach oft über­se­hen. Zudem war und ist sein Ein­fluss natür­lich in den USA viel grö­ßer als hier auf dem euro­päi­schen Fest­land. Den­noch möch­te ich auf die Pre­digt auf­merk­sam machen, die R.C. Sproul als die bekann­tes­te und wich­tigs­te Pre­digt bezeich­net, die jemals auf dem ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent gehal­ten wur­de: Sün­der in der Hand eines zor­ni­gen Got­tes. Hier­bei gelingt es Edwards zahl­rei­che theo­lo­gi­sche Leh­ren in kur­zer Zeit so deut­lich zu erklä­ren, dass jedem Zuhö­rer bzw. Leser klar wer­den muss, wel­che prak­ti­sche Bedeu­tung die­se Leh­ren für ihn haben. Got­tes Zorn ist gerecht­fer­tigt, denn jeder Mensch hat soviel Sün­de und Rebel­li­on auf sich gela­den, dass er nichts ande­res als die Höl­le ver­dient. Wenn er zu die­sem Zeit­punkt nur am Leben ist, so ist dies nichts ande­rem zu ver­dan­ken als der Lang­mut und dem Wil­len Gottes.

Buchvorstellung: Die Hungersnot

Ste­ven Law­son ist eine der weni­gen, kost­ba­ren Aus­nah­men und gehört wohl mit Abstand zu mei­nen Lieb­lings­pre­di­gern. Ein Leh­rer von mir sag­te mal: „Er fängt bei 100 % an zu pre­di­gen und ab da geht es nur noch berg­auf!“ Sei­ne Bücher zu lesen ist eben­so inter­es­sant, wie ihm zuzu­hö­ren. Er ist so vol­ler Lei­den­schaft, ein meis­ter­haf­ter aus­le­gen­der Pre­di­ger der Schrift, ein freund­li­cher Mensch! Wie John MacAr­thur im Vor­wort die­ses Buches schreibt, hat Law­son begrif­fen, dass der gro­ße Man­gel der heu­ti­gen Kir­che die sorg­fäl­ti­ge Aus­le­gung der Hei­li­gen Schrift von der Kan­zel aus ist. In sei­nem Buch „Die Hun­gers­not“ macht Law­son klar, was die Gemein­den mehr denn je brau­chen. Alles schreit nach Pas­to­ren, die ihrer höchs­ten Beru­fung gerecht wer­den und Got­tes For­de­run­gen erfül­len – Pas­to­ren, die ihrer Her­de das gan­ze Wort Got­tes pre­di­gen. Wir brau­chen Män­ner Got­tes, die sein Wort auf eine Wei­se aus­le­gen, dass Sei­ne Stim­me gehört, Sei­ne Herr­lich­keit gese­hen und Sein Wil­le befolgt wird. Das ist Aus­le­gungs­pre­digt, die wir heu­te so bit­ter nötig haben. Die Hun­gers­not ist eine durch und durch biblisch ori­en­tier­te Aus­ar­bei­tung über das The­ma Pre­digt. Es …

Gesegnete Weihnachten!

Drau­ßen schneit es. Das Haus ist auf­ge­räumt. Alle Vor­be­rei­tun­gen für das Fest sind been­det. Die Geschen­ke für die Lie­ben sind ver­packt und lie­gen bereit. Aber auch wenn das alles nicht die Haupt­sache an Weih­nach­ten ist, gehört es trotz­dem irgend­wie dazu. Zumin­dest bei uns. Und so genie­ße ich die­se Tage vor Weih­nach­ten mit der Fami­lie. Was aber auf jeden Fall zu Weih­nach­ten gehört, das ist die Weih­nachts­ge­schich­te aus der Bibel. Jesus wird als Kind gebo­ren. Unzäh­li­ge Male habe ich in den ver­gan­ge­nen Tagen die Abschnit­te aus der Bibel gele­sen, die von der Geburt Jesu han­deln. Dazu auch fast jeden Abend die Weih­nachts­ge­schich­te aus der Kin­der­bi­bel für unse­re Kin­der. Mit unse­rem Drei­jäh­ri­gen konn­ten wir auch das ers­te mal einen Vers aus der Bibel aus­wen­dig ler­nen: Ein Kind ist uns gebo­ren, ein Sohn ist uns gege­ben (Jes 9,5). Die­ser Vers beglei­te­te mich durch die Adventszeit.