Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erzählungen

Besprechung: Kudus, Kobras, Killeraffen

In  dem Buch „Kudus, Kobras, Kil­leraf­fen“ berich­tet der Autor von sei­nen lang­jäh­ri­gen  Erfah­run­gen als Tier­wär­ter im Zoo von Los Ange­les. Da Gary Rich­mond eben­falls als Pfar­rer in einer Gemein­de tätig war und sich des­halb gut im Wort Got­tes aus­kennt, fin­det er zu vie­len sei­ner Erleb­nis­se im Zoo einen sehr sinn­vol­len Bezug auf den Men­schen und den Glau­ben. In eini­gen sei­ner Geschich­ten erzählt er von Par­al­le­len zwi­schen Mensch und Tier oder von eige­nen Erleb­nis­sen, die ihn zum Nach­den­ken gebracht haben. Im Grun­de besteht das Buch aus sei­nen Gedan­ken, die dabei zustan­de gekom­men sind. So berich­tet er bei­spiels­wei­se auch von gefähr­li­chen Situa­tio­nen, in die er und sei­ne Mit­ar­bei­ter gera­ten sind. Die­se Erzäh­lun­gen ver­lei­hen dem Buch sehr viel Span­nung und Abwechs­lung. Am Ende des Buches befin­den sich noch eini­ge lus­ti­ge Bege­ben­hei­ten, die den Leser zum Lachen brin­gen sol­len. In einer der 29 Geschich­ten geht es um eine alte Dame, die den Zoo regel­mä­ßig besuch­te. Da sie glaub­te, dass die Tie­re nicht genug Unter­hal­tung bekä­men, brach­te sie kur­zer­hand Gum­mi­bäl­le mit, die sie in den Käfi­gen ver­teil­te. Dies wur­de dem …

Wilhelm Busch: Kennen Sie Hömpel?

Die­ser Tage bin ich auf ein Buch auf­merk­sam gewor­den, wel­ches schon vie­le Jah­re in mei­nem Regal steht. Ich muss zuge­ben, der Titel hat mich irri­tiert. „Höm­pel“ hört sich so höm­pe­lig an, dass ich Beden­ken hat­te, ob das Niveau der gebo­te­nen Erzäh­lun­gen nicht zu pri­mi­tiv wer­den könn­te. Ich soll­te mich gehö­rig irren. Höm­pel war ein Schlos­ser der in der NS-Zeit einen ganz raf­fi­nier­ten Trick ange­wen­det hat um dem damals inhaf­tier­ten Pas­tor Busch einen trös­ten­den Besuch erstat­ten zu kön­nen. Dabei waren alle Besu­che strikt unter­sagt. Höm­pel fiel eine List ein. Auf ganz lan­gem büro­kra­ti­schen Wege bekam er die Erlaub­nis, im Innen­hof des Gefäng­nis­ses Gras für sei­ne Hasen zu mähen. Und dabei lässt er sich beson­ders viel Zeit. Denn Höm­pel hat eine Mis­si­on: Wäh­rend sei­ner Arbeit fängt er an bekann­te Melo­dien zu pfei­fen: Steil und dor­nig ist der Pfad, der uns zur Voll­endung lei­tet. Selig ist, wer ihn betrat und zur Ehre Jesu streitet …

Neu gegründet: BOAS-Verlag

Wer meint, auf dem christ­li­chen Ver­lags­markt wür­de nicht viel gesche­hen, täuscht sich. Immer wie­der kommt es zu Fusio­nen, Insol­ven­zen und — eine erfreu­li­che Nach­richt — Neu­grün­dun­gen. Man­che Ver­la­ge wer­den neu gegrün­det und weni­ge neh­men Notiz davon. Heu­te möch­te ich auf einen Ver­lag hin­wei­sen, der bereits 2009 gegrün­det wur­de und bis jetzt einen Titel ver­öf­fent­licht hat. Es geht um den BOAS-Ver­­lag, der durch Fried­helm von der Mark gegrün­det wur­de. Der Schwer­punkt liegt in einem Bereich, der auf den ers­ten Blick schon aus­ge­füllt zu sein scheint. Im BOAS-Ver­­lag sol­len Roma­ne und Erzäh­lun­gen erschei­nen. Aber gibt es nicht schon reich­lich eher seich­te, christ­lich ange­hauch­te Geschich­ten? Anschei­nend hat der Ver­lag eine Lücke ent­deckt. Die Macher beim BOAS-Ver­­lag sehen den „Bedarf an christ­li­cher Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur, die auch geist­li­che Bedürf­nis­se erfüllt und eine kla­re bibli­sche Bot­schaft ver­mit­telt, stei­gen.“ Der BOAS-Ver­­lag kon­zen­triert sich ent­spre­chend auf Unter­hal­tungs­lek­tü­re mit einer „kla­ren christ­li­chen und biblisch fun­dier­ten Bot­schaft“. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren christ­li­chen Roma­nen und Erzäh­lun­gen, sol­len BOAS-Bücher das „Buch der Bücher“ in den Mit­tel­punkt stel­len. Die christ­li­che Bot­schaft soll kei­ne Neben­rol­le ein­neh­men, son­dern wesent­li­cher Bestand­teil sein.