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Der steinerne Apfel und andere Geschichten

Wie bereits letz­te Woche ange­kün­digt, soll hier bei nimm-lies.de eine wöchent­li­che Kolum­ne zu Charles H. Spur­ge­on ent­ste­hen. Chro­no­lo­gisch sinn­voll, haben wir letz­tes Mal ein Kind­heits­er­leb­nis von Spur­ge­on ver­ar­bei­tet und wol­len auch dies­mal eini­ge Erleb­nis­se aus sei­ner Kind­heit ver­öf­fent­li­chen. Obwohl ich mich vor allem an der Auto­bio­gra­phie Spur­ge­ons ori­en­tie­re, ver­su­che ich doch mög­lichst viel­fäl­ti­ge Quel­len zu ver­wen­den. Das fol­gen­de Erleb­nis zeigt auf anschau­li­che Wei­se, wie Spur­ge­on in jedem Erleb­nis eine Leh­re für das Leben sah (Auto­bio­gra­phie, S.26): Ich erin­ne­re mich an einen stei­ner­nen Apfel, den ich als Kind auf dem Kamin­sims ent­deck­te — er war einem Apfel herr­lich ähn­lich und auch sehr gut ange­malt. Ich beob­ach­te­te die­sen Apfel Jahr um Jahr, und er wur­de nicht rei­fer. Er faul­te auch nicht. Er war in einer her­vor­ra­gen­den Umge­bung, um weich und süß zu wer­den; wenn er doch nur ein­mal aus­rei­fen wür­de! Aber ich den­ke, dass nicht ein­mal die Son­ne des Äqua­tors oder der Tau des Her­mon ihn tafel­fer­tig gemacht hät­ten. Sei­ne har­te, mar­mor­ne Art hät­te selbst die Zäh­ne eines Rie­sen zer­bre­chen las­sen. Er war ein schein­hei­li­ger Pro­fes­sor, ein hart­her­zi­ger Spötter …