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Die Fabeln Martin Luthers

Ein Hahn schar­ret auf dem Mist und fand eine köst­li­che Per­le. Als er die­sel­be im Kot so lie­gen sah, sprach er: „Sie­he, du fei­nes Ding­lein, liegst hier so jäm­mer­lich. Wenn dich ein Kauf­mann fän­de, der wür­de dei­ner froh wer­den und du wür­dest zu gro­ßen ‚Ehren kom­men. Aber du bist mir und ich dir, kein (nichts) nüt­ze. Ich neh­me ein Körn­lein oder Wür­meln und lie­ße ihm alle Per­len. Leh­re: Die­se Fabel leh­ret, dass dies Büch­lein, bei Bau­ern und gro­ßen Leu­ten unwert ist, wie denn alle Kunst und Weis­heit bei sel­bi­gen ver­ach­tet ist. Wie man spricht: Kunst gehet nach Brot. Sie warnt aber, dass man die Leh­re nicht ver­ach­ten soll Nur weni­ge wis­sen, wie viel­sei­tig der Refor­ma­tor Luther tat­säch­lich war. Neben sei­ner Arbeit als Bibel­über­set­zer, war er ein geschick­ter Pre­di­ger, ein treu­er Seel­sor­ger, ein fei­ner Lie­der­dich­ter und zuletzt auch bemüht die All­ge­mein­bil­dung des „gemei­nen“ Vol­kes auf­recht zu erhal­ten. So über­setz­te er auch eine Viel­zahl der Fabeln Äsops ins Deut­sche, da „heu­te nie­mand die Wahr­heit hören möch­te“, ver­trägt man es bes­ser, wenn „ein Wolf oder Bär oder Löwe im Buch …

Meine persönlichen Lieblingsautoren christlicher Werke

Vor fast drei Jah­ren habe ich hier im Blog mei­ne liebs­ten christ­li­chen Bücher vor­ge­stellt. In die­ser Zeit durf­te ich eini­ges Neue ler­nen, und kom­me dadurch zum Ergeb­nis, eini­ge Autoren neu dazu neh­men zu müs­sen, und ande­re wie­der­um aus der Lis­te zu strei­chen. Die Lis­te ist zudem nicht bewer­tend zu ver­ste­hen und ist total sub­jek­tiv. Zudem glau­be ich, dass eini­ge Autoren für ande­re Men­schen weit­aus hilf­rei­cher sein könn­ten, als für mich; dies kann jedoch auch umge­kehrt sein. Eine War­nung soll­te aus­ge­spro­chen wer­den: Egal wel­ches Buch du lesen wirst, wenn du es mit der fal­schen Ein­stel­lung liest, wird es dir zum Scha­den die­nen, selbst wenn es die Bibel höchst­per­sön­lich ist. Betrach­te nur die gan­zen Theo­lo­gen, die Chris­tus aus ihrer Theo­lo­gie raus gewor­fen haben, und nichts mehr Rech­tes in Got­tes Wort ent­de­cken kön­nen. Bei jedem Autor möch­te ich zudem hin­zu­fü­gen, was sei­ne Wer­ke mir per­sön­lich gebracht haben.

Von der Freiheit eines Christenmenschen

„Mache dich auf, Herr, und rich­te dei­ne Sache…!“ (Ps. 74), denn „der Wein­berg des Herrn wird von wil­den Säu­en zer­wühlt“ (Ps. 80). Mit die­sen Bibel­wor­ten beginnt die Bann­an­dro­hungs­bul­le gegen Mar­tin Luther. Dar­in wird allen katho­li­schen Chris­ten ver­bo­ten, Luthers Schrif­ten zu lesen, und Luther selbst wird dazu auf­ge­ru­fen, sei­ne ket­ze­ri­schen Wer­ke zu wider­ru­fen. Zu die­ser Zeit (1519) ist Luther noch immer dar­auf aus, kei­ne Spal­tung in der Kir­che zu erwir­ken und schreibt nach Auf­for­de­rung des päpst­li­chen Kam­mer­herrn von Mil­ti­tz einen Brief an Papst Leo X., den er noch als den „Aller­hei­ligs­ten Vater“ bezeich­net. In die­sem Brief erläu­tert Luther sei­ne Posi­ti­on, und legt dem Schrei­ben sei­ne Schrift „Von der Frei­heit eines Chris­ten­men­schen“ bei, die für Luther die gan­ze Sum­me eines christ­li­chen Lebens dar­stellt. Heu­te kön­nen wir sagen, dass Papst Leo X. sich etwas ent­ge­hen lies, als er dar­auf ver­zich­te­te, die bei­geleg­te Schrift näher zu betrachten.

Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke

Man kennt sowas ja min­des­tens von M. Reich-Rani­­cki, der mit sei­nem „Kanon“, die lesens­wer­tes­ten Wer­ke klas­si­scher und zeit­ge­nös­si­scher Lite­ra­tur zusam­men­ge­tra­gen hat. Man ver­sucht mit einem sol­chen Kanon die größt­mög­lichs­te und bes­te Anzahl an Sti­len und Moti­ven der Lite­ra­tur abzu­de­cken. Als Laie habe ich mich in der Tat an sol­cher­lei Lis­ten ori­en­tiert, um mei­ne klas­si­sche Bil­dung abzu­de­cken. Mei­ne Idee ist es nun, eine Art „Top-Ten“-Liste von christ­li­chen Büchern zu erstel­len, die z.B. wenig Zeit haben vie­le Bücher zu lesen oder sich gene­rell kei­ne ‚Bücher­wür­mer‘ sind. Ich möch­te jedoch von vorn­her­ein zwei Bemer­kun­gen ein­fü­gen: Ich sehe mich nicht als Kri­ti­ker über geist­li­che Lite­ra­tur. Da fehlt mir ein­fach der Umfang der Bücher, die ich las. Des­wei­te­ren ist die­se Lis­te vor allem sub­jek­tiv; ich möch­te Bücher vor­stel­len, die vor allem mir hal­fen. Jeder kommt aus ganz ver­schie­de­nen Ver­hält­nis­sen und Stand­punk­ten und wür­de ganz ande­re Wer­ke wäh­len, da bin ich mir gewiss. Jedoch habe ich die­se Lis­te schon eini­gen in mei­nem Bekann­ten­kreis mit Erfolg emp­feh­len kön­nen. Lei­der ist das Lesen eini­ger Bücher schon so lan­ge her, dass ich nicht mehr …