Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pilgerreise

John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 3

Hier folgt nun der dritte und letzte Teil meiner Buchbesprechung des neu aufgelegten und sprachlich überarbeitetem Klassikers Die Pilgerreise von John Bunyan. Teil 1 und Teil 2 können unten den hinterlegten Links nachgelesen werden. Trotz einiger Kritikpunkte bin ich von der neuen Ausgabe begeistert. Sie liest sich flüssig und ist leicht verständlich. Die zusätzlichen Kapitelüberschriften teilen die ehemals recht langen Kapitel in leicht zu bewältigende Sinnabschnitte ein. Das ansprechend gestaltete Cover gibt dem Buch eine würdige Hülle, die ich mit immer wieder gerne anschaue. Die Hardcoverausgabe liegt gut in der Hand und wird auch nach mehrmaligem Lesen nicht zerfleddert aussehen. Außerdem kann ich die Pilgerreise auch auf meinem Reader als E-Book lesen, kann darin bequem nach Passagen suchen und habe sie überall dabei. Einige Anmerkungen zum Vorwort von Johannes Falk Ein wegweisendes Vorwort zu einem über 300 Jahre alten Bestseller zu schreiben, erfordert eine solide Kenntnis des Inhalts, des Autors und der Rezeptionsgeschichte. Auch wenn ich weit davon entfernt bin, ein John-Bunyan-Experte zu sein, gibt es einige Sätze im Vorwort, die meiner Meinung nach nicht korrekt …

John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 2

Im ersten Teil der Buchbesprechung habe ich einige Gründe genannt, warum ich das Buch Die Pilgerreise von John Bunyan gut finde und jedem empfehlen kann. Im zweiten Teil gehe ich auf die sprachliche Neubearbeitung der Pilgerreise ein, die dieses Jahr im SCM R. Brockhaus Verlag erschienen ist. Wenn ich Vergleiche anstelle, beziehe ich mich auf die ältere Ausgabe von 1998. Weil dieser Artikel recht lang geworden ist, werde ich im nächsten Beitrag auf das Vorwort von Johannes Falk eingehen. Hier also die Vor- und Nachteile der sprachlichen Neubearbeitung. 1. Sie ist ideal zum Vorlesen. Wer schon ein Mal die ältere Ausgabe der Pilgerreise jemanden vorlesen musste, wird gemerkt haben, dass sie dafür nicht so gut geeignet ist. Holprig ist es vor allem bei den vielen Dialogen. Hier zuerst ein Auszug aus der alten Ausgabe (S.153):

John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) – Teil 1

„Der Weg ist das Ziel.“ Das behaupte zumindest Konfuzius. Es mag sein, dass diese Aussage für einige Wege, die man geht, zutrifft. Doch diese Idee auf den Lebensweg zu übertragen, kann fatale Folgen haben. John Bunyan fand in der Bibel eine andere Beschreibung des Lebensweges: „Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden“ (Mt. 7,13-14). Welches Ziel du erreichst, hängt davon ab, welchen Weg du gehst. Die Bibel kennt nur zwei Ziele, die auf zwei verschiedenen Wegen erreicht werden. Das hier von Jesus verwendete Bild legt John Bunyan seinem Werk „Die Pilgerreise zur seligen Ewigkeit“ zugrunde (so lautet der Titel der ersten deutschen Übersetzung. Seine allegorische Erzählung, die zuerst 1678/1684 erschien, erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Ich möchte hier die aktuelle und sprachlich neu bearbeitete deutsche Ausgabe von 2012 aus dem SCM R. Brockhaus …

Die Hand voll glühender Asche

„Die Hand voll glühender Asche“ ist ein Gleichnis. Ein Gleichnis für das ganz normale Christenleben. Die Hauptperson ist Christ Anders. Als Computerverkäufer, Ehemann und Vater von vier Kindern lebt er ein unglückliches Leben. Geheimnisvolle Rückenschmerzen plagen ihn. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Durch die Begegnung mit Ernst van Gelst (Evangelist) beginnt er die Suche nach Gott und das Endziel, Lebensstadt. Doch so einfach ist es nicht. Freunde und Feinde kreuzen seinen Weg um ihn zu Fall oder zu Recht zu bringen. Ich habe eine Leseprobe abgetippt. So könnt ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen.