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John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) — Teil 1

„Der Weg ist das Ziel.“ Das behaup­te zumin­dest Kon­fu­zi­us. Es mag sein, dass die­se Aus­sa­ge für eini­ge Wege, die man geht, zutrifft. Doch die­se Idee auf den Lebens­weg zu über­tra­gen, kann fata­le Fol­gen haben. John Bun­y­an fand in der Bibel eine ande­re Beschrei­bung des Lebens­we­ges: „Geht ein durch die enge Pfor­te! Denn die Pfor­te ist weit und der Weg ist breit, der ins Ver­der­ben führt; und vie­le sind es, die da hin­ein­ge­hen. Denn die Pfor­te ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und weni­ge sind es, die ihn fin­den“ (Mt. 7,13−14). Wel­ches Ziel du erreichst, hängt davon ab, wel­chen Weg du gehst. Die Bibel kennt nur zwei Zie­le, die auf zwei ver­schie­de­nen Wegen erreicht wer­den. Das hier von Jesus ver­wen­de­te Bild legt John Bun­y­an sei­nem Werk „Die Pil­ger­rei­se zur seli­gen Ewig­keit“ zugrun­de (so lau­tet der Titel der ers­ten deut­schen Über­set­zung. Sei­ne alle­go­ri­sche Erzäh­lung, die zuerst 1678⁄1684 erschien, erfreut sich bis heu­te gro­ßer Beliebt­heit. Ich möch­te hier die aktu­el­le und sprach­lich neu bear­bei­te­te deut­sche Aus­ga­be von 2012 aus dem SCM R. Brockhaus …