Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kritik

Tipp: Charles T. Russell und die Zeugen Jehovas (F. Graf-Stuhlhofer)

Jeder kennt sie, sei es durch ihre Haus­be­su­che, ihr Anbie­ten von Zeit­schrif­ten an fre­quen­tier­ten Plät­zen oder durch Schlag­zei­len wegen einer Blu­t­­tran­s­­fu­­si­ons-Ver­­­wei­­ge­­rung: Die Zeu­gen Jeho­vas. In Dis­kus­sio­nen ist ihrer Argu­men­ta­ti­on kaum jemand gewach­sen, zu gründ­lich ist ihre Schu­lung. Nimmt man jedoch ihre Lite­ra­tur genau­er unter die Lupe, bie­tet sich ein erschüt­tern­des Bild; man ent­deckt vie­le Bei­spie­le von (absicht­li­cher?) Irre­füh­rung. Sol­che Ver­su­che der Irre­füh­rung wer­den in die­sem Buch gründ­lich und scho­nungs­los auf­ge­deckt. Der Nach­weis erfolgt aus­schließ­lich unter Zugrun­de­le­gung der von der Wacht­turm­ge­sell­schaft selbst her­aus­ge­ge­ben Lite­ra­tur. Las­sen Sie sich mit hin­ein­neh­men in ein detek­ti­vi­sches Aben­teu­er … Fol­gen Ver­lag, als eBook 5,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Kolumne: Im Hause Gottes

Zwei Grün­de bewe­gen mich, fol­gen­de Zei­len zu schrei­ben. Ers­tens habe ich die Mög­lich­keit gehabt, unter­schied­li­che Ver­samm­lun­gen von Chris­ten zu besu­chen. Ich ent­deck­te, dass es dabei wich­tig ist, nicht mit Unzu­frie­den­heit oder mit dem Wunsch eine bes­se­re Gemein­de als die Eige­ne zu ent­de­cken, hin­zu­ge­hen. Auch nicht um ande­re Chris­ten in ihrer (ange­nom­me­nen) Unrei­fe zu ver­spot­ten. Son­dern vor allem um sich mit ande­ren Gemein­den zu tref­fen. Ich habe die Mög­lich­keit gehabt eine luthe­ri­sche und eine refor­mier­te Ver­samm­lung zu besu­chen. Mehr­mals durf­te ich Men­no­ni­ten besu­chen und ein Erleb­nis war auch der Besuch einer Syn­ago­ge. Über all die­se Ereig­nis­se will ich so Gott will und wir leben berich­ten, weil ich von jedem die­ser Besu­che als Christ pro­fi­tiert habe. Auch glau­be ich das Theo­lo­gie Pra­xis ist, so war ich auch immer neu­gie­rig, wie die ein­zel­nen Deno­mi­na­tio­nen ihre Got­tes­diens­te gestal­ten. Wie gesagt, all das schrei­be ich als ein Christ, der zufrie­den mit sei­ner Gemein­de ist, und ger­ne die­se besucht. Am aller­meis­ten durf­te ich jedoch von den Besu­chen unter­schied­li­cher Brü­der­ge­mein­den pro­fi­tie­ren. Und das bringt mich zum zwei­ten Grund. In den letz­ten Monaten …

Tipp: Das Evangelium nach Rom

Vor­erst muss ich mich wohl für die lan­ge Aus­zeit ent­schul­di­gen. Tat­säch­lich habe ich auf­grund diver­ser per­sön­li­cher Pro­jek­te letz­tes Jahr kaum geschafft neben der Bibel wei­te­re Bücher zu lesen. Im Übri­gen ist manch­mal etwas Distanz zu den gan­zen Schrif­ten durch­aus heil­sam. Vor eini­gen Wochen hat­te ich einen mei­ner Freun­de zu Besuch, der ein über­zeug­ter Katho­lik ist und zudem auch in frü­her Kir­chen­ge­schich­te pro­mo­viert. Zwar nahm ich die­se Tat­sa­che immer als Grund um ihn dar­auf hin­zu­wei­sen, dass z. B. die Dida­che ganz klar von einer Erwach­se­nen­tau­fe spricht, aber ansons­ten habe ich bis­her von Maß­nah­men abge­se­hen auf die Feh­ler der katho­li­sche Kir­che hin­zu­wei­sen. Tat­säch­lich habe ich hier­in wohl zu viel Gleich­gül­tig­keit gehabt, gemäß dem Mot­to, seriö­se Katho­li­ken gäbe es ja eh kaum im Freun­des­kreis. Nun muss­te ich ein­ge­ste­hen, dass ich zu wenig über den Katho­li­zis­mus weiß, um einen über­zeug­ten Katho­li­ken auf Miss­stän­de in der Leh­re Roms hin­wei­sen zu können.

Thorsten Hebel – der „Evangelist“, der seinen evangelikalen Glauben ablegte

Das wesent­li­che Ziel von NIMM UND LIES ist, emp­feh­lens­wer­te Bücher und ande­re christ­li­che Medi­en zu bespre­chen und somit Gutes bekannt zu machen. Manch­mal sehe ich es jedoch für not­wen­dig, auch deut­li­che Kri­tik an Büchern und Autoren zu üben. Beson­ders dann, wenn Autor und Buch eine gewis­se Bekannt­heit genie­ßen, der Inhalt des Buches jedoch das Poten­zi­al hat, gro­ßen geist­li­chen Scha­den anzu­rich­ten. Um so ein Buch soll es in die­sem Bei­trag gehen. Thors­ten Hebel zählt zu den bekann­te­ren jün­ge­ren „Evan­ge­lis­ten“ in der evan­ge­li­ka­len Bewe­gung; er hat sich beson­ders durch sei­ne Bot­schaf­ten bei dem Pro-Christ-Jugend­­e­­vent „Jesus House“ bei vie­len Chris­ten einen Namen gemacht. Vor eini­ger Zeit hat er durch die Ver­öf­fent­li­chung eines Bekennt­nis­bu­ches [Frei­schwim­mer, Anm. von A.R.] von sich reden gemacht, in dem er sich von sei­nem tra­di­tio­nel­len evan­ge­li­ka­len Glau­ben distan­ziert und bekennt: „Mein Glau­be an Gott war irgend­wann weg“. In einem Idea-Inter­­view sag­te Hebel, der heu­te eine sozi­al­dia­ko­ni­sche Arbeit unter Ber­li­ner Jugend­li­chen lei­tet: „Auf mei­ner Glau­bens­rei­se hat­te ich ein spi­ri­tu­el­les Erleb­nis, mit dem ich nicht gerech­net habe. Ich habe eine ganz neue Wei­te gefun­den, ein Bewußt­sein für die Gegenwart …

Russlanddeutsche Freikirchen in der Bundesrepublik Deutschland

Grund­li­ni­en ihrer Geschich­te, ihrer Ent­wick­lung und Theo­lo­gie. So heißt das 452 Sei­ten star­ke Werk des Dozen­ten John N. Klas­sen. Ich möch­te heu­te ein Buch vor­stel­len, das ich mit viel Genuss, aber auch Weh­mut gele­sen habe. Nach­dem ich es bestellt hat­te, stand es zuerst eine Zeit im Regal, da ich mich nicht trau­te, mit dem Lesen zu begin­nen. Es gibt man­che Bücher, die mit einem Rutsch durch­ge­le­sen wer­den kön­nen ohne den Leser son­der­lich zu bewe­gen. Ande­re grei­fen das Gemüt an und erzeu­gen Emo­tio­nen. Russ­land­deut­sche Frei­kir­chen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist ein Buch, dass mich nicht unbe­rührt gelas­sen hat. Es ist eine sorg­fäl­ti­ge Aus­ar­bei­tung und wur­de ursprüng­lich als Dis­ser­ta­ti­on geschrie­ben. Gegen­stand des Buches ist die russ­land­deut­sche Geschich­te, die Ent­wick­lung der Russ­land­deut­schen in der neu­en, alten Hei­mat Deutsch­land und deren Theo­lo­gie. Mich hat das Buch nicht kalt gelas­sen, da ich mich als Russ­land­deut­scher in vie­len Berei­chen sel­ber ange­spro­chen fühle.

Buchempfehlung: Gefährliche Stille!

Das Jahr der Stil­le geht sei­nem Ende ent­ge­gen. Noch knap­pe drei Mona­te und dann darf es wie­der lau­ter wer­den. Nun ja, viel­leicht nicht lau­ter, aber zumin­dest wird das The­ma in der evan­ge­li­ka­len Öffent­lich­keit nicht mehr so breit behan­delt. Wer sich auf der Sei­te des Medi­en­kon­zerns SCM umschaut, ent­deckt dut­zen­de neue Bücher und Acces­soire zur Stil­le. Inter­es­sant in die­sem Zusam­men­hang, dass das ein­zi­ge Buch, wel­ches sich kri­tisch mit dem The­ma befasst, von SCM boy­kot­tiert wird. Grund genug, dass Buch näher anzu­schau­en … Das Buch besteht aus 7 eigent­li­chen Kapi­tel und zwei Anhän­gen. Ver­fasst haben die Bei­trä­ge ver­schie­de­ne Autoren des Maleachi-Krei­ses. Ein­lei­tend beginnt Ulrich Skam­braks mit der Fest­stel­lung, wie akut not­wen­dig Stil­le in unse­rem Leben gewor­den ist. Unser Leben läuft immer schnel­ler an uns vor­bei. Ruhe­pau­sen sind „unpro­duk­ti­ve“ Zeit­die­be und haben wenig Chan­cen in unse­rem täg­li­chen Dasein. Des­halb raten Psy­cho­the­ra­peu­ten dazu, das Leben zu „ent­schleu­ni­gen“, also zu verlangsamen.