Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bücher lieben

Bücher, die den Schlaf versüßen

Es gibt wie­der eine deut­sche Neu­erschei­nung von John Piper. In Schmeckt und seht — Got­tes Über­le­gen­heit in allen Lebens­la­gen genie­ßen führt Piper den Leser in die Nähe Got­tes. Nicht nur kampf­mü­de Gläu­bi­ge fin­den dar­in Ermu­ti­gung, Hil­fe und Weg­wei­sung im Auf­schau­en auf den leben­di­gen Gott. Ich habe das Buch noch nicht gele­sen. Aber das Vor­wort hat mich sofort ange­spro­chen. Dar­in erklärt Piper, war­um er das Buch geschrie­ben hat. Gleich­zei­tig gibt er wohl den wich­tigs­ten Grund an, war­um wir gute Bücher lie­ben und lesen: Die bes­ten Schrei­ber erhö­hen unse­ren Genuss an der Bibel und unse­re Freu­de an Gott selbst. Die­sen Anspruch hat John Piper an sein eige­nes Buch. Die­sen Anspruch soll­te jeder christ­li­che Autor haben. Auch wir Leser kön­nen unse­ren Lese­ge­schmack und unse­re Aus­wahl an die­sem Anspruch tes­ten. Hier ist das Vor­wort in vol­ler Län­ge: John Cot­ton – ein Pas­tor aus Bos­ton, der 1652 starb – hat­te einen geist­li­chen Geschmack, der dem Durch­schnitts­men­schen heu­te unver­ständ­lich ist. Im Alter wur­de er ein­mal gefragt, war­um er bis spät in die Nacht hin­ein las. »Weil ich mei­nen Mund ger­ne mit einer Por­ti­on Cal­vin ver­sü­ße, ehe …

Fritz Binde über das Wissen der Welt und das Wissen über Gott

„Ich hat­te einen Plan gemacht. Stre­ben woll­te ich, stre­ben jede Stun­de und mit allen Kräf­ten. Aber nach was? Maler woll­te ich wer­den. Aber malen konn­te ich nur am Sonn­tag. Soll­ten die Aben­de der Woche ver­lo­ren gehen mit dem Geschwätz der soge­nann­ten Freun­de? Das muss­te auf­hö­ren. Da sah ich im Schau­fens­ter einer Buch­hand­lung eine Rei­he blau­grau­er Bücher ste­hen. „Wis­sen der Gegen­wart“ stand dar­über und jeder Band kos­te­te eine Mark. Auf ein­mal wuss­te ich, wonach ich stre­ben woll­te,  näm­lich nach mehr Wis­sen als mir die Schu­le und Vaters Biblio­thek gege­ben haben, näm­lich nach dem gesam­ten Wis­sen der Gegen­wart — über alles in der Welt. Auch über Gott. Ja, auch über Gott. Und da wuss­te ich auch, wo von jetzt an die Mark blei­ben soll­te, die mir Vater jede Woche als Taschen­geld gab. Einen solch blau­grau­en Band wür­de ich mir dafür kau­fen, jede Woche einen, und an den Aben­den jeder Woche wür­de ich ihn durch­le­sen. So fing ich an und führ­te es aus, Woche um Woche. Ich las vom Licht, vom Schall, von der Wär­me und Elek­tri­zi­tät, von Fix­ster­nen und Kometen, …