Alle Artikel mit dem Schlagwort: Calvinismus

Das Gebet eines Arminianers
polemische Apologetik von C.H. Spurgeon

In sei­ner Pre­digt „Free Will — a slave“ denkt Spur­ge­on dar­über nach, wie wohl ein armi­nia­ni­sches Gebet klin­gen wür­de: „Ihr habt bestimmt schon vie­le armi­nia­ni­sche Pre­dig­ten gehört, aber ihr habt noch nie ein armi­nia­ni­sches Gebet gehört — denn im Gebet sind die Hei­li­gen eins in Wort, Tat und Geist.Ein Armi­nia­ner wür­de auf den Knien ver­zwei­felt beten wie ein Cal­vi­nist. Er kann nicht über den frei­en Wil­len beten: das ist schlicht­weg unmög­lich. Stellt euch vor, er wür­de beten: „Herr, ich dan­ke dir, dass ich nicht wie die­se armen, anma­ßen­den Cal­vi­nis­ten bin. Herr, ich wur­de mit einem herr­li­chen frei­en Wil­len gebo­ren; ich wur­de mit einer Kraft gebo­ren, durch die ich mich dir von selbst zuwen­den kann; ich habe mei­ne Gna­de ver­bes­sert. Wenn jeder mit sei­ner Gna­de das­sel­be getan hät­te wie ich, wären sie alle geret­tet wor­den. Herr, ich weiß, du machst uns nicht wil­lig, wenn wir nicht selbst wil­lig sind. Du gibst jedem Men­schen Gna­de; man­che ver­bes­sern sie nicht, aber ich schon. Es gibt vie­le, die in die Höl­le gehen wer­den, die genau­so mit dem Blut Chris­ti erkauft wur­den wie ich; sie hat­ten genauso …

Bruder unter Brüdern

Zunächst soll­te ich erklä­ren, dass ich kei­ne christ­li­chen Wur­zeln habe. Weder mei­ne Mut­ter, noch mei­ne Oma, noch irgend­ein ent­fern­ter Onkel waren oder sind Chris­ten. Als ich mit 16 Jah­ren zum Glau­ben kam, war vie­les für mich neu. Ja ich wür­de sogar sagen, dass es kein Ele­ment des Glau­bens und des Han­delns als Christ gibt, was ich nicht neu ler­nen muss­te. Ange­fan­gen vom Ver­zicht auf Not­lü­gen bis zur Ände­rung der Aus­drucks­wei­se. Auch wäre es gelo­gen, zu behaup­ten, dass der Pro­zess fer­tig ist. Wenn ich jedoch rück­bli­ckend einen Feh­ler wie­der­holt began­gen habe, dann den, mehr auf erfah­re­ne Brü­der zu hören als auf die Stim­me des Hei­li­gen Geis­tes durch sein Wort. Prin­zi­pi­ell ging ich nach mei­ner Bekeh­rung immer davon aus, dass mich ein Bru­der beleh­ren muss, wie man die Schrift nun kor­rekt zu ver­ste­hen hat. Nun stimmt es, dass Gott Leh­rer ein­ge­setzt hat, aber durch die Gemein­schaft mit Chris­tus in sei­nem Wort, ist jeder Christ in der Lage den voll­kom­me­nen und wun­der­ba­ren Wil­len Got­tes zu erfas­sen und zudem auch die Kraft zu bekom­men, sei­nen Wil­len zu tun. Ich kam …

E. S. Williams: Wer sind die „Neuen Calvinisten?“

Vie­le kön­nen mit dem Cal­vi­nis­mus nichts anfan­gen. Ande­re freu­en sich dar­über, dass der Cal­vi­nis­mus in Deutsch­land immer mehr an Akzep­tanz gewinnt. Was aber ist der „Neue Cal­vi­nis­mus“ und wel­che füh­ren­den Per­so­nen sind damit gemeint? Muss davor gewarnt wer­den? Oder soll­te man sich dar­über freu­en? E.S. Wil­liams hielt auf der dies­jäh­ri­gen School of Theo­lo­gy im Metro­po­li­tan Taber­na­cle in Lon­don zwei Vor­trä­ge über die Neu­en Cal­vi­nis­ten. Die­se Vor­trä­ge hat der Beta­ni­en Ver­lag vor Kur­zem als Bro­schü­re her­aus­ge­ge­ben. Dies ist ein muti­ger Schritt, weil in die­ser Schrift zwei berühm­te ame­ri­ka­ni­sche Pas­to­ren und Autoren kri­ti­siert wer­den, die in den letz­ten zwei Jah­ren Deutsch­land mit ihren Vor­trä­gen besuch­ten. Die Rede ist von Tim Kel­ler der 2011 Vor­trä­ge in Ber­lin hielt und John Piper, der die­ses Jahr in Ham­burg auf der Evan­­ge­­li­u­m­21-Kon­­fe­­renz sprach. Bei­de Per­so­nen wer­den in Deutsch­land durch ihre Bücher  immer popu­lä­rer. Bei­de sind neben Mark Dis­croll und Albert Moh­ler die füh­ren­den Per­so­nen der neu­en Cal­vi­nis­ten in den USA. Doch längst nicht nur dort ist ihr Ein­fluss auf die Chris­ten­heit enorm. Wer deren Web­sei­ten unter­sucht, stellt fest, dass sie welt­weit aktiv sind.