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Buchrezension: Zur Umwelt des Alten Testaments

In der Stadt Mari gab es ein Pro­blem. Die Jagd nach den Löwen war ein könig­li­ches Pri­vi­leg, den­noch kam ein beson­ders gewitz­ter Bür­ger auf die Idee, einen Löwen leben­dig ein­zu­fan­gen. Der Bür­ger­meis­ter der Ort­schaft hat­te nun ein zusätz­li­ches Pro­blem in sei­nen Tages­ge­schäf­ten und wuss­te nicht, was er mit die­ser Idee anzu­fan­gen hat­te. Da fiel ihm eine beson­ders gute List ein: Der Löwe ging als Geschenk an den König. Hübsch ver­packt in einem gro­ßen Käfig und mit einem Brief an den König per­sön­lich. Plötz­lich stand die Ort­schaft viel bes­ser da, als gedacht… Die­se Geschich­te spiel­te sich nicht nur etwa 2000 Jah­re vor Chris­tus etwa 320 km nörd­lich von Bag­dad ab, nein, der dazu­ge­hö­ri­ge Brief ist immer noch erhal­ten, und zeugt davon, dass Schrift­lich­keit im alten Ori­ent eine durch­aus täg­li­che Pra­xis war, und dass auch Doku­men­te zweit­ran­gi­ger Ord­nung (wie das oben vor­ge­stell­te) durch­aus für auf­be­wah­rungs­wert erach­tet wurden.