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Jay E. Adams: Christsein auch zu Hause

Dass es in manchen christlichen Familien alles andere als christlich zugeht ist eine schmerzliche Wahrheit und eine Tatsache, die den christlichen Glauben beschädigt. Der Unterschied zu Nichtchristen ist jedoch, dass Christen eine gemeinsame Grundlage im Glauben haben, die jedes Problem überwinden und lösen kann. Das Wichtigste dabei ist Offenheit und echte Kommunikation. In kurzen Kapiteln geht Jay E. Adams auf Aussagen der Bibel zur Ehe und Ehelosigkeit ein. Anschaulich beschreibt er die Rolle der Frau und des Mannes anhand der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde. Kurze Fragebögen und Tests am Ende der Kapitel helfen das Gelernte in die Tat umzusetzen. Der mittlerweile über 80-jährige Seelsorger und Autor hat „Christsein auch zu Hause“ bereits 1972 geschrieben. In der Neuauflage ist das Alter des Buches beim Lesen kaum festzustellen. Sehr schön ist es dem Autor gelungen, heiratswilligen jungen und erfahrenen Paaren mit wenigen Worten Orientierung für ein „christliches“ Eheleben zu geben. Damit „Christsein auch zu Hause“ gelebt wird.

Und trotzdem habe ich JA gesagt

Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht scheiden. Wenn Christen heiraten, bedeutet dieser Satz aus der Bibel weit mehr als ein frommer Wunsch. Es ist der grundsätzliche Ausschluss einer Trennung. Es gibt kein Zurück. Beim Lesen der dünnen Biografie von Brigitte Grill ahnt man, dass sie nicht nur einmal innerlich mit sich selbst und ihrem Versprechen gerungen hat. Sie ist Ende zwanzig als sie dem scheinbar familienlosen Martin das erste Mal begegnet. Dann werden sie Freunde. An dem herrlich sonnigen Tag, an dem sie sich verloben wollen, beginnt Martin zu erzählen. Was nun folgt, ist der Bericht einer schlimmen Kindheit, die über Brigittes Vorstellungskraft hinausgeht. Der Vater lebt nicht mehr, die Mutter seit Jahren in der Psychiatrie.