Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kirchengeschichte

Know the Heretics

Wer hat nicht schon mal die­ses Bild gehört, wenn man von der Drei­ei­nig­keit spricht: Die­se kön­ne man mit Was­ser ver­glei­chen, da die­ses eben­falls drei For­men (fest, flüs­sig, gas­för­mig) annimmt. Obwohl ich lie­ber eine schlech­te Ana­lo­gie für die Drei­ei­nig­keit begrüs­sen wür­de, als voll­stän­di­ges Schwei­gen dar­über, fal­len die Schwä­chen die­ses Models schnell ins Auge: In der Drei­ei­nig­keit sind Vater, Sohn und Hei­li­ger Geist immer gleich­zei­tig gegen­wär­tig und erfreu­en sich an der Gegen­sei­ti­gen Gemein­schaft. Alle sind zudem glei­cher­wei­se Gott, ohne Abstri­che an der „Gött­lich­keit“. Dabei ist das Was­­ser-Model eines, dass in der Kir­chen­ge­schich­te schon ein­mal dis­ku­tiert und von der Kir­che ver­dammt wur­de, näm­lich dass des Moda­lis­mus: Gott ist immer einer, der unter­schied­li­che For­men annimmt: Im AT wäre es der Vater in den Evan­ge­li­um Jesus der Sohn und nun im Leben der Gläu­bi­gen der Hei­li­ge Geist. Moda­lis­mus , aber auch der Doke­tis­mus (der lehrt, dass Jesu Mensch­lich­keit nur eine Schein­ba­re sei) sind Bei­spie­le für irri­ge Lehr­mei­nun­gen, die auch bis heu­te all­zu schnell in unser Den­ken und Spre­chen über die bibli­schen Wahr­hei­ten hin­ein­schlei­chen. Dabei — so die The­se des Autors — dürf­te gera­de eine …

Verteidigung der Trinität, der Wahrheit, des Denkens und der Tollheit

2019 war für mich durch das Lesen (und Hören) der Wer­ke von Carl R. Tru­e­man geprägt. Es ist ein neu­es Ereig­nis, sich aus­führ­li­cher mit ein und dem sel­ben Autor zu beschäf­ti­gen (viel­leicht müss­te man Mar­tin Luther aus­neh­men, in dem Fall mei­ne ich ein und den sel­ben zeit­ge­nös­si­schen Autor). Moti­viert haben mich die Autoren­pro­fi­le von Han­ni­el, mit dem Ziel, sich durch ein Gesamt­werk durch­zu­ar­bei­ten. Doch an das umfang­rei­che Werk von z.B. Car­son wag­te ich mich zunächst nicht. Somit ein Quick-Review über den Autor, Dozen­ten, Pas­tor, Pre­di­ger und Blog­ger Trueman:

Vor wem sollte ich mich fürchten?

Heu­te möch­te ich auf ein wei­te­res inter­es­san­tes Hör­spiel auf­merk­sam machen. Da ich den Text auf der CD-Hül­­le bereits sehr gut fand, möch­te ich die­sen hier wei­ter­ge­ben. Man schreibt das Jahr 1565. Pie­ter Titel­mann, ein gefürch­te­ter und grau­sa­mer Ver­fol­ger, hat die Auf­ga­be, jede Per­son fest­zu­neh­men, die nicht hin­ter der katho­li­schen Staats­kir­che steht. Clau­dia, die sich täg­lich der Unge­wiss­heit ihrer Zukunft aus­ge­setzt fin­det, ringt mit ihren Ängs­ten und erwägt sogar ihren Glau­ben auf­zu­ge­ben, um die Tren­nung ihrer Fami­lie zu ver­hin­dern. Die Wor­te „Vor wem soll­te ich mich fürch­ten“, wer­den die unun­ter­bro­che­ne Fra­ge und der Ent­schei­dungs­punkt ihres Lebens. Wer sich nicht zu sehr vor dem doch recht deut­li­chen russ­land­deut­schen Akzent abschre­cken lässt, bekommt ein soli­des Hör­spiel zu hören.  Es erin­nert uns in unse­rem Wohl­stand dar­an, dass vie­le der Chris­ten ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te für ihren Glau­ben teu­er bezah­len muss­ten. Bereits der Kir­chen­va­ter Ter­tul­li­an stell­te  im zwei­ten Jahr­hun­dert nach Chris­tus fest: Das Blut der Mär­ty­rer ist der Same der Kirche.

NEU: »Kirchen History«

Ges­tern bin ich auf eine span­nen­de Neu­ig­keit gesto­ßen. Offen­bar ist ein neu­es christ­li­ches Maga­zin in Vor­be­rei­tung: Kir­chen Histo­ry. Auf der Home­page heißt es: Kir­chen Histo­ry« ist das ers­te* deut­sche Maga­zin über Kir­chen­ge­schich­te. Der Slo­gan lau­tet »Die Geschich­te des christ­li­chen Glau­bens, span­nend erzählt!« und der ist Pro­gramm. Die Spra­che ist leicht, ver­dau­lich und kurz­wei­lig. Wir ver­lie­ren uns nicht in Details, son­dern stel­len das wesent­li­che in den Mit­tel­punkt. Die ers­te Aus­ga­be ist der­zeit in Arbeit. Die Ver­öf­fent­li­chung ist im Lau­fe von 2016 geplant. Mehr Infos in kür­ze! Auf der Face­­book-Sei­­te lie­fern die Macher wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Momen­tan sind wir noch auf der Suche nach einem Ver­lag und Ver­trieb. Es ist zunächst nur eine ein­zel­ne Pilot-Aus­­­ga­­be geplant, da wir der­zeit noch nicht abschät­zen kön­nen wie hoch das Inter­es­se ist und ob sich der Auf­wand (Arbeit + Kos­ten) lohnt. Zeigt uns in Form von Likes und Kom­men­ta­ren (hier oder auf der Web­sei­te) ob ihr so ein Maga­zin kau­fen wür­det (und dafür ca. 5 – 7€ aus­ge­ben wür­det). Es hängt also viel von euch ab! Wir freu­en uns auf euer Feed­back! Mehr Infos: kirchenhistory.wordpress.com

Buchbesprechung: Geschichte und Gott

Ich bin fest davon über­zeugt, dass zwar jeder­mann davon redet, wie wich­tig und hilf­reich soli­de Geschichts­kennt­nis­se sind, doch gleich­zei­tig sich kaum einer um sol­che bemüht. Das zeigt ein Blick auf das Ange­bot christ­li­cher Bücher zum The­ma Kir­chen­ge­schich­te. Betrach­tet man das The­ma Geschich­te all­ge­mein ist eine Deu­tung aus christ­li­cher Sicht noch sel­te­ner zu fin­den. Am ehes­ten fin­det man hier noch Mate­ri­al aus dem Mit­tel­al­ter (z. B. die Welt­chro­nik oder die Geschich­te der zwei Staa­ten von O. v. Frei­sing von 1146) oder von den Pie­tis­ten des vor­letz­ten Jahr­hun­derts. Nun wur­de die­se wich­ti­ge Lücke geschlos­sen und ein grund­le­gen­des Werk zur Inter­pre­ta­ti­on der Welt­ge­schich­te erschien vor eini­gen Wochen bei CV Dil­len­burg. Geschichts­dich­tung unter­liegt immer der Inter­pre­ta­ti­on durch den Betrach­ter. Dies bedeu­tet für den Chris­ten, dass ein For­schen in der Schrift und eine Grund­hal­tung des Ver­trau­ens gegen­über Gott ihm hel­fen kön­nen, die Gescheh­nis­se ver­gan­ge­ner Zei­ten bes­ser deu­ten zu können.

Jesus im Römerreich

Als die Zeit erfüllt war, sand­te Gott sei­nen Sohn. Gebo­ren ist Jesus in der Stadt Bet­le­hem in der Pro­vinz Judäa, auf­ge­wach­sen in Naza­reth in der Pro­vinz Gali­läa, die zum Impe­ri­um Roma­num gehö­ren. Die Berich­te von Jesus in der Bibel begin­nen mit einer Fest­le­gung des Schau­plat­zes im Römi­schen Reich und es wer­den Namen erwähnt wie Kai­ser Augus­tus und König Hero­des. Bei der Kreu­zi­gung spricht dann der römi­sche Statt­hal­ter Pila­tus das Urteil über Jesus und der Tetrarch Hero­des Anti­pas soll­te die Ver­ur­tei­lung über­prü­fen. Jesus leb­te somit als Jude im Römer­reich. Das Buch Jesus im Römer­reich von Erich Schne­pel könn­te dem Titel nach genau die­se Zeit beleuch­ten. Doch der Unter­ti­tel ver­rät, es geht weni­ger um Jesus als um die spä­te­ren Nach­fol­ger von Jesus im Römer­reich: Der Weg der Gemein­de Jesu in den ers­ten vier Jahr­hun­der­ten. Die­se Neu­auf­la­ge ist vom Ver­lag Voice of Hope in Koope­ra­ti­on mit dem Beta­ni­en Ver­lag her­aus­ge­ge­ben wor­den. Von 1936 bis 1977 gab es ins­ge­samt 10 Auf­la­gen die­ses Buches. Jetzt ist die­ser Band leicht über­ar­bei­tet und sprach­lich moder­ni­siert wie­der erhältlich.

NIMM UND LIES Verlosung 06/2013 *BEENDET*

UPDATE: Die Gewin­ner ste­hen fest und wer­den benach­rich­tigt: Hel­mut und Kon­stan­tin. Herz­li­chen Glück­wunsch! In eini­gen Bun­des­län­dern haben die Som­mer­fe­ri­en bereits begon­nen. Ger­ne ver­sor­gen wir euch mit Urlaubs­lek­tü­re. Dazu ver­lo­sen wir zwei Exem­pla­re von Der Puri­ta­nis­mus von Joseph Cham­bon. Der Her­aus­ge­ber schreibt zu die­sem Buch: Die­ser ein­ma­lig wich­ti­ge Bei­trag zur Kir­chen­ge­schich­te zeich­net aus­führ­lich die eng­li­sche und schot­ti­sche Refor­ma­ti­on nach und beleuch­tet das Wesen der puri­ta­ni­schen Bewe­gung, deren Weg er, ange­fan­gen bei John Knox, über den Pil­ger­vä­tern, dem Pres­by­te­ria­nis­mus, John Mil­ton, John Bun­y­an, Oli­ver Crom­well und Richard Bax­ter bis hin zu John Wes­ley ver­folgt. Wei­te­re Infos zum Buch und eine Ein­kaufs­mög­lich­keit: cbuch.de. Wir wol­len von Dir wis­sen: Hast Du bereits ein Buch von den Puri­ta­nern gele­sen? JA/NEIN. Wenn JA, wel­ches? Teil­nah­me­be­din­gun­gen: Beant­worte die oben genann­te Fra­gen im Kom­men­tar­be­reich. Unter allen Ant­wor­ten wer­den zwei Bücher ver­lost. Teil­nah­me­schluss: 28. Juni 2013, 23.59 Uhr Ver­sand kann nur an deut­sche Adres­sen erfol­gen. Los geht’s! Die Ver­lo­sung hat hier­mit begonnen!

Armin Sieszyn: 2000 Jahre Kirchengeschichte

Man kann die Geschich­te der Chris­ten­heit aus zwei ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven betrach­ten. Blickt man nur ober­fläch­lich, so könn­te man von Nega­tiv­erleb­nis­sen erdrückt wer­den. Die Geschich­te der Kir­che ist vol­ler Mord, Inqui­si­ti­on und Ver­fol­gung Anders­gläu­bi­ger und Anders­den­ken­der. Auch an Fehl­gän­gen, eigen­ar­ti­gen Inter­pre­ta­tio­nen und frag­wür­di­ger Moral fehlt es nicht. Aber wie gesagt, die­ses Bild ent­steht nur dann, wenn man ober­fläch­lich auf den Weg der Kin­der Got­tes sieht. Denn in Wirk­lich­keit ist wah­re Kir­chen­ge­schich­te eine Bestä­ti­gung der Ver­hei­ßung Got­tes, dass kei­ne irdi­sche noch teuf­li­sche Gewalt die Gemein­de über­win­den kann. Armin Sier­szyn gelingt es, genau die­se Wirk­lich­keit der Gemein­de Got­tes in sei­nem Werk aufzuzeigen.