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Kolumne: Im Hause Gottes

Zwei Grün­de bewe­gen mich, fol­gen­de Zei­len zu schrei­ben. Ers­tens habe ich die Mög­lich­keit gehabt, unter­schied­li­che Ver­samm­lun­gen von Chris­ten zu besu­chen. Ich ent­deck­te, dass es dabei wich­tig ist, nicht mit Unzu­frie­den­heit oder mit dem Wunsch eine bes­se­re Gemein­de als die Eige­ne zu ent­de­cken, hin­zu­ge­hen. Auch nicht um ande­re Chris­ten in ihrer (ange­nom­me­nen) Unrei­fe zu ver­spot­ten. Son­dern vor allem um sich mit ande­ren Gemein­den zu tref­fen. Ich habe die Mög­lich­keit gehabt eine luthe­ri­sche und eine refor­mier­te Ver­samm­lung zu besu­chen. Mehr­mals durf­te ich Men­no­ni­ten besu­chen und ein Erleb­nis war auch der Besuch einer Syn­ago­ge. Über all die­se Ereig­nis­se will ich so Gott will und wir leben berich­ten, weil ich von jedem die­ser Besu­che als Christ pro­fi­tiert habe. Auch glau­be ich das Theo­lo­gie Pra­xis ist, so war ich auch immer neu­gie­rig, wie die ein­zel­nen Deno­mi­na­tio­nen ihre Got­tes­diens­te gestal­ten. Wie gesagt, all das schrei­be ich als ein Christ, der zufrie­den mit sei­ner Gemein­de ist, und ger­ne die­se besucht. Am aller­meis­ten durf­te ich jedoch von den Besu­chen unter­schied­li­cher Brü­der­ge­mein­den pro­fi­tie­ren. Und das bringt mich zum zwei­ten Grund. In den letz­ten Monaten …

Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann

Mit Ent­set­zen aber gleich­zei­tig auch mit Freu­de ent­sin­ne ich mich an eine „christ­li­che“ und „bibel­treue“ Kon­fe­renz, auf der ich vor etwa zwei Jah­ren anwe­send war. Ich wer­de kei­ne Namen und Orte nen­nen, jedoch wird für den Ken­ner auch so offen­sicht­lich sein, wovon ich rede. Der Autor sprach über die Offen­ba­rung und sein Fazit war im Gro­ßen und Gan­zen, dass die Offen­ba­rung die Chris­ten nichts angeht, da der Inhalt nur die Juden betrifft, die nach der Ent­rü­ckung der Gemein­de zum Glau­ben kom­men wer­den. Es waren noch vie­le wei­te­re ver­wir­ren­de The­sen auf­ge­stellt wor­den, jedoch lag über allem der Unter­ton: Dies betrifft nur die Juden, und das betrifft nur die Juden, für die Gemein­de sind im Gro­ßen und Gan­zen nur die Pau­lus­brie­fe, und selbst hier nicht alle. Das war das Ent­set­zen! Es wur­de grö­ßer, als aus den Rei­hen der Zuhö­rer ver­ein­zelt Hal­­le­lu­­ja-Rufe erschall­ten über die­se „Fro­he Bot­schaft“. Der Red­ner hielt uns vor, dass Ver­se, wie „sei getreu bis zum Tod, so will ich dir die Kro­ne des Lebens geben“, nie­mals für Men­schen gemeint sein kön­nen, die unter der Gnade …

Von einem, der zuerst nach dem Reich Gottes trachtete

Die­ses Buch war schon eini­ge Jah­re in mei­nem Regal. Bei einer Bestel­lung bei cbuch.de war es güns­ti­ger, das Buch mit dazu zu bestel­len, als den Ver­sand zu zah­len. Erst jetzt kam ich dazu es zu lesen: Vie­le Ent­wick­lun­gen, die kenn­zeich­nend für die Erwe­ckung in der Brü­der­be­we­gung sind, gehen auf Prak­ti­ken und Erkennt­nis­se von Gro­ves zurück. Als rei­cher Zahn­arzt beschließt Gro­ves (übri­gens war sein Schwa­ger nie­mand gerin­ge­res als Georg Mül­ler) zuerst 10% und spä­ter 25% sei­nes Ein­kom­mens Gott abzu­ge­ben. Aber er stellt fest, dass kein Bereich sei­nes Lebens Pri­vat­sphä­re blei­ben darf. Und alles, auch sein Ver­mö­gen, Gott geweiht wer­den muss. Somit begnügt er sich damit, mit dem nötigs­ten aus­zu­kom­men, alles ande­re gehört dem Herrn. Sein Mot­to ist: „Arbei­te hart, ver­brau­che wenig, gib viel, und das alles für Chris­tus“. 1827 soll Gro­ves der ers­te gewe­sen sein, der vor­schlug, dass kein ordi­nier­ter Pastor/Prediger anwe­send sein muss, damit die Gemein­de das Brot bre­chen darf.  Gro­ves war kei­ner, der Was­ser pre­dig­te und Wein trank. Als er 1825 das Buch „Christ­li­che Hin­ga­be“ ver­öf­fent­lich­te, konn­te jeder sehen, dass er das glaub­te, was …