Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hörbuch

CD: Drei Tage aus Gellerts Leben

Mit Sym­pa­thie und Wohl­wol­len beob­ach­te ich die Hör­spiel­ver­öf­fent­li­chun­gen klei­ner christ­li­cher Ver­la­ge. Dabei ist mir ein kur­zes Hör­spiel (37 Min.) über den Lie­der­dich­ter und Schrift­stel­ler Chris­ti­an Fürch­te­gott Gel­lert auf­ge­fal­len. In einer klei­nen, unge­heiz­ten Stu­be zu Leip­zig saß Chris­ti­an Fürch­te­gott Gel­lert vor sei­nem Schreib­tisch und stütz­te den Kopf in die Hän­de. Auf dem Tisch lag eine Bibel, die bei Hiob 2,10 auf­ge­schla­gen war. „Haben wir Gutes emp­fan­gen von Gott und soll­ten das Böse nicht auch anneh­men?“ Die­ser Bibel­vers hat­te ihn dazu bewegt, ein Lied zu schrei­ben. Nie hät­te er ahnen kön­nen, was die­ses Lied in den nächs­ten drei Tagen alles bewir­ken wür­de … Das Hör­spiel basiert auf einem Buch aus dem 19. Jahr­hun­dert und ist sprach­lich eher gering­fü­gig an die heu­ti­ge Spra­che ange­passt. Ich schät­ze es sehr, wenn bis­her wenig bekann­te span­nen­de Per­sön­lich­kei­ten in Hör­spiel­form bekannt gemacht wer­den. Lei­der hat das Hör­spiel eini­ge Schwä­chen, die den Hör­ge­nuss etwas trü­ben. Die Erzäh­le­rin nimmt einen gro­ßen Teil ein und unter­bricht den Fluss des Hör­spiels. Man­che Sät­ze sind über­flüs­sig, da sie hör­ba­res beschrei­ben. Ande­re beschrie­be­ne Hand­lun­gen hät­ten ohne viel Mühe „hör­bar“ gemacht …

Tipp: Zhang hat Angst!

Es drin­gen nicht vie­le Infor­ma­tio­nen aus dem abge­schot­te­ten Nord­ko­rea ins Aus­land. Umso inter­es­sier­ter hör­te ich das neue Hör­buch „Zhang hat Angst!“, um einen klei­nen Ein­blick in das Land zu gewin­nen, wel­ches seit Jah­ren auf Platz 1 der Chris­ten­ver­fol­gung steht. Die Geschich­te beruht auf einer wah­ren Bege­ben­heit und berich­tet aus der Kind­heit von Zhang. Als Hörer gewinnt man einen blei­be­nen Ein­druck. Mit wel­chen per­fi­den Metho­den nach heim­li­chen Chris­ten gesucht wird, wie die Kin­der benutzt wer­den, zu Ver­rä­tern ihrer eige­nen Eltern zu wer­den. Und wie schwie­rig es für christ­li­che Eltern in einem Land wie Nord­ko­rea ist, ihre Kin­der im Glau­ben an Jesus Chris­tus zu erzie­hen. Das Hör­buch ist mit sei­nen 65 Minu­ten schnell zu Ende und alles ande­re als lang­wei­lig. Das Ende kam für mich etwas plötz­lich. Ger­ne hät­te ich mehr Details aus dem Leben der Fami­lie und der Flucht erfah­ren. Man­che Fra­gen blei­ben offen. Die feh­len­den Details sind womög­lich zum Schutz der Fami­lie weg­ge­las­sen wor­den. Der Spre­cher Dani­el Kopp macht sei­ne Arbeit wie gewohnt sehr gut und ist ange­nehm zu hören. Das Hör­buch eig­net sich für Kin­der ab …

Jesus im Römerreich

Als die Zeit erfüllt war, sand­te Gott sei­nen Sohn. Gebo­ren ist Jesus in der Stadt Bet­le­hem in der Pro­vinz Judäa, auf­ge­wach­sen in Naza­reth in der Pro­vinz Gali­läa, die zum Impe­ri­um Roma­num gehö­ren. Die Berich­te von Jesus in der Bibel begin­nen mit einer Fest­le­gung des Schau­plat­zes im Römi­schen Reich und es wer­den Namen erwähnt wie Kai­ser Augus­tus und König Hero­des. Bei der Kreu­zi­gung spricht dann der römi­sche Statt­hal­ter Pila­tus das Urteil über Jesus und der Tetrarch Hero­des Anti­pas soll­te die Ver­ur­tei­lung über­prü­fen. Jesus leb­te somit als Jude im Römer­reich. Das Buch Jesus im Römer­reich von Erich Schne­pel könn­te dem Titel nach genau die­se Zeit beleuch­ten. Doch der Unter­ti­tel ver­rät, es geht weni­ger um Jesus als um die spä­te­ren Nach­fol­ger von Jesus im Römer­reich: Der Weg der Gemein­de Jesu in den ers­ten vier Jahr­hun­der­ten. Die­se Neu­auf­la­ge ist vom Ver­lag Voice of Hope in Koope­ra­ti­on mit dem Beta­ni­en Ver­lag her­aus­ge­ge­ben wor­den. Von 1936 bis 1977 gab es ins­ge­samt 10 Auf­la­gen die­ses Buches. Jetzt ist die­ser Band leicht über­ar­bei­tet und sprach­lich moder­ni­siert wie­der erhältlich.

Tipp: Kalebs Lamm (CD)

Es freut mich, dass in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so vie­le Chris­ten den Mut gefun­den haben, neue Ver­la­ge zu grün­den. Gera­de weil es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so star­ke Ver­lags­kon­zen­tra­tio­nen gege­ben hat. Heu­te will ich mir eine Pro­duk­ti­on aus dem recht jun­gen Ver­lag Hir­ten­stim­me anse­hen. Oder bes­ser, anhö­ren … Kal­eb ist ein Hir­ten­jun­ge. Er lebt zur Zeit der Gefan­gen­schaft Isra­els in Ägyp­ten. Nur ungern hütet er die Scha­fe. War­um sind sie oft so unge­hor­sam, fragt er sich. Weil Kal­eb die Scha­fe nicht liebt, und nicht sorg­fäl­tig auf­passt, ver­liert er ein Schaf und sein Lamm. Fie­ber­haft beginnt er zu suchen. Zu groß ist die Angst vor sei­nem Vater. Kal­eb fin­det das Lamm und befreit es aus den Dor­nen. Das Mut­ter­schaf ist jedoch ver­lo­ren. Die Gei­er haben es gefressen.