Alle Artikel mit dem Schlagwort: Jonathan Edwards

Sünder in der Hand eines zornigen Gottes

Jona­than Edwards war mir bis vor kur­zem — und eigent­lich immer noch — recht unbe­kannt. Ich den­ke neben den bei­den Kapa­zi­tä­ten White­field und Wes­ley wird die­ser letz­te der Puri­ta­ner ein­fach oft über­se­hen. Zudem war und ist sein Ein­fluss natür­lich in den USA viel grö­ßer als hier auf dem euro­päi­schen Fest­land. Den­noch möch­te ich auf die Pre­digt auf­merk­sam machen, die R.C. Sproul als die bekann­tes­te und wich­tigs­te Pre­digt bezeich­net, die jemals auf dem ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent gehal­ten wur­de: Sün­der in der Hand eines zor­ni­gen Got­tes. Hier­bei gelingt es Edwards zahl­rei­che theo­lo­gi­sche Leh­ren in kur­zer Zeit so deut­lich zu erklä­ren, dass jedem Zuhö­rer bzw. Leser klar wer­den muss, wel­che prak­ti­sche Bedeu­tung die­se Leh­ren für ihn haben. Got­tes Zorn ist gerecht­fer­tigt, denn jeder Mensch hat soviel Sün­de und Rebel­li­on auf sich gela­den, dass er nichts ande­res als die Höl­le ver­dient. Wenn er zu die­sem Zeit­punkt nur am Leben ist, so ist dies nichts ande­rem zu ver­dan­ken als der Lang­mut und dem Wil­len Gottes.

Buchrezension: Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben?

Die­ser Klas­si­ker wur­de vor fast 270 Jah­ren von einem Mann geschrie­ben, der bis heu­te in Ame­ri­ka als einer der größ­ten Phi­lo­so­phen und Theo­lo­gen geach­tet wird. Gleich­zei­tig ist er unter den Chris­ten als Erwe­ckungs­pre­di­ger an der Sei­te von Geor­ge White­field bekannt. Edwards hat die „Gro­ße Erwe­ckung“ in Ame­ri­ka mit­er­lebt – mit all den posi­ti­ven, aber auch den nega­ti­ven Begleit­um­stän­den wie z.B. ober­fläch­li­che Begeis­te­rung, Eksta­se, kör­per­li­chen, see­li­schen und geist­li­chen Ent­glei­sun­gen. Sei­ne Nüch­tern­heit und sei­ne schar­fe, geist­li­che Beob­ach­tungs­ga­be führ­ten dazu, dass er die­ses Buch schrieb, in dem er sei­ne Ein­drü­cke ana­ly­siert und mit der Bibel ver­gleicht, um den Erweck­ten damals wie heu­te eine Hil­fe zu bie­ten, mensch­li­che Begeis­te­rung von geist­li­cher Fröm­mig­keit zu unter­schei­den. Die­ses wich­ti­ge Werk, das – soweit wir wis­sen – nun zum ers­ten Mal in deut­scher Spra­che erschie­nen ist, zeigt, wel­che Emo­tio­nen und Ver­hal­tens­wei­sen bei „Erweck­ten“ nur flei­sch­­lich- reli­gi­ös und damit ungeist­lich sind – im Gegen­satz zu den Emo­tio­nen und Früch­ten, die der Geist Got­tes im Leben Wie­der­ge­bo­re­ner bewirkt.

Martyn Lloyd-Jones: Lies Jonathan Edwards!

Fol­ge D. Mar­tyn Lloyd-Jones‘ Emp­feh­lung! Ich rate dir: Lies Jona­than Edwards! Hör auf, vie­le ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen zu besu­chen; hör auf, nach ver­schie­de­nen For­men der Unter­hal­tung zu suchen, die in heu­ti­ger Zeit in evan­ge­li­ka­len Krei­sen so üblich gewor­den sind. Ler­ne, zu Hau­se zu blei­ben. Ler­ne, wie­der zu lesen und lese nicht nur die span­nen­den Geschich­ten gewis­ser moder­ner Leu­te. Keh­re zurück zu Soli­dem und Tie­fem und Ech­tem. Ver­lie­ren wir die Kunst des Lesens? Erwe­ckun­gen began­nen oft, nach­dem Men­schen wie­der Bän­de lasen, wie die­se zwei Bän­de von Edward’s Wer­ken. Män­ner, lest das. Ent­schei­de dich dafür. Lies sei­ne Pre­dig­ten; lies sei­ne prak­ti­schen Schrif­ten und set­ze fort mit bedeu­ten­den Abhand­lun­gen theo­lo­gi­scher The­men. D. Mar­tyn Lloyd-Jones, “Jona­than Edwards and the Cru­cial Impor­t­ance of Revi­val,” Puri­tans: Their Ori­gins and Suc­ces­sors (Edin­burgh: Ban­ner of Truth, 1987), 369 – 370. Gefun­den HIER. Lis­te deut­scher Bücher von und über Jona­than Edwards: Sind reli­giö­se Gefüh­le zuver­läs­si­ge Anzei­chen für wah­ren Glau­ben? Das Leben von David Brai­nerd (Tage­buch des India­ner­mis­sio­nars) Jona­than Edwards (Bio­gra­fie von Iain H. Mur­ray) Aus Edwards‘ Schatz­kam­mer (Aus­zü­ge aus Edwards Wer­ken) Timo­theus Maga­zin Nr. 11 — 2/2013 (ent­hält eine …

Zitat über Sarah Edwards‘ Frömmigkeit

Neu­lich las ich eini­ge Gedan­ken über Sarah Edwards‘ (Jona­than Edwards‘ Frau) Fröm­mig­keit, unter ande­rem einen Aus­schnitt, den ich sehr amü­sant fand. „Ein paar Jah­re spä­ter war es Sarah Edwards‘ Anse­hen als Chris­tin, das einem ver­le­ge­nen Pas­tor in Ports­mouth zu Hil­fe kam, sei­ne Fas­sung in einem denk­wür­di­gen Fall wie­der­zu­fin­den. Dies geschah anläss­lich der Ordi­nie­rung von Job Strong. Edwards war zum Pre­di­gen ein­ge­la­den wor­den, aber wegen der Ent­fer­nung hat­te ein ande­rer Pas­tor, Samu­el Moo­dy aus New York, sich als Ersatz­mann bereit­ge­hal­ten, falls der Pas­tor aus Nort­hamp­ton nicht ankom­men soll­te. Die in der Kir­che Ver­sam­mel­ten saßen dicht gedrängt, und vie­le brann­ten dar­auf Edwards zu hören. Der Got­tes­dienst soll­te anfan­gen, aber von dem erwar­te­ten Pre­di­ger war nichts zu sehen. Zögernd erhob sich Moo­dy […]. Er nahm sei­nen Platz ein und begann mit dem Got­tes­dienst. In dem Gebet, das der Pre­digt unmit­tel­bar vor­aus­ging, nahm er sich die Frei­heit sei­ne eige­ne Ent­täu­schung und die­je­ni­ge der Gemein­de­glie­der aus­zu­drü­cken, weil sie auf den ‚bedeu­ten­den Die­ner Got­tes, Rev. Mr. Edwards aus Nort­hamp­ton, ver­zich­ten müss­ten‘. Nach­dem er erst auf die­ses The­ma ein­ge­schwenkt war, fuhr Moo­dy fort, …

Angelesen: Jonathan Edwards

Mit der Bio­gra­phie von Jona­than Edwards hat Iain H. Mur­ray ein Monu­men­tal­werk geschaf­fen. 24 Jah­re nach der eng­li­schen Erst­aus­ga­be ist das Werk seit Febru­ar die­ses Jah­res auch in deut­scher Spra­che erhält­lich. Ich habe mich über die Neu­erschei­nung beim CLV sehr gefreut. Bis heu­te habe ich erst die Hälf­te des Buches gele­sen, aber schon jetzt kann ich sagen, das ich die­se Bio­gra­phie mit gro­ßem Gewinn gele­sen habe und ger­ne wei­ter­emp­feh­len wer­de. An die­ser Stel­le möch­te ich drei Zita­te aus den ers­ten Kapi­teln wie­der­ge­ben und kurz erläu­tern, war­um sie für mich wich­tig gewor­den sind.

Blognews 01/06/2011

SCM über­nimmt SKV-Edi­­ti­on — Die Stif­tung christ­li­che Medi­en wächst wei­ter. Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr der Johan­­nis-Ver­­lag durch die größ­te evan­ge­li­ka­le Ver­lags­grup­pe über­nom­men wur­de, erwei­tert die SCM ihr Ange­bot im Geschenk- und Kalen­der­be­reich. Der tra­di­ti­ons­rei­che Ver­lag SKV-Edi­­ton gehör­te wie der Johan­­nis-Ver­­lag zur St. Johan­­nis-Dru­­cke­­rei, die bereits im ver­gan­ge­nen Jahr Insol­venz anmel­den muss­te. DIE HÜTTE und ihre Fol­gen — Auf dem Blog distomos.blogspot.com hat Georg Wal­ter gleich zwei Arti­kel über den Umgang der Süd­li­chen Bap­tis­ten mit dem Best­sel­ler „DIE HÜTTE“ und mög­li­che Aus­wir­kun­gen auf das (zukünf­ti­ge) Got­­tes-Bild vie­ler Evan­ge­li­ka­ler ver­öf­fent­licht. Rezen­sio­nen — Auch ande­re Sei­ten im Netz beschäf­ti­gen sich mit Büchern. War­um jeder Christ die Bio­gra­fie „Jona­than Edwards — ein Leh­rer der Gna­de und die gro­ße Erwe­ckung“ lesen soll­te, offen­bart Kurt Vet­ter­li auf sei­nem Blog Netz­re­den. Wir haben bereits auf das Buch „Getrenn­te Wege“ aus dem BOAS-Ver­­lag hin­ge­wie­sen. Sound7.de hat das Buch nun gele­sen und weckt Inter­es­se das Buch zu lesen.

Vorschau: Das Leben von David Brainerd

Ich habe es soeben erblickt. Der 3L Ver­lag kün­digt das äußerst bedeu­ten­de Buch Das Leben von David Brai­nerd (Ori­gi­nal­ti­tel: Life & Dia­ry of David Brai­nerd) für den 6. Mai an. In der deut­schen Über­set­zung erscheint das Tage­buch eines India­ner­mis­sio­nars erst­ma­lig. Bis­her erschien in den sieb­zi­ger Jah­ren ledig­lich ein Aus­zug sei­nes Tage­buchs im Bren­dow Ver­lag. Der Autor der bewe­gen­den Bio­gra­fie ist kein gerin­ge­rer als Jona­than Edwards, die größ­te intel­lek­tu­el­le Gestalt Ame­ri­kas im 18. Jahr­hun­dert.  Hier der Ver­lags­text: In die­sem Buch hat Jona­than Edwards das Tage­buch und die Auf­zeich­nun­gen des India­ner­mis­sio­nars David Brai­nerd zusam­men­ge­stellt und zu einer Erzäh­lung ver­wo­ben. In sei­nen Betrach­tun­gen zeich­net Jona­than Edwards gewis­ser­ma­ßen ein Por­trät von David Brai­nerd und fügt die jewei­li­gen Tage­buch­ein­trä­ge und Auf­zeich­nun­gen wie Puz­zle­tei­le zu einem gro­ßen Gesamt­bild zusam­men. Mit die­sem Buch wird der Leser nicht nur Gele­gen­heit haben, zu sehen, was die äuße­ren Umstän­de und außer­ge­wöhn­li­chen Ereig­nis­se im Leben die­ses Men­schen waren und wie er jeden Tag sei­ne Zeit ver­brach­te sowie was sein äuße­res Ver­hal­ten betrifft, son­dern auch, was in sei­nem Her­zen vor­ging. Es gibt zwei Wege, der Welt wah­re Frömmigkeit …