Alle Artikel mit dem Schlagwort: Literatur

Zwölf Perlenketten meiner Lektüre

Der Arti­kel „Mei­ne per­sön­li­che „Top-Ten“ Aus­wahl christ­li­cher Wer­ke“ benö­tigt drin­gend eine Aktua­li­sie­rung. Heu­te kann ich sie end­lich lie­fern: Zunächst möch­te ich auf­zei­gen, wo die Gren­zen mei­nes bis­he­ri­gen Arti­kels lie­gen.  Anschlie­ßend erläu­te­re ich das Kon­zept, dass ich als „Per­len­ket­ten“ bezeich­ne: Das Kon­zept ermög­licht mir, sich mit zen­tra­len The­men aus­führ­lich zu befas­sen und doch unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven ein­zu­bin­den. Die Fra­ge, die ich dabei bespre­che, ist, wie man eine hilf­rei­che Ket­te mit einem pas­sen­den „Anfangs­kno­ten“ knüpft. Schließ­lich gewäh­re ich einen Blick in eine grö­ße­re Aus­wahl an Per­len­ket­ten. Was an mei­ner bis­he­ri­gen Lis­te pro­ble­ma­tisch ist Im Wesent­li­chen drei Din­ge: 1) Es fehl­te Struk­tur: Vor allem „hei­li­ge from­me“ Titel präg­ten mich, häu­fig ohne Fol­gen für das all­täg­li­che Leben. 2) Fehlt Sub­stanz: Vor 9 Jah­ren war ich ein­fach kein erfah­re­ner Leser: So kann­te ich außer Cal­vins Bibel­kom­men­ta­ren kaum einen ande­ren Kom­men­tar. Und obwohl ich die­se wei­ter­hin für exzel­lent hal­te, den­ke ich, dass man wei­ser mit Kom­men­ta­ren umge­hen kann. 3) Ich kon­zen­trie­re mich aus­schließ­lich auf christ­li­che Wer­ke. Ein Schwer­punkt, der mein Leben auch wei­ter­hin prägt, aber ich habe immer auch ger­ne Klas­si­ker gele­sen, die ich nun mit …

„Aber wer sich lange dumm stellt, wird vielleicht eines Tages wirklich dumm“

Die Schild­bür­ger sind ursprüng­lich für ihre Klug­heit weit­hin bekannt und wer­den über­all in der Welt gefragt um mit ihrer Klug­heit die Din­ge zu regeln. Doch Schil­da, ihr Hei­mat­ort geht dadurch den Bach run­ter. Also muss etwas unter­nom­men wer­den. Die Schild­bür­ger neh­men sich nun vor, sich beson­ders dumm zu stel­len. Allen sagt der Plan zu, außer dem Leh­rer, der ein­wen­det: „Wer klug tut, wir davon noch lan­ge nicht klug.Aber wer sich lan­ge dumm stellt, wird viel­leicht eines Tages wirk­lich dumm“. Die ande­ren lach­ten ihn aus. „Seht, es fängt schon an.“ „Was?“, mein­te der Schmied neu­gie­rig. „Eure Dumm­heit“, rief der Leh­rer. Da lach­ten sie ihn alle aus. Als ers­te Dumm­heit beschließt man den Bau eines drei­ecki­gen Rat­hau­ses ohne Fens­ter. Die­ser wird bald eine welt­be­kann­te Kurio­si­tät und spült Geld in die Stadt­kas­se: >„So wur­den die Schild­bür­ger zwar nicht wegen ihres drei­ecki­gen Rat­hau­ses, son­dern viel­mehr wegen ihrer ver­ges­se­nen Fens­ter berühmt. Es dau­er­te nicht lan­ge, so kamen auch schon die ers­ten Rei­sen­den nach Schil­da, bestaun­ten die Ein­woh­ner, über­nach­te­ten und lie­ßen über­haupt ein gutes Stück Geld in der Stadt. „Seht ihr“, sagte …

„Es gibt zahlreiche Probleme mit der zeitgenössischen Literatur“

Leland Ryken ist Pro­fes­sor Emi­ri­tus am Wheaton Col­le­ge. Er ist Exper­te für Mil­ton, Puri­ta­ner und bri­ti­sche Lite­ra­tur. Er ist Autor zahl­rei­cher Wer­ke über das Stu­di­um klas­si­scher Lite­ra­tur aus christ­li­cher Per­spek­ti­ve und arbei­te­te an der Eng­lish Stan­dard Ver­si­on, einer eng­li­schen Bibel­über­set­zung mit. Bekannt ist er zudem als Lieb­ha­ber von Lewis, wie auch als Bio­graph von J.I.Packer. Pro­fes­sor Ryken hat sich freund­li­cher­wei­se bereit erklärt, unse­re Fra­gen aus­führ­lich zu beant­wor­ten. Wann begann Ihre Lei­den­schaft für Lite­ra­tur? Mei­ne Lei­den­schaft für Lite­ra­tur begann in der Kind­heit. Ich kom­me aus einer sehr ein­fa­chen Bau­ern­fa­mi­lie mit nie­der­län­di­schem Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Kei­ner mei­ner Eltern hat die Grund­schu­le been­den kön­nen, weil sie auf dem Hof arbei­ten muss­ten. In mei­nen ers­ten Lebens­jah­ren waren Fern­se­her noch nicht üblich. Lesen war das ein­zi­ge Ver­gnü­gen und mei­ne Eltern und mei­ne älte­re Schwes­ter waren lei­den­schaft­li­che Leser, so dass ich ein­fach ihrem Bei­spiel folg­te. Bezüg­lich mei­ner nun fünf­zig­jäh­ri­gen Lauf­bahn als Lite­ra­turdo­zent wur­de ich ein­fach in die­se Rich­tung gezo­gen, weil mei­ne Schwes­ter geplant hat, Eng­lisch­leh­re­rin an einer High School zu wer­den. Ich kann mich nicht erin­nern, mich bewusst für eine Beru­fung ent­schie­den zu …

Weisheit erfordert Arbeit

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wenn Gott gut ist, war­um gibt es so viel Böses“, wer hat die­se Fra­gen noch nicht aus dem Mun­de von Men­schen die­ser Welt gehört? Wahr­lich ein Tot­­schlag-Argu­­ment, geschickt ein­ge­setzt pariert man alle wei­te­re Fra­gen, und das Gewis­sen bleibt unge­rührt. Dabei haben bei­de Fra­gen tat­säch­lich eine berech­tig­te Wich­tig­keit. Den­noch ist das eigent­lich schäd­li­che, die Art und Wei­se wie die­se Fra­gen gestellt wer­den. Ich habe sel­ten erlebt, dass die Fra­gen wirk­lich von suchen­den Men­schen gestellt wur­den, son­dern viel­mehr von sol­chen, die die Ant­wort gar nicht inter­es­siert, nach dem Mot­to: „Sag mir erst, wozu mein Leben da ist, aber du darfst nicht mehr als zwei Minu­ten dafür brau­chen“. Ein wah­rer Sucher wür­de auch Jah­re in Kauf neh­men und die Wahr­heit zu ergrün­den. Tat­säch­lich gibt es auf schwe­re Fra­gen auch nur schwer­wie­gen­de Ant­wor­ten. Ein­fach ist sie ja, die Ant­wort die den Sinn des Men­schen erklärt. Jeder Kate­chis­mus pro­kla­miert: „Der Sinn und Zweck des Men­schen ist es, zur Ehre Got­tes zu leben“. Aber tat­säch­lich ist jedem ernst­haf­ten Chris­ten klar, dass die­ser Satz zwar schnell …

Dr. Lothar Gassmann – Theologe und Publizist im Gespräch

Wie nur weni­ge im evan­ge­li­ka­len Raum beschäf­tigt sich Dr. Lothar Gas­s­mann bereits seit drei Jahr­zehn­ten mit bib­li­scher Apo­lo­ge­tik, der Ver­tei­di­gung des christ­li­chen Glau­bens. In einem Inter­view mit NIMM UND LIES mach­te Dr. Gas­s­mann deut­lich, dass er dar­in kei­nes­wegs sei­nen ein­zi­gen Auf­trag sieht. NIMM UND LIES: Herr Dr. Gas­s­mann, seit 2009 arbei­ten Sie im Dienst des Christ­li­chen Gemein­de­diens­tes (CGD). Was sind die Zie­le des Ver­eins? Dr. Gas­s­mann: Die Zie­le des CGD sind in sei­ner Sat­zung und auf sei­ner Home­page zusam­men­ge­fasst. Ich zitie­re fol­gen­des dar­aus: „Der Christ­li­che Gemein­­de-Dienst (CGD) e.V. wur­de im Jah­re 2009 in Pforz­heim (Deutsch­land) gegrün­det. Er ist gemein­nüt­zig tätig, um christ­li­che Gemein­den und Wer­ke in Deutsch­land, Euro­pa und welt­weit zu för­dern. Er ver­folgt fol­gende Ziele: