Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gnadenlehre

Fünf Finger zeigen zum Himmel

Seit Jahr­hun­der­ten tobt er, tau­sen­de von Sei­ten sind über ihn geschrie­ben und er war, ist und wird ein Dau­er­bren­ner unter Chris­ten blei­ben: Got­tes sou­ve­rä­ne Gna­den­wahl. Pfar­rer Cor­ne­li­us Son­ne­velt ist es in sei­nem Büch­lein „Fünf Fin­ger zei­gen zum Him­mel“ gelun­gen, klar und ein­fach die Tat­sa­chen der Bibel zu die­sem The­ma auf den Punkt zu brin­gen. Sonn­ne­velt behan­delt das soge­nann­te TULIP, die fünf zen­tra­len Punk­te des Cal­vi­nis­mus, und stellt die Leh­re von der frei­en und sou­ve­rä­nen Gna­de in kom­pri­mier­ter Form vor. Dies ist umso wich­ti­ger, denn „gera­de auch heu­te wird die bibli­sche Sicht über das sou­ve­rä­ne Heils­wir­ken Got­tes nicht gern gehört, sogar von Tei­len der evan­ge­li­schen Chris­ten­heit offen negiert“. Die Aus­füh­run­gen des Autoren sind anschau­lich, anspre­chend und vor allem ver­ständ­lich. Er argu­men­tiert immer aus­ge­hend von kla­ren Bibel­stel­len und scheut sich nicht, auch kri­ti­sche Anfra­gen an das „Lehr­sys­tem“ zuzu­las­sen. Ange­nehm emp­fand der Rezen­sent den Ton­fall, da er zwar bestim­mend, aber nicht ankla­gend oder ver­let­zen gegen­über ande­ren Sicht­wei­sen ist… Wei­ter­le­sen auf lesendglauben.de

Kapitel 13: Die Gnade Gottes

Kapi­tel 13 emp­fin­de ich bis­her als das bes­te Kapi­tel im Buch und auch sehr sau­ber vom Autor aus­ge­ar­bei­tet. Lei­der hat Packer voll­kom­men recht mit der Fest­stel­lung, dass der moder­ne Mensch wenig mit der Gna­de Got­tes anfan­gen kann. Eine Ursa­che hier­für sieht der Autor in der hohen Anzahl an Namens­chris­ten unter den Kin­dern Got­tes. Lei­der wird man ihm hier wohl recht­ge­ben müs­sen. Wir wer­den die Gna­de Got­tes erst dann rich­tig ver­ste­hen, wenn wir zunächst bereit sind, unse­re voll­kom­me­ne Ver­kom­men­heit anzu­er­ken­nen. Unse­re Sün­den, sehen wir oft als „Ver­ge­hen“, „men­ta­le Ver­ir­run­gen“ oder gar „Krank­hei­ten“ zu sehen. Wir den­ken somit glei­cher­ma­ßen von uns zu groß und von Gott zu klein.