Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erzählung

Tipp: Anita – Gottes Weg ist der Beste

Bio­gra­fi­sche Erzäh­lun­gen, deren Hand­lung in Russ­land statt­fin­det, erschei­nen nicht oft. Der Ver­lag Frie­dens­stim­me hat so eine klei­ne Bio­gra­fie aus dem Rus­si­schen über­setzt und ver­öf­fent­licht. Im Ver­lags­text heißt es: Ani­ta ist eine jun­ge Frau, die sich zwi­schen dem schma­len Weg der Bibel und dem brei­ten Weg im Tru­bel der Zeit ent­schei­den muss. Wel­cher Weg wird sie glück­lich machen? Was bedeu­tet ihre Ent­schei­dung für die Zukunft. Ani­ta ist hin und her geris­sen. Es geht schließ­lich um mehr als Freund­schaft, Anse­hen und Lie­be – es geht um das ewi­ge Leben. Der Schreib­stil ist ein­fach und für Leser aktu­el­ler Erzäh­lun­gen und Roma­ne unge­wohnt. Aber wenn man sich erst ein­mal dar­auf ein­ge­las­sen hat, liest es sich gut. Aus dem Vor­wort erfährt der Leser, dass sich das Buch an Jugend­li­che rich­ten soll. Und tat­säch­lich dürf­te der Inhalt die­ses Buches beson­ders für jün­ge­re Leser fremd und daher inter­es­sant vor­kom­men, da es die Ent­ste­hung einer Bezie­hung zwi­schen zwei got­tes­fürch­ti­gen Men­schen Mit­te des 20. Jahr­hun­derts auf­zeigt. Jun­ge Men­schen aus christ­li­chen – auch kon­ser­va­ti­ven Eltern­häu­sern – sind heu­te stark von säku­la­ren Vor­stel­lun­gen geprägt, wie es zu einer …

Tipp: Simon und der geheimnisvolle Mönch

Das Buch Simon und der geheim­nis­vol­le Mönch ist ganz aktu­ell 2016 erschie­nen. Das Leben des Refor­ma­tors Mar­tin Luther wird in Form eines his­to­ri­schen, nicht zu umfang­rei­chen Romans Kin­dern im Alter zwi­schen 10 und 13 Jah­ren nahe gebracht. Die Geschich­te spielt sich im Deutsch­land des Jah­res 1521 ab. Die Haupt­per­son ist der 11-jäh­­ri­­ge Simon, des­sen Mut­ter an der zu der Zeit gras­sie­ren­den Pest stirbt. Der Tod sei­ner Mut­ter stürzt den Jun­gen in Ver­zweif­lung. Er macht sich rie­si­ge Sor­gen um sie. Sei­ne Gedan­ken krei­sen um die Fra­ge: Wo ist sie wohl jetzt? Im Him­mel bei Gott oder in der Höl­le? Er setzt sich zum Ziel, Geld zu ver­die­nen und für sei­ne Mut­ter einen teu­ren Ablass­brief zu kau­fen, um ihre Zeit im Fege­feu­er zu ver­kür­zen und ihr ein Leben im Him­mel zu ermög­li­chen. Die Sor­gen des Jun­gen spie­geln die dama­li­ge Leh­re der Kir­che wider. Es zeigt deut­lich auf, wie unsi­cher die Men­schen bezüg­lich der Ewig­keit waren. Da die meis­ten weder schrei­ben noch lesen konn­ten, waren sie den Leh­ren der Kir­che hilf­los ausgeliefert.

CD: Der Meister ist da und ruft dich

Im Gegen­satz zum Refor­ma­tor Mar­tin Luther sind Ver­öf­fent­li­chun­gen zu den Ver­tre­tern der Täu­fer­be­we­gung eher spär­lich gesät. Daher bin ich dem Ver­lag Hir­ten­stim­me dank­bar, der die vor­lie­gen­de Erzäh­lung über die prä­gen­de Gestalt Men­no Simons ver­öf­fent­licht hat. Als Bap­tist und somit kon­fes­si­ons­ver­wandt mit Men­no­ni­ten, inter­es­siert mich das Leben Men­no Simons mehr als ober­fläch­lich und so bestell­te ich die CD bald nach Erschei­nen. Eine Bekann­te war die ers­te Höre­rin und ich war etwas über­rascht über ihre Reak­ti­on. Sie hört ger­ne und vie­le Hör­bü­cher, been­de­te die­ses jedoch nach weni­gen Minu­ten und gab es mir zurück. Ich konn­te ihre Reak­ti­on nach­voll­zie­hen. Der Spre­cher Ger­hard Wölk – ein geschätz­ter Gemein­de­die­ner – hat einen star­ken rus­­sisch-plat­t­­deu­t­­schen Akzent, an den man sich gewöh­nen muss. Wenn man sich die Mühe macht, den Epi­log kon­zen­triert durch­zu­hö­ren, und die an eini­gen Stel­len etwas umständ­li­chen For­mu­lie­run­gen meis­tert, eig­net sich die­ses Hör­buch sehr schön, um eini­ge Epi­so­den aus dem Leben Men­no Simons und der Geschich­te der Täu­fer­be­we­gung zu erfah­ren. Simons wird nicht als unfehl­bar dar­ge­stellt, eine Beweih­räu­che­rung liegt dem Autor des Hör­buchs merk­lich fern. Sehr wohl­tu­end ist, dass es …

NEU: Die Pilgerreise zur seligen Ewigkeit

Aus dem Vor­wort: Eigent­lich wüss­te ich, wie mein Leben als Christ aus­se­hen müss­te. Hier sind fünf Auf­for­de­run­gen zeit­ge­nös­si­scher Fröm­mig­keit: Zweif­le an allem, außer an dir selbst! Damit hältst du dir alle Mög­lich­kei­ten offen. Sonst wirst du einer die­ser Super-Pseu­do-Hei­li­gen. Ent­wick­le dei­ne Spi­ri­tua­li­tät! Damit holst du dir emo­tio­nal das ab, was dir fehlt. Sonst gerätst du in die Fal­le des Intel­lek­tua­lis­mus. Zele­brie­re dein Unter­wegs­sein! Damit kannst du pro­blem­los auf Neben­stra­ßen blei­ben. Sonst wird dein Christ­sein lang­wei­lig. Sei begeis­tert für Jesus! Damit sorgst du dafür, dass der Spaß-Fak­­tor hoch bleibt. Sonst wird dein Leben zu ernst. Gewin­ne Men­schen für Jesus! Damit ist für eine bun­te Rei­se­ge­sell­schaft gesorgt. Sonst wirst du abge­lehnt. An die­sen Maxi­men ist nicht alles ver­kehrt. Wir zwei­feln, wir erle­ben emo­tio­na­le Durst­stre­cken, wir sind unter­wegs zum himm­li­schen Ziel, wir wol­len uns über Jesus freu­en, wir wol­len Men­schen die bes­te Bot­schaft der Welt brin­gen. Der Best­sel­ler „Die Pil­ger­rei­se“ hebt uns aus die­ser zeit­ge­bun­de­nen Sicht des Christ­seins her­aus. Der Autor leb­te im 17. Jahr­hun­dert. Er ver­brach­te Jah­re im Gefäng­nis. Dafür muss­te er sei­ne gro­ße, Not lei­den­de Fami­lie zurücklassen, …

The Christmas Miracle of Jonathan Toomey

Ich freue mich sehr, auf „Nimm und Lies“ einen Gast­bei­trag ver­öf­fent­li­chen zu dür­fen und möch­te die Chan­ce nut­zen, ein klei­nes Buch zu emp­feh­len, das seit sei­nem Erschei­nen vor 20 Jah­ren die Best­sel­ler­lis­ten eng­lisch­spra­chi­ger Weih­nachts­bü­cher erobert hat: „The Christ­mas Mira­cle of Jona­than Too­mey“, geschrie­ben von Sus­an Wojciechow­ski und illus­triert von P.J. Lynch. Lei­der ist es noch nicht in deut­scher Spra­che erhält­lich. Die Hand­lung spielt vor gut hun­dert Jah­ren in einem klei­nen Dorf irgend­wo auf der Welt. Der kunst­fer­ti­ge Holz­schnit­zer Jona­than Too­mey ist nach dem Tod sei­ner Frau und sei­nes Kin­des mit der Welt ent­zweit und lebt in selbst­ge­wähl­ter Ein­sam­keit. Auf­grund sei­ner außer­ge­wöhn­li­chen Fähig­kei­ten als Schnit­zer bekommt er den­noch Auf­trä­ge und sichert sich so sei­nen Lebensunterhalt.

Buchrezension: Bonisa

Boni­sa hat nicht nur eine dunk­le Haut­far­be – sie lebt auch in einem Land, das vie­le Dun­kel­hei­ten kennt: Näch­te vol­ler unheim­li­cher Urwald­ge­räu­sche. Gefähr­li­che, umher­schlei­chen­de Tie­re in undurch­dring­li­cher Wild­nis. Furcht vor vie­len Geis­tern, wenn die Däm­me­rung über den Busch her­ein­bricht. Angst vor der Zukunft – vor Dür­re, Armut, Hun­ger, Bedro­hung. Angst in dunk­len, unru­hig suchen­den Augen, deren Blick man nie­mals mehr ver­gisst … Boni­sa ist eines von die­sen afri­ka­ni­schen Kin­dern. Auch in ihrem Her­zen und ihren Augen ist die Angst vor der Dun­kel­heit, vor den Geis­tern der Fins­ter­nis, vor dem grau­sa­men Vater.

The other Wise Man

Um die Weih­nachts­ta­ge her­um bin ich auf eine inter­es­san­te weih­nacht­li­che Geschich­te gesto­ßen, die unter dem Titel „the sto­ry of the other wise man“ vor allem in Hol­land und in Ame­ri­ka gut bekannt ist. Ich fand den Plot ent­zü­ckend, wobei natür­lich klar ist, dass die Geschich­te rein fik­tiv ist. Erzählt wird, dass es nicht drei son­dern vier Wei­se waren, der vier­te auch die größ­ten und bes­ten Geschen­ke für den König hat­te, jedoch zu spät zum ver­ein­bar­ten Treff­punkt erschien. Unter­wegs zum Treff­punkt näm­lich traf er auf einen tod­kran­ken Mann, dem er nicht anders als hel­fen konn­te. Bis er jedoch von sei­nen Ver­pflich­ten frei­kam, waren sei­ne drei Gesel­len jedoch bereits dem Stern nach­ge­zo­gen. Nun begibt sich Artab­an, — so wird der Wei­se genannt‑, auf eige­ne Faust auf die Suche nach sei­nem König. Er weiß noch nicht, dass sei­ne Suche über drei­ßig Jah­re dau­ern soll und ihm ist auch erst recht nicht klar, auf wel­che Wei­se er sei­nem König fin­den wird. Die­se „Legen­de“ ist eine Novel­le des ame­ri­ka­ni­schen Autors Hen­ry van Dyke. Als eng­li­scher Ori­gi­nal­text ist das Buch lizenz­frei im Guten­­­berg-Pro­­­jekt verfügbar. …

Wo der Lavendel blüht

In die­sem Jahr hat SCM Häns­s­ler mit den bei­den ers­ten Roma­nen in Hör­spiel­form begon­nen. Rein aus Inter­es­se, wie ein christ­li­cher Ver­lag so ein The­ma in Hör­spiel­form umsetzt, kauf­te ich mir eins die­ser Hör­spie­le… Cla­ra Dupont lebt allei­ne mit ihrem Kater Filou in einer klei­nen Stadt in der Näh e von Niz­za in Frank­reich. Ihre Eltern waren gestor­ben, als sie noch klein war. Das war auch der Anlass, Gott völ­lig den Rücken zu keh­ren. Nun ist sie erwach­sen und kämpft mit ihrem klei­nen Blu­men­la­den ums Über­le­ben. Eines Tages, die Finan­zen ste­hen wie­der mal nicht gut, besucht sie eine unbe­kant­ne alte Dame um Blu­men für die Beer­di­gung ihres Man­nes zu bestel­len. Durch die­sen Auf­trag lernt sie den Sohn Jean­de Mero­de der alten Frau ken­nen, und sie beginnt sich das ers­te mal zu verlieben.

Das Geheimnis der vierten Burg

Das Geheim­nis der vier­ten Burg. Mein ers­tes Buch (auf eddi-on.de) vom Francke-Ver­­lag. Bekannt ist der Ver­lag eher für christ­li­che Unter­hal­tungs­lek­tü­re und so soll­te es nicht wun­dern, dass es heu­te um ein sol­ches Werk gehen soll. Das Cover und die Beschrei­bung ver­hei­ßen Span­nung und wecken mein Inter­es­se. So begin­ne ich… The­ma und Inhalt  Es geht um Ger­not. Den letz­ten Sproß der Fami­lie von Habicht­stein. Ihre Fami­li­en­ge­schich­te ist gezeich­net von Fluch und Unglück, der seit einem bösen Tage auf ihnen liegt. Dem Tag, an dem der Urgroß­va­ter einen ver­bo­te­nen Baum fäll­te. Auch Ger­not als jun­ger Mensch hat schon Schuld auf sei­ne See­le auf­ge­la­den. Er will sich aber nicht vom Fluch belas­ten las­sen und ver­lässt die Burg um Rit­ter zu wer­den. Im Lan­de regiert der Prinz, der Sohn des Königs. Zumin­dest sind das die Wor­te des Gene­rals. Er hält den Prin­zen gefan­gen und gibt sich nach außen als ein Ver­tre­ter des Prin­zen aus. Vor lan­ger Zeit hat­te der König im Lan­de gelebt und war dann fort gegan­gen. Sei­nen Sohn hat­te er als Ver­wal­ter ein­ge­setzt. Doch der Gene­ral über­nahm die …