Alle Artikel mit dem Schlagwort: lesen

Der jüdisch-amerikanische Radio-Moderator Dennis Prager über Evangelikale
Das Leseverhalten der Evangelikalen aus jüdischer Sicht

Dennis Prager ist in Amerika schon jahrzehntelang als konservativer und ungewöhnlicher Radiomoderator bekannt. Seine Analyse des Leseverhaltens evangelikaler Christen dürfte global ins Schwarze treffen. Entdeckt, via Monergism: „Eine Sache, die mir bei Evangelikalen aufgefallen ist, ist, dass sie nicht lesen. Sie lesen die Bibel nicht, sie lesen die großen christlichen Denker nicht, sie haben noch nie von Aquin gehört. Wenn sie Presbyterianer sind, haben sie noch nie die Begründer des Presbyterianismus gelesen. Das kann ich nicht verstehen. Als Jude ist das für mich verwirrend. Das Gebot des Studiums ist im Judentum so tief verwurzelt, dass wir uns in das Studium vertiefen. Gott hat uns ein Gehirn gegeben, sollen wir es nicht in seinem Dienst einsetzen? Wenn ich das Haus eines evangelikalen Christen betrete und insgesamt 30 Bücher sehe, die meisten davon Bestseller, verstehe ich das nicht. Ich habe Bücherregale mit christlichen Büchern, und ich bin Jude. Warum habe ich mehr christliche Bücher als 98 % der Christen in Amerika? Das ist so seltsam für mich.“ O-Ton:

Aus „Heaven on Earth“
Thomas Brooks über den Umgang mit Information

Thomas Brooks gibt im Vorwort seines Buches über die Heilsgewissheit (Hier kostenfrei im Web) einen Ratschlag, wie man weise mit Wissen, Information, Büchern u.Ä. umgehen kann: „Ein Vater, der drei Söhne hatte, wollte sie auf ihre Vernunft prüfen und gab jedem von ihnen einen Apfel, an dem ein Teil faul war. Der Erste aß seinen Apfel auf, mit allem, was faul war; Der Zweite warf alles weg, weil ein Teil davon faul war; Der Dritte nahm das Faule heraus und aß das, was gut war. Der Dritte war der Weiseste. Die einen verschlingen in diesen Tagen alles, das Faule und das Gute zusammen; Die anderen verwerfen die ganze Wahrheit, weil alles, was ihnen vorgesetzt wird, nicht die Wahrheit ist; aber die Weisesten sind die, die das Gute zu wählen und das Böse abzulehnen wissen… (Jes. 7,15.)“ Jes.7: 15 Butter und Honig wird er essen, bis er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen.  

Not a Fan!

Ich habe mir schon länger überlegt über dieses Thema einen Artikel zu schreiben. Der Skandal um Ravi Zacharias macht mir deutlich, dass ich eher unnötig lang gezögert habe: Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. (Mt. 23,9) Was kann aus Nazareth schon Gutes kommen? (Joh. 1,46) Manchmal frage ich mich, ob gerade die Abwesenheit eines formellen Papsttums uns Evangelikale derart anfällig für den Personenkult macht? Bevor ich hier überhaupt wage, auf jemand anderen mit dem Finger zu zeigen, wird mir mein götzendienerisches Herz auf beschämende Weise bewusst. Mir ist es neulich beim Lesen von„Schmeckt und Seht“ aufgefallen, dass John Piper völlig überflüssige und unnötige Hinweise auf C.S. Lewis gibt. Auf S. 76 und 78 z.B. findet sich zuerst ein Verweis darüber, wie wichtig es ist über die „gewöhnliche alltägliche Schöpfung“, wie Bäume zu staunen, und im zweiten Fall, wie wichtig es ist, gute Bücher zu lesen. In beiden Fällen hielt Piper einen Verweis auf Lewis für notwendig, obwohl der Artikel explizit über das Leben eines völlig …

Wie können wir denn lesen?

Wenn ich von der Ethik des Lesens sprechen soll, kann ich das nur als Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes verstehen. Das bedeutet nicht, dass man nicht auch einen Roman oder ein Sachbuch lesen kann. Es bedeutet viel mehr, dass die Offenbarung Gottes in der Bibel die Grundlage für das Verständnis eines Sachbuches oder eben eines Romans ist. Wenn ich mit den zahlreichen ausgefeilten Personenstudien Dostojewskis in seinen Werken konfrontiert werde, dann ist die Bibel Grundlage dafür, um die einzelnen Charaktere zu qualifizieren, sie als gut und böse zu verstehen oder eben wie die Wahrheit so oft ist: Als ein Gemisch von Gut und Böse. Ohne den absoluten Maßstab des Wortes Gottes besäße ich keine andere Grundlage für eine Qualifizierung. Im  Folgenden möchte ich ausgehend von Eph. 5,16 einige Überlegungen über eine christliche Kultur des Lesens entwickeln: Fang jetzt an! Ich bin kein Idealist. Ich weiß, dass viele Menschen überhaupt nichts anderes lesen, als Facebook-Kommentare und ihre WhatsApp-Nachrichten. Und das Jahrein, jahraus. Eine Buchempfehlung bekommt dabei stets das gleiche Urteil: „Gerade habe ich keine Zeit! Vielleicht …

Warum wir das Lesen lieben

Diesen Artikel von Tim Challies habe ich übersetzt und veröffentliche ihn hier mit freundlicher Genehmigung. Ich habe einen eifrigen Outdoor-Fan gesehen, einen Angler, der langsam vorbeizieht. Er kommt Morgen für Morgen, Tag für Tag, immer zur gleichen Zeit und immer zum gleichen Ort. Er wartet geduldig auf den Großen Fang, auf den schwierigen Treffer, den harten Kampf, der ihm einen Preis einbringen soll. Ich angle nicht, aber ich lese – und ich sehe hier Ähnlichkeiten. Ein eifriger Leser nimmt ein Buch nach dem anderen, Tag für Tag, forscht und sucht aufmerksam nach den wenigen aber wichtigen Gedanken. Vierhundert Seiten – oder sogar achthundert – kosten nicht viel für einen wichtigen Gedanken. Man zahlt einen kleinen Preis für eine Erkenntnis, die zur Anwendung führt und zur Lebensveränderung. Manchmal musst du eine Menge lesen, um einem wirklich wichtigen Gedanken zu begegnen. Einige Bücher enthalten nur Banalitäten; einige enthalten Gedanken, auf die du bereits vorher tausendmal gestoßen bist. Dann aber, endlich, findest du einen Gedanken, der es in sich hat. Das ist eine große Freude. Eine Belohnung. Der …

Warum ich keine Gratiszeitung lese

Hanniel Strebel hat fünf Gründe genannt, warum er auf das Lesen einer Gratiszeitung verzichtet. Es sind Gründe, die sicher nicht auf jede Gratiszeitung und nicht jeden Artikel zutreffen. Aber sie ermutigen uns zur bewussten Entscheidung welche Lektüre wir wählen. Ich fühle mich belästigt. Ich will mich nicht langweilen. Mein Tag hat 24 Stunden. Ich will meine produktive Zeit erhöhen. Die konsumierten Inhalte prägen. Zum vollständigen Artikel: www.hanniel.ch.

Ich lese „nur“ die Bibel …

Frage: Man hört öfter das Argument: „Ich lese keine Bücher oder Auslegungen über die Bibel, ich lese lieber die Bibel selbst.“ Ist das eine richtige und nachahmenswerte Einstellung? Antwort: Sicherlich nicht! Natürlich ist das Lesen der Heiligen Schrift von äußerster Wichtigkeit, und es sollte neben dem Gebet den höchsten Stellenwert in unserem Leben haben. Aber Gott benutzt zu unserem Wachstum in der Erkenntnis Seiner Selbst nächst Seinem Wort eine Reihe anderer Hilfsmittel, die selbstverständlich alle auf dieses Wort gegründet sind. Eines der wichtigsten dieser Hilfsmittel ist die Belehrung durch andere. Gott will, dass sie geschieht, und jeder von uns braucht sie. …weiterlesen auf soundwords.de

Schwarzwaldlektüre

Heute hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Jetzt wird noch gepackt und morgen geht es dann über einige Umwege in den schönen Schwarzwald. Bücher dürfen natürlich auch nicht fehlen und so habe ich mir folgendes Paket geschnürt. Christliche Bücher kritisch lesen – Ein Lehr und Arbeitsbuch zum Trainieren der eigenen Urteilsfähigkeit, Franz Graf-Stuhlhofer, VKW Unchristlich – Was eine neue Generation über Christen denkt, David Kinnaman/Gabe Lyons, SCM Hänssler Voller Leidenschaft für Gott – Das Leben von A.W. Tozer , Lyle W. Dorsett, SCM Hänssler Auf getrennten Wegen, Richard Kilian, BOAS-Verlag Ich bin gespannt was mich erwartet und werde die Bücher bald näher vorstellen. Besonders freue ich mich auf die Biografie über Tozer „Voller Leidenschaft für Gott“. Wie ist es bei euch? Habt ihr euch auch schon Bücher für den Sommerurlaub oder die Ferien vorgenommen?

Vortrag: „Nimm und lies …“ Gedanken über Buch und Bildung

Anlässlich der Wiedereröffnung der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden hielt Michael Beintker, Professor und Direktor am Seminar für Reformierte Theologie in Münster, einen Vortrag am 30. April 2010, in dem er seine Gedanken über Buch und Bildung sehr anschaulich darstellte. Ich empfehle, seinen Vortrag auch trotz seiner Länge ganz zu lesen. Er spricht über Bibliotheken als sinnliche und inspirierende Orte, über Lesetechniken und „Papiersäufer“, über lebensdienliches und schädliches Lesen und über den Geruch von Büchern und E-Books.