Alle Artikel mit dem Schlagwort: John Charles Ryle

Fünf Märtyrer – Treu bis in den Tod

Es gibt gewisse geschichtliche Tatsachen, die die Welt mit aller Kraft zu vergessen und zu verdrängen sucht. Diese Fakten kollidieren mit einigen Lieblingstheorien dieser Welt und sind darum höchst unerwünscht. Die Konsequenz ist dann, dass die Welt die Augen vor ihnen verschließt… In gewissen Kreisen ist es Mode geworden, einfach zu leugnen, dass es so etwas gibt wie die Gewissheit über religiöse Wahrheiten oder Überzeugungen, für die man sich verbrennen zu lassen bereit wäre. Dies sind Worte des anglikanischen Bischofs John Charles Ryle. Tatsächlich ist er einer der wenigen Anglikaner, der bei der evangelikalen Christenheit bekannt und beliebt ist. Selbst Spurgeon, obwohl sonst nicht so gut auf die anglikanische Kirche zu sprechen, bezeichnete ihn als einen außergewöhnlich begabten Ausleger. Dieses Buch beschreibt die Biographie der fünf englischen Reformatoren und Märtyrer Hooper, Taylor, Latimer, Bradford und Ridley. Vorher jedoch gibt der Autor einen sehr interessanten Einblick zu den Ursachen der Verbrennungen der Reformatoren in einem umfangreichen Vorwort. Ausführlich erläutert er die Verfolgungen der Königin Maria die Erste (nicht umsonst „die Blutige“ genannt ).

Die Pflichten der Eltern

Mich begeistern vor allem alte Bücher. Vor wenigen Wochen wurde so ein altes Buch von 1888 neu aufgelegt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug darauf vorbereiten und prägen lassen. Was kann man von einem Buch über Kindererziehung aus dem 19. Jahrhundert erwarten? Ich war gespannt, und begann ziemlich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lektüre. „Grundregeln biblischer Erziehung“ als Untertitel gab mir Orientierung und ich stellte mich auf einige kurz gefasste Hauptaufgaben in der Erziehung ein. Der Autor gibt 17 Grundregeln weiter, die er zu den Wichtigsten zählt. Er leitet ein mit den Worten: „Lehne meine Ratschläge nicht ab, weil sie ungeschminkt und einfach sind. Verachte sie nicht, weil sie nichts Neues enthalten. Sei gewiss: Wenn du Kinder für den Himmel erziehen willst, solltest du diese Ratschläge nicht leichtfertig über Bord werfen.“ S. 12