Alle Artikel mit dem Schlagwort: C.S. Lewis

Tipp: Christliche Denker für eine neue Generation

Han­ni­el Stre­bel hat bereits vor eini­gen Jah­ren bei ceBooks.de fünf kur­ze ebooks über Christ­li­che Den­ker ver­fasst. Lei­der bin ich erst vor kur­zem dazu gekom­men die­se zu lesen.  Ches­ter­ton, C.S. Lewis, Packer, Scha­ef­fer und Sol­sche­ni­zyn wer­den in Leben, Werk und Den­ken mit je ca. 10.000 Wör­tern ein­ge­führt. Das ist die per­fek­te Län­ge um einen Start­punkt in die meist kaum zu über­schau­en­de Schreib­leis­tung der Den­ker zu bekom­men. Mei­ne per­sön­li­che Nagel­pro­be mach­te ich mit dem Band über C.S. Lewis, da mir sei­ne Wer­ke eben­falls recht gut bekannt waren, ich aber gleich­zei­tig kaum etwas über den Mann C.S. Lewis wuss­te. Sehr posi­tiv fand ich die Her­an­ge­hens­wei­se des Autors, dass man Leben und Den­ken ins­be­son­de­re bei Chris­ten nie tren­nen kann. Zusätz­lich über­rascht Han­ni­el immer wie­der mit einem sehr per­sön­li­chen und dabei wär­men­den Zugang, der vor allem jun­gen Leu­ten den Ein­stieg in die­se Lite­ra­tur erleich­tern kann. Beein­dru­ckend ist zudem, dass deut­lich wird, dass sich Han­ni­el sehr inten­siv und tief­grün­dig sowohl mit dem Werk wie mit dem Leben von C.S. Lewis aus­ein­an­der­ge­setzt hat und aus einer Viel­zahl von Wer­ken aus­führ­lich zitiert. Han­ni­el ver­sucht zudem …

Tipp: Die letzte Nacht der Welt

Vor eini­gen Jah­ren stand ich eines Mor­gens mit der Absicht auf, mir als Vor­be­rei­tung auf einen Besuch in Lon­don die Haa­re schnei­den zu las­sen, und der ers­te Brief, den ich öff­ne­te, mach­te mir klar, dass ich nicht nach Lon­don zu fah­ren brau­che. Also beschloss ich auch das Haa­re­schnei­den auf­zu­schie­ben. Aber da begann in mir ein ganz uner­klär­li­ches lei­ses Quen­geln, fast als sage eine Stim­me: „Lass sie dir trotz­dem schnei­den. Geh und lass sie schnei­den.“ Schließ­lich hielt ich es nicht mehr aus. Ich ging. Nun war zu jener Zeit mein Fri­seur ein Mit­christ und ein Mann mit vie­len Schwie­rig­kei­ten, dem mein Bru­der und ich hin und wie­der hat­ten hel­fen kön­nen. Sobald ich sei­ne Laden­tür öff­ne­te, sag­te er: „Ach, ich habe dar­um gebe­tet, Sie möch­ten heu­te kom­men.“ Und in der Tat: Wäre ich einen oder zwei Tage spä­ter gekom­men – ich hät­te ihm nichts genutzt ( Zitat S.5) Wenn ich zu Büchern von C.S. Lewis grei­fe, tue ich das unger­ne; er war eine Per­sön­lich­keit, die pola­ri­siert (auf ser­mon audio fin­det man eine Mas­se Bei­trä­ge, die ihn verurteilen, …

Tipp: C. S. Lewis für eine neue Generation

Ich habe mich dar­auf gefreut eine Ein­füh­rung in Leben und Werk von Cli­ve Stap­les Lewis zu lesen. Vor­her habe ich ein paar Bücher von C. S. Lewis und eini­ge Arti­kel über ihn gekannt und war gespannt, wie Han­ni­el Stre­bel ihn den Lesern vor­stel­len wird. Kurz gesagt fin­de ich die Ein­füh­rung gelun­gen! Han­ni­el Stre­bel stellt Lewis zunächst in einer kur­zen Bio­gra­phie vor, bevor er auf eine Sehn­sucht ein­geht, die sein Leben durch­zog. „Beschwer­nis­se, Son­nen­sei­ten, Irri­ta­tio­nen und Lern­fel­der“ wer­den behan­delt und vier kur­ze Aus­schnit­te aus Lewis Auf­sät­zen Leben zitiert. Dann folgt eine Ein­füh­rung in das lite­ra­ri­sche Schaf­fen von ihm, ehe der Autor am Ende noch eini­ge Lern­fel­der skiz­ziert. Mir war C. S. Lewis vor allem als Freund von J. R. R. Tol­ki­en und Autor von „Die Chro­ni­ken von Nar­nia“ bekannt. Doch Stre­bel geht kaum auf die­se bekann­ten Aspek­te ein, son­dern schafft es auf den ca. 50 Sei­ten viel Inter­es­san­tes und anre­gen­de Gedan­ken zum Leben und Dan­ken von C. S. Lewis zu Tage zu för­dern. Und dabei geht es nicht nur um die Glanz­sei­ten, son­dern auch die Schwierigkeiten …

Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke

Man kennt sowas ja min­des­tens von M. Reich-Rani­­cki, der mit sei­nem „Kanon“, die lesens­wer­tes­ten Wer­ke klas­si­scher und zeit­ge­nös­si­scher Lite­ra­tur zusam­men­ge­tra­gen hat. Man ver­sucht mit einem sol­chen Kanon die größt­mög­lichs­te und bes­te Anzahl an Sti­len und Moti­ven der Lite­ra­tur abzu­de­cken. Als Laie habe ich mich in der Tat an sol­cher­lei Lis­ten ori­en­tiert, um mei­ne klas­si­sche Bil­dung abzu­de­cken. Mei­ne Idee ist es nun, eine Art „Top-Ten“-Liste von christ­li­chen Büchern zu erstel­len, die z.B. wenig Zeit haben vie­le Bücher zu lesen oder sich gene­rell kei­ne ‚Bücher­wür­mer‘ sind. Ich möch­te jedoch von vorn­her­ein zwei Bemer­kun­gen ein­fü­gen: Ich sehe mich nicht als Kri­ti­ker über geist­li­che Lite­ra­tur. Da fehlt mir ein­fach der Umfang der Bücher, die ich las. Des­wei­te­ren ist die­se Lis­te vor allem sub­jek­tiv; ich möch­te Bücher vor­stel­len, die vor allem mir hal­fen. Jeder kommt aus ganz ver­schie­de­nen Ver­hält­nis­sen und Stand­punk­ten und wür­de ganz ande­re Wer­ke wäh­len, da bin ich mir gewiss. Jedoch habe ich die­se Lis­te schon eini­gen in mei­nem Bekann­ten­kreis mit Erfolg emp­feh­len kön­nen. Lei­der ist das Lesen eini­ger Bücher schon so lan­ge her, dass ich nicht mehr …

C. S. Lewis über seine Liebe zu Büchern

Wei­ter lehr­te mich Arthur, Bücher als Gegen­stän­de zu lie­ben. Respek­tiert hat­te ich sie schon immer. Mein Bru­der und ich waren zwar imstan­de, ohne Skru­pel eine Tritt­lei­ter zu zer­ha­cken; aber ein Buch mit Dau­men­fle­cken oder Esels­oh­ren zu besu­deln, hät­te uns mit Scham erfüllt. Doch Arthur respek­tier­te Bücher nicht nur, er war ver­liebt in sie; und bald war ich das auch. Das Aus­se­hen der Sei­te, die Tex­tur und der Geruch des Papiers, die unter­schied­li­chen Geräu­sche, die ver­schie­den Papier­sor­ten ver­ur­sa­chen, wenn man die Sei­ten umblät­tert, all das wur­de mir zu sinn­li­chen Freu­den. C. S. Lewis in Über­rascht von Freu­de / gefun­den bei Chris­tus allein

Ich liebe Bücher!

Schon als Kind ging ich regel­mä­ßig in die Stadt­bü­che­rei. „Die fünf Freun­de“ und „Die Schwar­ze Sie­ben“ von Enid Bly­ton habe ich eben­so ver­schlun­gen wie „Die drei Fra­ge­zei­chen“ von Alfred Hitch­cock. In der Zeit der Ober­stu­fe kam die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Lite­ra­tur dazu. Es fas­zi­nier­te mich, wenn Autoren wie Hein­rich Böll, Max Frisch oder Fried­rich Dür­ren­matt grund­sätz­li­che Fra­gen des Mensch­seins stell­ten. Wir — die Chris­ten — hat­ten die Ant­wor­ten. Lei­der kann­ten wir häu­fig die Fra­gen nicht mehr. Ich war damals schon Christ. So wur­de der Deutsch­un­ter­richt zur Platt­form fürs Zeug­nis­ge­ben. Ganz unge­plant und ohne Krampf. Das konn­te sogar schrift­lich — in Auf­sät­zen — gesche­hen. Mein Leh­rer war Sozi­al­de­mo­krat und über­zeug­ter Athe­ist. Aber er war fair. Ich kann mich an man­che Stun­de erin­nern, wo wir minu­ten­lang zu zweit dis­ku­tier­ten. Die Klas­se hör­te gespannt zu.