Alle Artikel mit dem Schlagwort: Jugend

Meine Real Life Story (und die Sache mit Gott) 

Phil­ipp Micken­be­cker ist 23 Jah­re alt; mit sei­nem Bru­der Johan­nes und Freun­den betreibt er einen You­Tube Kanal mit Mil­lio­nen­reich­wei­te (The Real Life Guys). Auf ihrem Kanal bau­en sie ein U‑Boot, brin­gen eine Bade­wan­ne zum Flie­gen, oder kon­stru­ie­ren eine Ach­ter­bahn in einem Bau­markt. Dabei wol­len sie Jugend­li­che dazu moti­vie­ren, statt ihre Zeit vor dem Bild­schirm zu ver­brin­gen, sich zurück ins rea­le Leben zu bege­ben, und sel­ber Din­ge zu unter­neh­men. Ihr Mot­to: «Do Some­thing». Phil­ipp bekam Mit­te 2020 sei­ne drit­te Krebs­dia­gno­se. Kurz davor ver­öf­fent­lich­te er sei­ne per­sön­li­che Real Life Sto­ry. Ich habe das Hör­buch dazu auf Spoti­fy ange­hört, dass der Autor sel­ber vor­liest.   Phil­ipp wuchs in einem christ­li­chen Eltern­haus auf und wur­de anfangs zu Hau­se unter­rich­tet. Doch ab der vier­ten Klas­se muss­ten er und sei­ne Geschwis­ter (neben sei­nem Zwil­lings­bru­der Johan­nes hat­te er noch eine Schwes­ter) an eine offi­zi­el­le Schu­le wech­seln, weil Home­schoo­ling in Deutsch­land nicht erlaubt ist. Zuhau­se lern­ten sie aus Inter­es­se. An der neu­en Schu­le wur­de die­ses Prin­zip umge­kehrt: die Leh­rer ver­ord­ne­ten den Lern­stoff. Die Schu­le wur­de, wie er schreibt, für sie zum Gefäng­nis. Aus Lan­ge­wei­le gestal­te­ten sie sich den Schul­all­tag selbst spannender, …

Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 3/3

Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in sei­ne Gedan­ken über wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens, radi­kale Nach­folge und das enor­me Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Tei­len. Nach dem ers­ten und zwei­ten Teil folgt nun der Schluss… Unter vie­len Men­schen ist Gleich­gül­tig­keit fest­zu­stel­len. Lei­der auch unter Chris­ten. Wie kann dage­gen vor­ge­gan­gen wer­den? Wil­helm Pahls: Sicher nicht durch stän­di­ge Ermah­nun­gen. Ermah­nung ist ganz wich­tig, aber laue Chris­ten, beson­ders in der Jugend­grup­pe, brau­chen vor allem bren­nen­de Vor­bil­der, die ande­re anspor­nen, ja regel­recht mit­rei­ßen. Inter­es­sant: Ich habe noch nie einen glück­li­chen Ego­is­ten gese­hen. Genau das ist aber das Pro­blem der Lau­en, dar­um sind sie in der Regel so unbe­frie­digt. Das Geheim­nis des Glücks liegt in der Hin­ga­be! Ich den­ke, es hängt auch damit zusam­men dass vie­le nicht wis­sen, wozu sie eigent­lich da sind. Lohnt sich der Ein­satz, was kommt dabei her­aus? Das hängt alles zusam­men. Vie­le wis­sen nicht, wofür sie arbei­ten. Sie wis­sen nicht, dass sich das lohnt. Und vie­le haben auch kei­ne Ret­ter­lie­be. Man geht davon aus, dass wir in Deutschland …

Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 23

Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in sei­ne Gedan­ken über wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens, radi­kale Nach­folge und das enor­me Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Tei­len. Nach dem ers­ten Teil folgt nun Teil zwei… Wie gelingt es uns trotz des mate­ri­el­len Wohl­stan­des inten­si­ver in der Abhän­gig­keit von Gott zu leben? Also ich den­ke, in unse­ren Gemein­den wird viel zu wenig über den Him­mel gepre­digt und nach­ge­dacht. Vie­le haben auch ein ganz fal­sches Ver­ständ­nis: „Wenn ich hier ster­be, dann holt Jesus mich Heim und dann bin ich bei ihm im Him­mel. Und dort wird es mir unglaub­lich gut gehen.“ Aber was das eigent­lich bedeu­tet, geret­tet zu sein, bei Jesus zu sein, das haben die aller­meis­ten gar nicht rich­tig ver­stan­den! Mein gan­zes Erden­le­ben ist ja nur eine Vor­be­rei­tung auf das ewi­ge Leben. Und das ewi­ge Leben wird ja so unglaub­lich viel­fäl­tig und inter­es­sant sein. Unser Zustand dort hat sehr viel mit dem zu tun, was wir als Bekehr­te hier unten gemacht haben. Man­che Leu­te wer­den so mit Ach und Krach geret­tet. Wie …

Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 13

Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in sei­ne Gedan­ken über wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens, radi­kale Nach­folge und das enor­me Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Tei­len. Vie­le christ­lich erzo­ge­ne Jugend­li­che haben Zwei­fel an ihrer Erret­tung, weil sie kei­ne „schwarz/weiß”-Umkehr erlebt haben. Oft sieht es dann so aus, dass die­se Jugend­li­chen schon in der Gemein­de sind und trotz­dem gehen sie bei der nächs­ten Evan­ge­li­sa­ti­on wie­der nach vor­ne und bei der nächs­ten wie­der… Was ist die Lösung? Wil­helm Pahls: Oft hört man Men­schen sagen, und zwar aus einer tie­fen Not her­aus: „Ich habe immer wie­der Pro­ble­me mit der Heils­ge­wiss­heit.“ Und jedes Mal, wenn sie eine erns­te Pre­digt hören, kommt wie­der die Fra­ge: „Bin ich wirk­lich wie­der­ge­bo­ren?“ Was ist über­haupt Heils­ge­wiss­heit? In dem Wort steckt das Wört­chen „Gewiss­heit“, das bedeu­tet auch Über­zeu­gung. Das Wort bedeu­tet ganz ein­fach: Ich bin davon über­zeugt, dass ich bekehrt und wie­der­ge­bo­ren bin! Das ist alles. Heils­ge­wiss­heit hat nichts mit Gefüh­len zu tun. Und war­um bin ich über­zeugt? Weil ich das sel­ber erlebt hab. Das kann mir ja …

Notlage: Eltern verlieren ihre Kinder

Vie­le Kin­der christ­li­cher Eltern sind offen­sicht­lich auf dem Weg ins Ver­der­ben. Im Leben ihrer Spröss­lin­ge gibt es kei­ner­lei Anzei­chen dafür, dass sie auf dem Weg in den Him­mel sind. „Wie man einen Kna­ben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird“, heißt es in Sprü­che 22,6. Dem­nach erzie­hen („gewöh­nen“) wir unse­re Kin­der nicht so, wie wir soll­ten, denn andern­falls wür­den sie auf dem guten, ange­wöhn­ten Weg blei­ben. Wir wol­len uns nun eini­ge Grün­de anschau­en, war­um Chris­ten ihre Kin­der ver­lie­ren. 1.) Eltern ver­säu­men es, Fami­li­en­an­dach­ten zu hal­ten In den meis­ten christ­li­chen Fami­li­en gibt es über­haupt kei­ne Andach­ten. Wenn das mal zur Spra­che kommt und es den Eltern pein­lich ist, wer­den eine kur­ze Zeit lang Andach­ten gehal­ten, damit sie sagen kön­nen, sie hät­ten wel­che. Der Vater muss dafür sor­gen, dass es eine regel­mä­ßi­ge Zeit des Bibel­le­sens und Betens gibt und dazu sinn­vol­le Fra­gen gestellt und Ant­wor­ten gege­ben wer­den, von denen alle pro­fi­tie­ren. 2.) Eltern züch­ti­gen ihre Kin­der nicht „Züch­ti­ge dei­nen Sohn, so wird er dich erqui­cken und dir Freu­de machen“ (Spr 29,17). Ein Vater, der seine …

Michael Putzi: Vom Eishockey-Profi zum Evangelisten

Der 31. Okto­ber hat mitt­ler­wei­le meh­re­re Bedeu­tun­gen. Vie­le Hun­der­te Jah­re war es ein Gedenk­tag für den Beginn der Refor­ma­ti­on. Erst seit eini­gen Jah­ren gewinnt die­ser Tag mit Hal­lo­ween sei­ne ursprüng­li­che, heid­ni­sche Bedeu­tung zurück. Als christ­li­che Jugend war uns eine Alter­na­ti­ve für die heid­ni­schen Fei­ern wich­tig. Um vor allem Jugend­li­che zu errei­chen führ­ten wir einen Got­tes­dienst mit dem jun­gen Evan­ge­lis­ten Micha­el Put­zi aus der Schweiz durch. In einem Inter­view gab er einen klei­nen Ein­blick in sein Leben. Update 01.05.2017: Wei­ter unten ver­lin­ken wir auf ein Video, in dem Michal Put­zi aus sei­nem Leben erzählt. Erst Eis­ho­­ckey-Pro­­­fi, dann Dro­gen­op­fer und zuletzt Pre­di­ger. Das ist ja kei­ne gewöhn­li­che Lauf­bahn, die man ein­schlägt. Kannst du etwas mehr dazu erzäh­len. Micha­el Put­zi: Mein abso­lu­ter Traum und mein Ziel war Eis­ho­ckey­pro­fi zu wer­den. Ich habe mein hal­bes Leben dar­in inves­tiert. Mit elf Jah­ren hab ich ange­fan­gen und alles auf die­se Kar­te gesetzt. 18 Jah­re habe ich gespielt. Natür­lich, wenn man in das Tee­­ny-Alter kommt wer­den auch ande­re Din­ge sehr inter­es­sant. Da hab ich mich auch mäch­tig ins Zeug gelegt. Das Trin­ken gehörte …