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Wilhelm Busch über Christus im AT

Erneut erschüt­tert las ich vor kur­zem zum wie­der­hol­ten Male die­sen Text von Wil­helm Busch! Welch har­ter Kampf hier statt­fand! Wie kämp­fen wir heu­te um die Kraft des übena­tür­li­chen Wor­tes Got­tes? Als ich – ein jun­ger Theo­lo­ge – die Uni­ver­si­tät ver­ließ, hat­te ich in den Vor­le­sun­gen über das Alte Tes­ta­ment gelernt, dass man in den fünf Büchern Mose ver­schie­de­ne Quel­len fest­stel­len kön­ne: den Jah­wist und den Elo­hist … Ich hat­te ältes­te und jün­ge­re Bestand­tei­le unter­schei­den gelernt … Ich hat­te gehört, dass es einen ers­ten und einen zwei­ten Jesa­ja gäbe … Man hat­te  mir  gezeigt,  wie  man  die  »unter­christ­li­che Fröm­mig­keit« des Alten Tes­ta­ments von der »Leh­re Jesu« unter­schei­den kön­ne … Kurz  –  das  Alte  Tes­ta­ment  war  ein  höchst zwei­fel­haf­tes  Erzeug­nis  reli­giö­ser  jüdi­scher Lite­ra­tur.  So  ent­ließ  mich  die  Uni­ver­si­tät  in eine gro­ße Gemein­de als »Pre­di­ger des Wor­tes Got­tes«. »Wort Got­tes«?! War das Alte Tes­ta­ment »Wort Got­tes«? Man hat­te uns gesagt, das Alte Tes­ta­ment sei für uns gül­tig, »soweit es Chris­tum trei­be«.  Nun  schön!  Aber  –  was  »trieb  denn hier Chris­tum«? Selbst das gro­ße Kapi­tel Jesa­ja 53 war ja – wie man uns gesagt hat­te – gar nicht eine mes­sia­ni­sche Ver­hei­ßung, son­dern es wur­de hier »die Idee des stell­ver­tre­ten­den Lei­dens« ausgesprochen.