Alle Artikel mit dem Schlagwort: Israel

Spurgeon  — wie ihn keiner kennt?

Ich möch­te auf zwei Zita­te auf­merk­sam machen, die man von Spur­ge­on wahr­schein­lich nicht erwar­ten wür­de: Das ers­te habe ich in der 7ten von ihm über­haupt schrift­lich ver­öf­fent­lich­ten Pre­digt zum The­ma „The Church of Christ“ gefun­den. Gera­de­zu pro­phe­tisch sieht Spur­ge­on die Zukunft Isra­els vor Augen. Neben einem offen­sicht­lich phy­si­schen Isra­el, das Spur­ge­on im Blick hat, fällt auch die posi­ti­ve Escha­to­lo­gie auf. Die Hoff­nung, dass schon bald die gan­ze Welt „evan­ge­li­ka­li­siert“ wird, erwies sich bekannt­lich als Trug­schluss und aus der über­aus posi­tiv enthu­si­as­ti­schen Pha­se, die sicher bis in den Anfang des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts unter Evan­ge­li­ka­len anhielt, folg­te spä­tes­tens nach dem ers­ten Welt­krieg eine frus­trie­ren­de Ernüch­te­rung. Das wäre sicher­lich eine inter­es­san­te Stu­die, in wie weit auch die Eupho­rie um Spur­ge­on zu die­ser Ent­wick­lung bei­getra­gen hat: „Not long shall it be ere they shall come-shall come from distant lands wher’er they rest or roam; and she who has been the off­s­cou­ring of all things, who­se name has been a pro­verb and a byword, shall beco­me the glo­ry of all lands. Dejec­ted Zion shall rai­se her head, shaking herself from dust, and darkness, and …

„Frieden im Klassenzimmer“

„Päd­ago­gisch wert­voll“, „wer­be­frei“, „emp­foh­len von der Stif­tung Lesen“ sind nur eini­ge der Lobes­hym­nen, mit der die Kin­der­zeit­schrift „Ben­ni“ bewor­ben wird. In der Tat ist die Auf­ma­chung gelun­gen, das Maga­zin ist durch­aus kon­ser­va­tiv ange­legt und ich habe ein Exem­plar in einer katho­li­schen Kir­che bekom­men. Eine Recher­che zeigt auch die Her­kunft des Maga­zins aus dem Welt­bild-Ver­lag. Was natür­lich jedem sofort klar wird, wenn er sich säku­la­re Kin­der­zeit­schrif­ten anschaut, wie „Geo­li­no“, „Dein Spie­gel“ etc., ist die unglaub­li­che Mei­nungs­be­vor­mun­dung in die­sen Zeit­schrif­ten. Man gehe nur mal in die Biblio­thek und mache sich selbst ein Bild davon. Die The­ma­ti­ken sind vor­ge­ge­ben. Es wird in den bes­ten Tönen von einem wach­sen­den Euro­pa geschrie­ben, in „Dein Spie­gel“ las ich vor eini­ger Zeit, wie schäd­lich und töricht doch der Bre­x­it sei, und eini­ge Poli­ti­ker wol­len sich total gegen jede Logik einer wach­sen­den Glo­ba­li­sie­rung stel­len. Vege­ta­ris­mus ist total in, Pro­tek­tio­nis­mus defi­ni­tiv out. Eine libe­ra­le, freie Gesell­schaft ist total toll, vor allem wenn Euro­pa noch mehr zusam­men­wächst usw. Neu­tra­le Bericht­erstat­tung wird ja immer sel­te­ner, in Kin­der­ma­ga­zi­nen gehört die­se längst der Ver­gan­gen­heit an. Die Zie­le sind …

Unter Linken — Ein schönes Versehen

Die Regel ist, dass auf eddi-on.de beson­ders emp­feh­lens­wer­te CHRISTLICHE Bücher und ande­re Medi­en vor­ge­stellt wer­den. Heu­te wer­de ich jedoch eine Aus­nah­me machen. Ich möch­te euch „Unter Lin­ken“ vor­stel­len. Der Autor Jan Fleisch­hau­er arbei­tet für das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Der Spie­gel“. Der „Spie­gel“ ist nun wirk­lich nicht bekannt, Sym­pa­thie für den christ­li­chen Glau­ben zu hegen. Auch die poli­ti­sche Grund­hal­tung liegt sicher­lich nicht im kon­ser­va­ti­ven Milieu. Jan Fleisch­hau­er scheint hier jedoch eine erfreu­li­che Aus­nah­me in der Redak­ti­on des „Spie­gels“ zu sein. Da in mei­ner Frei­zeit, wie bei vie­len, die tat­säch­li­che Frei­zeit und somit auch Lese­zeit begrenzt ist, nut­ze ich mei­nen Büro­stuhl am Arbeits­platz in den Pau­sen als Lese­ses­sel. In den letz­ten Wochen nun, las ich „Unter Lin­ken – Von einem, der aus Ver­se­hen kon­ser­va­tiv wur­de“. Ich muss sagen, dass ich bei kei­nem in den Pau­sen gele­se­nen Büchern regel­mä­ßig in mich hin­ein lachen muss­te. Aber die­ses Buch hat es geschafft. Aber wor­um geht es in die­sem mich so amü­sie­ren­den Buch eigent­lich? Es geht, wie der Titel schon sagt, um die Lin­ken in unse­rem Lan­de. Weni­ge sind es nicht. Bei den letzten …