Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gnade für den Sünder

Überreiche Gnade

„Von allen Ver­su­chun­gen, denen ich je in mei­nem Leben begeg­net bin, ist der Zwei­fel hin­sicht­lich des Seins und Wesens Got­tes und hin­sicht­lich der Wahr­heit des Evan­ge­li­ums die schlimms­te und die am schwers­ten zu ertra­gen­de. Wenn die­se Ver­su­chung kommt, so nimmt sie mir den Gurt mei­ner Len­den, und zieht mir den Boden unter den Füßen fort. Oh ich habe oft gedacht: „So steht nun fest, umgür­tet an euren Len­den mit Wahr­heit“ und auch jenes ande­re: „Wenn die Grund­fes­ten stür­zen, was ver­mag der Gerech­te?“ Manch­mal, wenn ich nach began­ge­ner Sün­de von der Hand Got­tes her­be Züch­ti­gung erwar­te­te, so war das Aller­nächs­te, das mir von ihm zuteil wur­de, das Offen­bar­wer­den sei­ner Gna­de. Manch­mal, wenn ich getrös­tet wor­den bin, habe ich mich einen Toren geschol­ten, dass mir in Schwie­rig­kei­ten ban­ge gewor­den ist. Und dann wie­der­um dach­te ich, wenn ich nie­der­ge­schla­gen war, wie unwei­se es von mir sei, der­art dem Tros­te aus­zu­wei­chen. (…) Über eine bestimm­te Sache habe ich mich recht gewun­dert. Auch wenn Gott mei­ne See­le mit noch so geseg­ne­ter Offen­ba­rung sei­ner selbst besucht, haben mich den­noch hin­ter­her solche …