Alle Artikel mit dem Schlagwort: Jerry Bridges

Was ist Gnade?

Hier habe ich einen interessanten Aufsatz von Jerry Bridges gefunden, denn ich gerne mit euch teilen möchte. Bridges ringt um die rechte Definition von „Gnade“. Als Analogie beschreibt er das gütige Verhalten seiner Mutter gegenüber heimatlosen amerikanischen Wanderarbeitern, sogenannten Hobos. Während diese keinen Anspruch zur Gnade (in Ihrem Fall ein warmes Essen) hatten, hat ein Sünder nicht nur keinen Anspruch auf Hilfe, nein vielmehr hat er nur Anspruch auf eine Bestrafung (Abweisung). Gottes Gnade richtet sich nicht nur an Personen, die keinen Verdienst vorweisen können, sondern sogar an solche, die Unrecht begangen haben. Göttliche Gnade ist mehr als ein unverdientes Geschenk. Ein wichtiges Element im biblischen Verständnis von Gnade ist das Vorhandensein von begangenem Unrecht, [das geahndet werden müsste]. Außerdem findet beim Sünder eine persönliche Verachtung gegen Gott statt. Die Sünde eines Menschen verstößt nicht nur gegen das Gesetz Gottes sondern auch gegen die Person Gottes. Wenn Gott hier Gnade walten lässt, ohne Vergeltung jedoch würde er die Gerechtigkeit untergraben. Vor allem diesen wichtigen Punkt zu illustrieren gelingt Bridges gut: Nun wollen wir einen weiteren Faktor in …

Zehn Fragen an Jerry Bridges

Die beiden Bücher „Streben nach Heiligkeit“ und „Gott vertrauen“ sind eigentlich Klassiker christlicher Literatur. Leider hat man Bridges‘ Bücher hier in Deutschland fast schon aus den Augen verloren. Vielleicht hilft dieses Interview dabei, auf diesen Autor wieder aufmerksam zu werden. 1. Wie kamen Sie dazu, Bücher zu schreiben? Ich habe durch schwere Erfahrungen gelernt, dass der Entwurf der Bibel zum Thema Heiligung etwas ist, was ich “Abhängige Verantwortung“ nenne. Das bedeutet, wir sind verantwortlich dafür, geistliche Disziplin zu üben, die zum Gehorsam führt, aber wir sind vom Heiligen Geist abhängig, der uns ermöglicht so zu handeln. Ein alter Freund von mir ermutigte mich, das Schreiben zu versuchen. Somit schrieb ich mein erstes Buch: The Pursuit of Holiness (Deutsch: Streben nach Heiligkeit, EBTC), welches die Grundlagen der „abhängigen Verantwortung“ lehrt. Das Buch wurde 1978 veröffentlicht. Seit dem gab Gott mir immer wieder Ideen für andere Bücher. 2. Ist aktuell ein neues Werk geplant? Ich bin gerade dabei ein Buch zu beenden, mit dem vorläufigen Titel: „Humility in Action: The Character Traits of the Eight Beatitudes (Deutsch: …

Tipp: Gott vertrauen

Als ich das Buch gesehen habe dachte ich im ersten Moment, nicht noch ein Buch über Gott vertrauen, davon hört man so viel und liest auch eine Menge davon. Aber als ich es dann angefangen habe zu lesen, dachte ich nur: ,, Wow, das ist ja ganz anders als sonst!“. Dadurch, dass der Autor die  Eigenschaften Gottes so lebensnah erklärt, und sie auf das Leben anwendet, hat sich durch dieses Buch in meinem Denken, Handeln und Vertrauen und besonders auch über das schwierige Thema Leid, wohin Jerry Bridges mit diesem Buch hauptsächlich hinarbeitet, viel verändert. Ich habe davor gewusst dass ich Gott vertrauen kann, aber ich habe es irgendwie nicht getan. In meinem Leben als Christ sah es irgendwie nicht so danach aus. Im Bereich des Leids lehrt die Bibel uns drei wesentliche Wahrheiten über Gott, die wir glauben müssen, wenn wir ihm in Notsituationen vertrauen wollen. Jemand hat diese drei Tatsachen mal so zusammengefasst: In seiner Liebe möchte Gott stets das beste für uns. In seiner Weisheit weiß er immer, was das beste für uns …

Streben nach Heiligung

Auf dem Einband des Buches ist ein Bild, welches eine alte Steintreppe darstellt, die geradlinig nach oben führt. Damit soll wohl angedeutet werden, dass ein Streben nach Heiligung gleichzeitig ein Streben nach oben ist – zum Höchsten, zu dem, der sich selbst „der Heilige“ nennt und der alleine wirklich heilig ist. In diesem Buch erläutert der Autor die Notwendigkeit und die Voraussetzungen für die persönliche Heiligung. Nach einer kurzen Worterklärung über Heiligung, beschreibt Jerry Bridges die Heiligkeit Gottes und die seines Sohnes und unseres Erlösers Jesus Christus. Um also ein Teil dieser göttlichen Familie zu sein und zu bleiben, müssen wir ebenfalls Heilige sein: Denn ich bin der HERR, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig; (3Mo 11,44). Damit sind die Voraussetzungen und die Dringlichkeit der Sache eindeutig geklärt und Jerry Bridges geht in seiner Ausführung über von dem „warum“ und „wer“, zu dem „wie“. Der Geheiligte steht in dieser Welt in einem andauernden und erbitterten Kampf, seine Reinheit zu bewahren. Der Widersacher, der Teufel, wird seine …