Alle Artikel mit dem Schlagwort: John Piper

Schmeckt und Seht

Zu Weih­nach­ten haben wir die­ses Andachts­buch von John Piper geschenkt bekom­men und hat­ten nun Zeit zum anle­sen. Das Buch, das der Autor für sei­ne Adop­tiv­toch­ter Tali­tha geschrie­ben hat, unter­schei­det sich wahr­schein­lich vor allem durch die Län­ge der „Arti­kel“ von ande­ren Andachts­bü­chern. Die ein­zel­nen Bei­trä­ge sind meis­tens drei Sei­ten lang, womög­lich zu lang, um den Text als kur­zen Andachts­text am Mor­gen zu lesen. Dafür sind es auch „nur“ ins­ge­samt 140 gewähl­te Tex­te. Man steht also nicht unter Druck, jeden Tag einen Arti­kel zu lesen. Im Grun­de fühlt es sich an, als wür­de man Blog-Arti­­kel von Desi­ring­God lesen. Ent­spre­chend bunt ist auch die Band­brei­te der Arti­kel ange­legt. Die Arti­kel rei­chen von „Gedan­ken nach dem 11. 09.2001“, über „Gebets­an­lie­gen von Pas­to­ren“, bis zu Lek­tio­nen, die Piper aus dem Leben ver­gan­ge­ner Chris­ten­ge­nera­tio­nen zieht, wie Brai­nerd, Sime­on, und bei Piper wohl fast obli­ga­to­risch, Jona­than Edwards.  In den meis­ten Arti­keln jedoch zieht uns der Autor in die Neu­ent­de­ckun­gen sei­ner per­sön­li­chen Bibel­le­se hin­ein. Vor allem wenn er über weni­ger beach­te­te Ver­se schreibt, wie z.B. Hi. 5,8−10 (Stau­nen über das Wun­der von Regen) …

Corona und Christus

„Der Grund, war­um wir es alle ver­die­nen, umzu­kom­men, ist nicht eine Lis­te von Regel­ver­stö­ßen, son­dern der unend­li­che Wert, den wir ver­ach­tet haben – der unend­li­che Wert all des­sen, was Gott für uns in Jesus Chris­tus bedeu­tet“ (J. Piper in Coro­na und Chris­tus, S 64f.)  John Piper hat unmit­tel­bar nach Aus­bruch der Coro­­na-Kri­­se ein Buch über die­ses alles beherr­schen­de The­ma ver­fasst. Gera­de weil wir lang­sam anfan­gen, uns auf ein Leben mit dem Virus ein­zu­stel­len, freue ich mich auf die deut­sche Über­set­zung des Buches, die von E21 der­art schnell rea­li­siert wur­de. Hut ab! Pipers Ant­wort ist in vie­ler­lei Wei­se befrei­end: Er ver­weist immer wie­der dar­auf, dass es sich lohnt, Gott zu ver­trau­en. Gott ist ein uner­schüt­ter­li­cher Fels, des­sen Wort abso­lut zuver­läs­sig ist. Hier zei­gen 50 Jah­re Pas­to­ren­dienst ihre fei­nen und sen­si­blen Früch­te. Damit unter­schei­det sich Pipers Ansatz mei­nes Erach­tens deut­lich von dem Ansatz des evan­ge­li­ka­len Fun­da­men­ta­lis­mus hier­zu­lan­de, der kei­ne Ant­wort auf die Pan­de­mie geben kann und ich wür­de hin­zu­fü­gen, auch kei­ne Ant­wort geben will. Ein Bei­spiel: Bereits am 22.03.2020 ver­öf­fent­lich­te die EFK Ried­lin­gen auf You­tube eine Pre­digt, die sich …

Tipp: Desiring God

Joy is not optio­nal. It’s essen­ti­al Die­se Aus­sa­ge (Freu­de ist kei­ne Opti­on. Sie ist Grund­le­gend) ist zen­tral für den Dienst von John Piper. Man muss sei­nen Hedo­nis­mus nicht mögen, den­noch ist Piper als guter Autor auch im deutsch­spra­chi­gen Raum durch die zahl­rei­chen Über­set­zun­gen des CLV-Ver­­la­­ges bekannt. Ich habe bis­her kei­ne sei­ner theo­lo­gi­schen Wer­ke, dafür aber eini­ge sei­ner kurz­ge­fass­ten Bio­gra­phien zu zahl­rei­chen Män­nern Got­tes gele­sen. Auf der Home­page von John Piper fin­den sich zahl­rei­che Mate­ria­li­en, dar­un­ter auch eine beacht­li­che Men­ge an kos­ten­frei­en E‑Books. Bei Desi­ring God gefällt mir auch die Rubrik Ask Pas­tor John. Ich habe zwar noch nicht pro­biert mei­ne Fra­gen los­zu­wer­den, aber habe regel­mä­ßig eini­ge sei­ner Arti­kel gelesen.

Bücher, die den Schlaf versüßen

Es gibt wie­der eine deut­sche Neu­erschei­nung von John Piper. In Schmeckt und seht — Got­tes Über­le­gen­heit in allen Lebens­la­gen genie­ßen führt Piper den Leser in die Nähe Got­tes. Nicht nur kampf­mü­de Gläu­bi­ge fin­den dar­in Ermu­ti­gung, Hil­fe und Weg­wei­sung im Auf­schau­en auf den leben­di­gen Gott. Ich habe das Buch noch nicht gele­sen. Aber das Vor­wort hat mich sofort ange­spro­chen. Dar­in erklärt Piper, war­um er das Buch geschrie­ben hat. Gleich­zei­tig gibt er wohl den wich­tigs­ten Grund an, war­um wir gute Bücher lie­ben und lesen: Die bes­ten Schrei­ber erhö­hen unse­ren Genuss an der Bibel und unse­re Freu­de an Gott selbst. Die­sen Anspruch hat John Piper an sein eige­nes Buch. Die­sen Anspruch soll­te jeder christ­li­che Autor haben. Auch wir Leser kön­nen unse­ren Lese­ge­schmack und unse­re Aus­wahl an die­sem Anspruch tes­ten. Hier ist das Vor­wort in vol­ler Län­ge: John Cot­ton – ein Pas­tor aus Bos­ton, der 1652 starb – hat­te einen geist­li­chen Geschmack, der dem Durch­schnitts­men­schen heu­te unver­ständ­lich ist. Im Alter wur­de er ein­mal gefragt, war­um er bis spät in die Nacht hin­ein las. »Weil ich mei­nen Mund ger­ne mit einer Por­ti­on Cal­vin ver­sü­ße, ehe …

Buchrezension: Gewürdigt zur Schmach

Nach der Ver­öf­fent­li­chung von „Über­wäl­tigt von Gna­de“, „Stand­haft im Lei­den“ und „Beharr­lich in Geduld“ liegt nun end­lich ein wei­te­rer Band von John Piper mit kur­zen Lebens­skiz­zen drei­er Män­ner Got­tes vor. Piper beab­sich­tigt hier­bei aller­dings nicht einen umfas­sen­den Über­blick über das Leben und Wir­ken der aus­ge­wähl­ten Per­so­nen zu geben, son­dern hebt jeweils einen bestimm­ten Aspekt im Leben der Prot­ago­nis­ten her­vor. Im vor­lie­gen­den Buch geht es nun um das The­ma „Leid“ im Leben Wil­liam Tyn­da­les – der die Bibel ins Eng­li­sche über­setz­te, des Mis­sio­nars John Paton – der die „neu­en Hebri­den“ mis­sio­nier­te und Ado­ni­ram Jud­sons – der die Bot­schaft von Chris­tus nach Bir­ma brach­te. Das Buch beginnt mit einem Ein­füh­rungs­ka­pi­tel, in dem Piper die The­se for­mu­liert, dass Leid weni­ger ein Begleit­um­stand des Mis­si­ons­diens­tes ist, son­dern viel­mehr zur gött­li­chen Mis­si­ons­stra­te­gie dazu­ge­hört: „Ich spre­che nicht nur über die Tat­sa­che, dass durch die Ver­kün­di­gung an vor­ders­ter Front Lei­den ent­ste­hen. Ich rede viel­mehr eben­so von der Tat­sa­che, dass die­se Lei­den zu der von Gott beab­sich­tig­ten Stra­te­gie gehö­ren, die in der Mis­si­on zum Erfolg führt.“ (S. 22).

Buchrezension: Einfach himmlisch! Was die Ehe über Gott zeigt

Ich habe schon eini­ge Bücher zum The­ma Ehe gele­sen. Doch kei­nes ist wie Ein­fach himm­lisch! Mit die­sem Buch ist John Piper ein Meis­ter­werk gelun­gen. Wäh­rend die aller­meis­ten christ­li­chen Bücher zum The­ma Ehe mehr oder weni­ger gute Rat­ge­ber sind, offen­bart Ein­fach himm­lisch! das grund­sätz­li­che Ziel und den über­ge­ord­ne­ten Zweck der Ehe. Ich bin beein­druckt und möch­te es nicht nur für Ehe­paa­re, son­dern unein­ge­schränkt jedem Chris­ten wei­ter­emp­feh­len! „Mit die­sem Buch möch­te ich Ihren Hori­zont im Blick auf die Ehe erwei­tern. Wie Bon­hoef­fer sagt: Sie ist mehr als nur die Lie­be zwei­er Men­schen für­ein­an­der. Weit mehr. Die Bedeu­tung der Ehe ist unend­lich groß. Und das sage ich ganz bewusst so. Die Ehe ist das Modell des Lie­bes­bun­des zwi­schen Chris­tus und sei­nem Volk.“ So beschreibt Piper tref­fend das Ziel des Buches.

E. S. Williams: Wer sind die „Neuen Calvinisten?“

Vie­le kön­nen mit dem Cal­vi­nis­mus nichts anfan­gen. Ande­re freu­en sich dar­über, dass der Cal­vi­nis­mus in Deutsch­land immer mehr an Akzep­tanz gewinnt. Was aber ist der „Neue Cal­vi­nis­mus“ und wel­che füh­ren­den Per­so­nen sind damit gemeint? Muss davor gewarnt wer­den? Oder soll­te man sich dar­über freu­en? E.S. Wil­liams hielt auf der dies­jäh­ri­gen School of Theo­lo­gy im Metro­po­li­tan Taber­na­cle in Lon­don zwei Vor­trä­ge über die Neu­en Cal­vi­nis­ten. Die­se Vor­trä­ge hat der Beta­ni­en Ver­lag vor Kur­zem als Bro­schü­re her­aus­ge­ge­ben. Dies ist ein muti­ger Schritt, weil in die­ser Schrift zwei berühm­te ame­ri­ka­ni­sche Pas­to­ren und Autoren kri­ti­siert wer­den, die in den letz­ten zwei Jah­ren Deutsch­land mit ihren Vor­trä­gen besuch­ten. Die Rede ist von Tim Kel­ler der 2011 Vor­trä­ge in Ber­lin hielt und John Piper, der die­ses Jahr in Ham­burg auf der Evan­­ge­­li­u­m­21-Kon­­fe­­renz sprach. Bei­de Per­so­nen wer­den in Deutsch­land durch ihre Bücher  immer popu­lä­rer. Bei­de sind neben Mark Dis­croll und Albert Moh­ler die füh­ren­den Per­so­nen der neu­en Cal­vi­nis­ten in den USA. Doch längst nicht nur dort ist ihr Ein­fluss auf die Chris­ten­heit enorm. Wer deren Web­sei­ten unter­sucht, stellt fest, dass sie welt­weit aktiv sind.

Keine Zeit zum lesen?

Neh­men wir an du liest ungefähr 250 Wor­te in der Minu­te und du beschließt täglich nur 15 Minu­ten in einem ernst­zu­neh­men­den theo­lo­gi­schen Werk zu lesen, um dein Verständnis von bibli­schen Wahr­hei­ten zu ver­tie­fen. In einem Jahr (365 Tage) würdest du so 5.475 Minu­ten lesen. Mul­ti­pli­zie­re das mit 250 Wörtern pro Minu­te und du erhältst 1.368.750 Wörter pro Jahr. Die meis­ten Bücher haben zwi- schen 300 und 4oo Wörter pro Sei­te. Wenn wir also von 350 Wörtern pro Sei­te aus­ge­hen, kom­men wir in einem Jahr auf 3.910 Sei­ten. Das bedeu­tet, dass du – bei 250 Wörtern pro Minu­te und 15 Minu­ten am Tag – in einem Jahr ungefähr 20 durch­schnitt­lich dicke Bücher lesen kannst … John Piper (Desi­ring God Blog; 15.11.2011), fest & treu — 2/2012