Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buße

Walfisch, Rizinus und Niniveh

Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Mate­ri­al gebohrt. Eine kur­ze Auf­lis­tung: „The Pro­di­gal Pro­phet“ von Tim Kel­ler, habe ich als Hör­buch bei Audi­ble ange­hört. Kel­ler hat nach eige­ner Aus­sa­ge drei mal über das Buch Jona gepre­digt und ver­fass­te das Buch auf Wunsch sei­ner Frau. Vor­teil des Wer­kes: Aus­führ­li­cher Anhang, in dem Jona the­ma­tisch, biblisch theo­lo­gisch betrach­tet wird. Nach­teil: Ich den­ke Kel­ler zieht am Schluß doch zu schnell Sprün­ge zu unse­rer Zeit. Dies kann aber auch am Feh­len der Fuß­no­ten in der Hör­buch­fas­sung lie­gen. Hier bezieht Kel­ler zahl­rei­che wei­ter­ge­hen­de Kom­men­ta­re mit ein. Übri­gens: Im Pre­digt Pod­cast von Kel­ler fin­det sich auch eine Pre­digt über Jona aus den 90ern Jah­ren. Zusätz­lich zum „Pro­di­gal Pro­phet“, kann man so auch eine Ent­wick­lung des The­mas bei Kel­ler betrach­ten. Eine aktu­el­le­re Pre­digt fin­det sich in you­tube. Wenn wir schon bei Pre­dig­ten sind. Der Vier­tei­ler von Dick Lucas über Jonah schien mir den größ­ten Tief­gang zu besit­zen. Lucas bleibt wirk­lich hart­nä­ckig dabei, den Kon­flikt Jonas und Got­tes Han­deln mit die­sem unge­hor­sa­men Pro­phe­ten zu ver­fol­gen. Die Links zu …

„Nicht den Gegenstand, der mir zum Falle wurde, nein, den Fall selbst liebte ich“

Auf die­sen Aus­zug aus den Bekennt­nis­sen von Augus­ti­nus bin ich durch eine sehr gelun­gen Pre­digt von Paul Koch aus der St. Mar­ti­ni Kir­che in Bre­men auf­merk­sam gewor­den. Die­ser Text fin­det sich im Vier­ten Kapi­tel des zwei­ten Buches. Die deut­sche Über­set­zung der Con­fes­sio­nes  fin­det man lizenz­frei im Inter­net. „Bekannt ist, dass dein Gesetz, o Herr, den Dieb­stahl bestraft, und zwar sogar das in die Her­zen der Men­schen ein­ge­gra­be­ne Natur­ge­setz, das nicht ein­mal ihre Bos­heit aus­zu­lö­schen ver­mag. Denn wel­cher Dieb ertrü­ge, auch wenn er begü­tert ist, gleich­mü­tig den Dieb­stahl eines, den Not dazu treibt? Ich aber woll­te einen Dieb­stahl bege­hen und habe ihn auch began­gen, nicht durch irgend­wel­che Not­wen­dig­keit ver­an­lasst: an Gerech­tig­keit fehl­te es mir, ja ich hat­te Ekel vor ihr, und vor Bos­heit erstick­te ich. Denn ich stahl, was ich im Über­fluß, ja noch viel bes­ser besaß. Auch woll­te ich nicht, was der Dieb­stahl mir ver­schaff­te, genie­ßen, son­dern den Dieb­stahl selbst und die Sün­de.  Nahe unserm Wein­berg stand ein Birn­baum mit zwar zahl­rei­chen, jedoch häß­li­chen und unschmack­haf­ten Früch­ten. Die­se abzu­schüt­teln und hin­weg­zu­schlep­pen, mach­ten wir jun­gen Leu­te uns ohne …