Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leid

Bis zum Bodensatz

Auf Sieg­fried Kett­ling bin ich durch Vik­tor von Christusallein.com gesto­ßen. Kett­ling, luthe­ri­scher Theo­lo­ge, besitzt eine unge­wöhn­li­che Aus­drucks­wei­se, wahr­schein­lich wohl etwas, das Luthe­ra­ner häu­fig aus­zeich­net. Hilf­reich emp­fand ich sei­ne Aus­füh­run­gen zum Beten. Es ist ein grö­ße­rer Abschnitt, denn ich unver­än­dert wie­der­ge­ben möch­te. Gefun­den in: „Und der sag­te ja“, ein nur noch anti­qua­risch erhält­li­ches Werk: Kürz­lich habe ich ein Gebet gele­sen. Es lau­te­te etwa so: “ Gott, ich will dir sagen, wer du bist und wie du dich mir gegen­über benom­men hast. Ich sage es dir mit­ten ins Gesicht, neh­me kein Blatt vor den Mund. Mit glat­ten Wor­ten bist du auf mich zuge­kom­men wie ein jun­ger Mann, der schön tut, wenn er ein ahnungs­lo­ses Mäd­chen beschwat­zen will. Schließ­lich habe ich mich betö­ren las­sen, bin mir dir gegan­gen. Übel hast du mein Ver­trau­en miss­braucht, mich bru­tal ver­ge­wal­tigt und anschlie­ßend sit­zen­ge­las­sen. Nun ste­hen die Leu­te rings­um, hal­ten sich den Bauch vor Lachen: „Schön dumm von Dir, auf den rein­zu­fal­len.“ Gott, ich sage es dir ins Gesicht — ein Ver­füh­rer bist du!“ Ist das — ein Gebet? Nicht eher eine Gotteslästerung?‚Sollten wir nicht nach der …

Tipp: Gott vertrauen

Als ich das Buch gese­hen habe dach­te ich im ers­ten Moment, nicht noch ein Buch über Gott ver­trau­en, davon hört man so viel und liest auch eine Men­ge davon. Aber als ich es dann ange­fan­gen habe zu lesen, dach­te ich nur: „ Wow, das ist ja ganz anders als sonst!“. Dadurch, dass der Autor die  Eigen­schaf­ten Got­tes so lebens­nah erklärt, und sie auf das Leben anwen­det, hat sich durch die­ses Buch in mei­nem Den­ken, Han­deln und Ver­trau­en und beson­ders auch über das schwie­ri­ge The­ma Leid, wohin Jer­ry Brid­ges mit die­sem Buch haupt­säch­lich hin­ar­bei­tet, viel ver­än­dert. Ich habe davor gewusst dass ich Gott ver­trau­en kann, aber ich habe es irgend­wie nicht getan. In mei­nem Leben als Christ sah es irgend­wie nicht so danach aus. Im Bereich des Leids lehrt die Bibel uns drei wesent­li­che Wahr­hei­ten über Gott, die wir glau­ben müs­sen, wenn wir ihm in Not­si­tua­tio­nen ver­trau­en wol­len. Jemand hat die­se drei Tat­sa­chen mal so zusam­men­ge­fasst: In sei­ner Lie­be möch­te Gott stets das bes­te für uns. In sei­ner Weis­heit weiß er immer, was das bes­te für uns …

Buchrezension: Joni & Ken – Deine Liebe schenkt mir Flügel

Du kennst Joni nicht? Bis vor Kur­zem dach­te ich noch, dass alle Chris­ten Joni ken­nen. Kürz­lich hör­te ich von Chris­ten, die noch nie etwas von Joni gehört haben. Sicher, ich war etwas über­rascht, doch ins­ge­heim wuss­te ich natür­lich, dass nicht jeder Joni kennt. Man muss Joni nicht ken­nen, doch wer ihre Bio­gra­fie gele­sen hat, wird vie­les ler­nen kön­nen. Ich wer­de Joni hier nicht vor­stel­len. Dazu müss­test du schon ihre Bio­gra­fie selbst lesen. Heu­te möch­te ich Jonis letz­tes Buch vor­stel­len mit dem Titel Joni & Ken – Dei­ne Lie­be schenkt mir Flü­gel. Wir lie­ben dra­ma­ti­sche Geschich­ten. Wir lesen ger­ne Bio­gra­fien, die span­nend wie ein Aben­teu­er­ro­man sind, nur eben von ech­ten Per­so­nen han­deln. Jonis Leben erfüllt all die­se Vor­aus­set­zun­gen. Doch die­ses Buch von Joni ist anders. Es könn­te den Unter­ti­tel tra­gen: „Denn mei­ne Kraft ist in den Schwa­chen mäch­tig“ (2. Kor 12,9). 1. Du bist Jesus Joni ist ab dem 17. Lebens­jahr quer­schnitts­ge­lähmt und Ken hei­ra­tet sie trotz­dem oder gera­de des­we­gen. Sei­ne Ent­schei­dung, sich auf die­ses her­aus­for­dern­de Leben ein­zu­las­sen, hat er nicht bereut. Als bei Joni zusätz­lich Krebs fest­ge­stellt wird, …

Samuel Koch — Zwei Leben

60 Mil­li­se­kun­den. Ein Wim­pern­schlag. So lan­ge — oder so extrem kurz — dau­er­te Samu­el Kochs Auf­prall mit dem Kopf auf einem Audi A8, das er mit einem Sal­to über­que­ren woll­te. So kurz und so tra­gisch. Doch, was bleibt? Am 4. Dezem­ber 2010 stürzt Samu­el Koch bei einem Auf­tritt in der „Wet­ten, dass…?“-Sendung. Mit sei­nen „Poweri­sern“ woll­te er in vier Minu­ten fünf fah­ren­de Autos über­sprin­gen. Hun­der­te Male hat er zuvor die­sen Sprung geübt. Als er das vier­te Auto, wel­ches sein Vater lenk­te, mit einem Sal­to über­que­ren woll­te, berühr­te er mit sei­nem Kopf 60 Mil­li­se­kun­den lang das Auto­dach und stürz­te. Was danach geschah, nennt er „eine fata­le Ereig­nis­ket­te“. Es hät­te noch mal alles gut wer­den kön­nen. Doch nach zwei Wochen war klar, dass es zunächst lan­ge nicht mehr gut sein wird. Bis heu­te sitzt er im Roll­stuhl, weil er vom Hals abwärts gelähmt ist, und steu­ert ihn nur mit den Bewe­gun­gen in sei­ner Schul­ter. Da es ihm in die­sem Zustand nicht mög­lich ist, ein Buch zu schrei­ben, bekam er den Co-Autor Chris­toph Fasel an die Sei­te gestellt. Zusam­men gelingt bei­den ein …

Elisabeth Elliot: Wege durch das Leiden

Lei­den gibt es in jeder nur mög­li­chen Art auf der Welt. Es gibt Hun­gers­nö­te, Krank­hei­ten, Men­schen die unter Depres­sio­nen Lei­den, Tod und Trau­er, Natur­ka­ta­stro­phen, Krie­ge, Ter­ror und die vie­len gro­ßen und klei­nen per­sön­li­chen Lei­den eines jeden Men­schen. Dabei enste­hen unaus­weich­lich Fra­gen. War­um lässt Gott das zu? Ist er nicht ein lie­ben­der Gott, der nur das Bes­te für sei­ne Kin­der möch­te? Die Autorin Eli­sa­beth Elli­ot hat vie­le Lei­den in ihrem Leben erlebt. Selbst die Tat­sa­che, dass sie zwei Mal ver­wit­wet ist gibt schon einen klei­nen Ein­blick in ihr Leben. Den­noch schreibt sie in die­sem Buch sehr wenig über ihr eige­nes Leben. Viel­mehr ver­weist sie auf ande­re Men­schen, die gro­ße und auch klei­ne Lei­den im Leben erfah­ren haben.