Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ed Welch

„Bedenken Sie, dass Orthodoxie nicht das gleiche ist, wie fähige und weise Fürsorge“

Edward T. Welch ist Theo­lo­ge und Dozent am CCEF (Chris­ti­an Coun­se­ling & Edu­ca­tio­nal Foun­da­ti­on). Er pro­mo­vier­te im Bereich der Neu­ro­psy­cho­lo­gie an der Uni­ver­si­ty of Utah. Er ist seit bereits mehr als 30 Jah­ren als Seel­sor­ger tätig und ist Autor zahl­rei­cher Wer­ke über bibli­sche Seel­sor­ge, von denen vie­le auch ins Deut­sche über­setzt wur­den. Ed Welch stand unse­ren freund­li­cher­wei­se Fra­gen Rede und Ant­wort. S.P.: Sehr geehr­ter Herr Welch, vie­len Dank für die Mög­lich­keit eines Inter­views mit Ihnen. E.W.: Auch von mei­ner Sei­te Dan­ke für die Mög­lich­keit. Sie bewir­ken, dass ich mei­ne deut­schen Freun­de ver­mis­se und mich an die ange­neh­me und erbau­en­de Zeit erin­ne­re, die ich in Ihrem Land ver­bracht habe. S.P.: Wel­che Grün­de beweg­ten Sie, Seel­sor­ger zu wer­den? E.W.: Ich glau­be jeder Christ wür­de bibli­sche Seel­sor­ge lie­ben, wenn er sie ken­nen wür­de. Beharr­lich mehr von der Schrift zu ler­nen und die Gele­gen­heit zu haben, sich um ande­re Men­schen zu küm­mern und für sie zu beten — was kann es Bes­se­res geben? Ich selbst wuchs in einem christ­li­chen Heim auf. Ich glaub­te, dass Jesus das war, was er von sich behaup­te­te, doch …

„Wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht…“

„Dar­um las­sen wir uns nicht ent­mu­ti­gen; son­dern wenn auch unser äuße­rer Mensch zugrun­de geht, so wird doch der inne­re Tag für Tag erneu­ert“ („2. Kor 4,16). Das lesen der Bücher von Welch oder Powli­son erin­nert mich regel­mä­ßig an die Puri­ta­ner. War­um? Ähn­lich wie die Puri­ta­ner krei­sen die­se sehr lan­ge und inten­siv um ein­zel­ne weni­ge Bibel­ab­schnit­te. Etwas was ich zunächst als läs­tig und über­flüs­sig emp­fand, emp­fin­de ich nun zuneh­mend als hilf­reich. War­um? Weil es mir hilft in ers­ten über­wäl­ti­gen­den Situa­tio­nen den Über­blick zu behal­ten und einen Start­punkt zu haben: Es kommt jemand auf dich zu und über­schüt­tet dich mit einer Not­si­tua­ti­on, z.B. den Bericht über ADHS. In Kür­ze kom­men eine Men­ge viel­schich­ti­ger Pro­ble­me auf einen zu, so dass man kaum noch klar sehen kann. Sich in einer sol­chen Situa­ti­on an eine Schrift­stel­le fest­hal­ten zu kön­nen, ist wie die Erobe­rung eines Stück­chen „Lin­sen­feld“ (2. Sam. 23,11) in all dem Cha­os. Dabei bie­tet das Buch von Welch weit­rei­chen­de Hil­fe für sehr unter­schied­li­che Situa­tio­nen. Vor allem sei­ne kon­se­quen­te Ver­tei­di­gung der bibli­schen Dicho­to­mie dürf­te eine not­wen­di­ge Hand­rei­chung sein. Die Unter­schei­dung zwischen …