Alle Artikel mit dem Schlagwort: Burnout

Buchrezension: Ich kann nicht mehr!

Die­ses Buch beschäf­tigt sich mit not­vol­len Situa­tio­nen unter­schied­lichs­ter Art, von denen die meis­ten Chris­ten im Lau­fe ihres Lebens in irgend­ei­ner Form betrof­fen sein wer­den. Kon­kret geht es dabei um Pro­ble­me in der Ehe, die Sor­ge um her­an­wach­sen­de Kin­der die sich vom Glau­ben abwen­den, Ver­su­chun­gen im per­sön­li­chen Glau­bens­le­ben wie auch um Kon­kurs, Gemein­de­pro­ble­me und die The­ma­tik des Bur­nouts. Beim Lesen wird sehr schnell deut­lich, dass der Autor die­se Situa­tio­nen selbst durch­lebt hat. Gleich zu Beginn berich­tet er kurz von den „Schick­sals­schlä­gen“ in sei­nem per­sön­li­chen Leben, bevor er sich den ein­zel­nen The­men zuwen­det. Der Leser fühlt sich „an die Hand genom­men“ und ver­stan­den, was es ihm leicht machen wird, die prak­ti­schen und Mut machen­den Denk­an­stö­ße und Rat­schlä­ge anzu­neh­men.Der zwei­te Teil des Buches ist eben­so wert­voll und beschäf­tigt sich mit der Lebens- und Lei­dens­ge­schich­te Hiobs.

Dunkle Stunden in der Nachfolge

In der heu­ti­gen schnell­le­bi­gen Zeit ist der Begriff „Bur­nout“ kein Fremd­wort mehr. Fast jeder ist ent­we­der selbst betrof­fen oder kennt Men­schen im eige­nen Umfeld, die unter dem Stress- und Erschöp­fungs­zu­stand lei­den. Lan­ge Zeit dach­te ich, depres­siv könn­ten nur die­je­ni­gen wer­den, die kei­nen Glau­ben, kei­ne Hoff­nung und kei­ne Zuver­sicht haben. Auch in man­chen christ­li­chen Büchern wird es ver­mit­telt: Der Christ soll immer hoch­er­freut und mutig sein. Und dann höre ich von eini­gen mir gut bekann­ten Chris­ten über ihr schwe­res see­li­sches und kör­per­li­ches Lei­den. Auch Syl­via Plock, vie­len Frau­en durch ihre ermu­ti­gen­den tief­grün­di­gen Vor­trä­ge und Bücher bekannt, über­fiel plötz­lich eine see­li­sche Dun­kel­heit, beglei­tet durch Angst­zu­stän­de, Erschöp­fung und Mutlosigkeit.

Wenn die Liebe zur Arbeit größer ist als zu Gott

Fünf­und­zwan­zig Jah­re lang hat­te ich den Dienst in der gro­ßen Stadt­ge­mein­de getan. Der Wie­der­auf­bau in der Nach­kriegs­zeit ging oft über die Kraft. Eine schwe­re Nie­ren­ko­lik, die mich in Neu­en­bürg beim War­ten auf die Bau­ge­neh­mi­gung einer Hei­mer­wei­te­rung in Neu­satz mit furcht­ba­ren Schmer­zen über­fiel, zwang mich am sel­ben Tag ins Kran­ken­haus. Nach­dem ich vier Tage und Näch­te trotz Mor­phi­um qual­voll ver­bracht hat­te, erleb­te ich durch Got­tes Güte eine wun­der­ba­re schnel­le Hei­lung. Ich tat Buße vor Gott und erkann­te, dass ich mei­ne Arbeit lie­ber gehabt hat­te als Gott. Quel­le: Hauß, Fried­rich: Erfah­run­gen mit Gott in Krieg und Wie­der­auf­bau. 2011, S. 103.