Alle Artikel mit dem Schlagwort: Depression

„Wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht…“

„Dar­um las­sen wir uns nicht ent­mu­ti­gen; son­dern wenn auch unser äuße­rer Mensch zugrun­de geht, so wird doch der inne­re Tag für Tag erneu­ert“ („2. Kor 4,16). Das lesen der Bücher von Welch oder Powli­son erin­nert mich regel­mä­ßig an die Puri­ta­ner. War­um? Ähn­lich wie die Puri­ta­ner krei­sen die­se sehr lan­ge und inten­siv um ein­zel­ne weni­ge Bibel­ab­schnit­te. Etwas was ich zunächst als läs­tig und über­flüs­sig emp­fand, emp­fin­de ich nun zuneh­mend als hilf­reich. War­um? Weil es mir hilft in ers­ten über­wäl­ti­gen­den Situa­tio­nen den Über­blick zu behal­ten und einen Start­punkt zu haben: Es kommt jemand auf dich zu und über­schüt­tet dich mit einer Not­si­tua­ti­on, z.B. den Bericht über ADHS. In Kür­ze kom­men eine Men­ge viel­schich­ti­ger Pro­ble­me auf einen zu, so dass man kaum noch klar sehen kann. Sich in einer sol­chen Situa­ti­on an eine Schrift­stel­le fest­hal­ten zu kön­nen, ist wie die Erobe­rung eines Stück­chen „Lin­sen­feld“ (2. Sam. 23,11) in all dem Cha­os. Dabei bie­tet das Buch von Welch weit­rei­chen­de Hil­fe für sehr unter­schied­li­che Situa­tio­nen. Vor allem sei­ne kon­se­quen­te Ver­tei­di­gung der bibli­schen Dicho­to­mie dürf­te eine not­wen­di­ge Hand­rei­chung sein. Die Unter­schei­dung zwischen …

Buchrezension: Ich kann nicht mehr!

Die­ses Buch beschäf­tigt sich mit not­vol­len Situa­tio­nen unter­schied­lichs­ter Art, von denen die meis­ten Chris­ten im Lau­fe ihres Lebens in irgend­ei­ner Form betrof­fen sein wer­den. Kon­kret geht es dabei um Pro­ble­me in der Ehe, die Sor­ge um her­an­wach­sen­de Kin­der die sich vom Glau­ben abwen­den, Ver­su­chun­gen im per­sön­li­chen Glau­bens­le­ben wie auch um Kon­kurs, Gemein­de­pro­ble­me und die The­ma­tik des Bur­nouts. Beim Lesen wird sehr schnell deut­lich, dass der Autor die­se Situa­tio­nen selbst durch­lebt hat. Gleich zu Beginn berich­tet er kurz von den „Schick­sals­schlä­gen“ in sei­nem per­sön­li­chen Leben, bevor er sich den ein­zel­nen The­men zuwen­det. Der Leser fühlt sich „an die Hand genom­men“ und ver­stan­den, was es ihm leicht machen wird, die prak­ti­schen und Mut machen­den Denk­an­stö­ße und Rat­schlä­ge anzu­neh­men.Der zwei­te Teil des Buches ist eben­so wert­voll und beschäf­tigt sich mit der Lebens- und Lei­dens­ge­schich­te Hiobs.

Welch: Depression — Die hartnäckige Dunkelheit

Band 1 der Buch­rei­he „Die klei­ne Seel­sor­ge­rei­he“ vom 3L-Ver­­lag behan­delt das The­ma Depres­si­on. Edward T. Welch beschreibt sehr per­sön­lich auf 23 Sei­ten, wie man als Christ aus der Dun­kel­heit der Depres­si­on aus­bre­chen kann. Depres­si­on wird oft als Krank­heit bezeich­net, wel­che nur medi­ka­men­tös behan­del­bar ist oder unter Ein­satz von Psy­cho­the­ra­pie. Welch zeigt hier jedoch einen ande­ren Weg. Er for­dert dazu auf, dass man sich selbst prü­fen und unter Got­tes Wort stel­len soll, denn in ers­ter Linie muss man nicht die Sym­pto­me der Depres­si­on behan­deln, son­dern die Ursa­che muss ange­gan­gen wer­den. So kön­nen mög­li­che Ursa­chen sowohl Krank­hei­ten als auch Neben­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten sein. Was aber wohl die häu­figs­te Ursa­che ist, ist Sün­de und die Angst davor, damit kon­fron­tiert zu wer­den. Welch zeigt Fra­ge­stel­lun­gen, wel­che man sich selbst stel­len soll­te, um an den Kern der Depres­si­on zu kom­men. Er zeigt anschlie­ßend den Weg auf, um dar­aus aus­zu­bre­chen. Zur Ermu­ti­gung kom­men Men­schen zu Wort, die selbst an Depres­si­on litten.