Alle Artikel mit dem Schlagwort: Beat Tanner

Von Prinzessinnen, Prinzen und ihren Untertanen

Was für ein her­aus­for­dern­der Titel! Ich besit­ze das Vor­recht, Beat Tan­ner per­sön­lich zu ken­nen, einen Men­schen, der sich vor allem durch Freund­lich­keit und Mit­ge­fühl aus­zeich­net. Das er aber auch kla­re Töne fin­den kann, hat er nun mit die­sem hand­li­chen Rat­ge­ber bewie­sen. Gibt es aber nicht Erzie­hungs­rat­ge­ber, auch christ­li­che, in Hül­le und Fül­le? Sind wir nicht schon müs­sig gewor­den, die nächs­te neue Erzie­hungs­me­tho­de aus­zu­pro­bie­ren? Tan­ners Büch­lein erweist sich vor allem des­we­gen als erfri­schend, weil es wie­der ganz zurück, an den Anfang und Ursprung der Schrift führt. Die Lösung, die das Buch für das Gesell­schafts­phä­no­men Macht­um­kehr (zwi­schen Eltern und Kin­dern) anbie­tet, liegt in einer aus­führ­li­chen Bespre­chung von Eph. 6,1−4. Krei­send ent­wi­ckelt der Autor einen neu­en Zugang zu die­sen so alt­be­kann­ten aber wenig beach­te­ten Ver­sen. Wie oft hält man die­se Stel­le für ver­al­tet, und meint im gren­zen­lo­sen Wün­scheer­fül­len und Ver­wöh­nen der Kin­der einen bes­se­ren (und ein­fa­che­ren) Weg für die Erzie­hung gefun­den zu haben? Ich muss­te mich beim Lesen so oft an die eige­ne Nase packen, dass sie rot wur­de. Was bei den Kleins­ten noch als kon­trol­lier­bar erscheint, nimmt …

Mit Christus zu Christus gehen…

Auf  glaubend.de berich­te ich über mei­ne Erfah­run­gen mit der See­slsor­ge­aus­bil­dung bei der Christ­li­chen Fach­stel­le für Ehe, Fami­lie und Lebens­be­ra­tung in Aar­au. Ich wünsch­te ich könn­te deut­li­cher schil­dern, wie ich von die­ser Aus­bil­dung und von den Kon­tak­ten mit Beat Tan­ner pro­fi­tiert habe und wei­ter­hin pro­fi­tie­re. An die­ser Stel­le möch­te ich noch ein­mal auf die­ses Video von Beat Tan­ner hin­wei­sen, mit dem er die Zie­le der Aus­bil­dung erklärt: Wer mei­nen Arti­kel lesen möch­te, fin­det die­sen hier: „Wel­chen Rat kann ich mei­nem Bru­der, mei­ner Schwes­ter in ihrer Not, ihrer Angst und ihrer Sor­ge geben. Wie kann die­ser Rat wirk­lich wei­se sein und Lie­be und Wahr­heit ver­mit­teln? Was muss ich an mir ändern, damit ich bes­ser auf Chris­tus hin­wei­sen kann? Wie kann ich mei­nen Bru­der bes­ser ver­ste­hen? Wie kann ich zwi­schen Sün­de und Scham unter­schie­den? Wie kann ich Stra­te­gien ent­wi­ckeln, um auch mit einem sehr beun­ru­hig­ten Men­schen ins Gespräch über das Wort Got­tes zu kom­men? Das sind nur eini­ge der The­men, die aus­führ­lich ein­schließ­lich per­sön­li­chem Men­to­ring und zusätz­li­cher Vor­be­rei­tungs­lek­tü­re im Lau­fe von zwei Jah­ren bespro­chen wer­den…“ Auch Han­ni­el hat übrigens …

Eine Theologie der Seelsorge

Beat A. Tan­ners Dis­ser­ta­ti­on war das ers­te Buch zum The­ma Seel­sor­ge, an dass ich mich getraut habe. Das ich gleich so einen Wäl­zer wähl­te, lag dar­an, dass ich den Autor per­sön­lich ken­nen ler­nen durf­te. Das ers­te Kapi­tel erschlug mich auch zunächst mit vie­len Fach­wör­tern, aber von Sei­te zu Sei­te stieg mei­ne Begeis­te­rung. Der Autor ver­sucht die Seel­sor­ge aus der bet­teln­den Ernied­ri­gung vor der Psy­cho­lo­gie auf­zu­zei­gen, und zeigt auch den Weg dahin: Die Flucht nach vor­ne zu Chris­tus! Mit den Reich­tü­mern Ägyp­tens ver­lie­ren wir nur unse­re Schät­ze bei Chris­tus. Dafür lie­fert der Autor zahl­rei­che Hin­wei­se dafür, wie man Seel­sor­ge auf Grund­la­ge der Recht­fer­ti­gung in Chris­tus auf­bau­en kann: Unter­schei­den, aber nicht tren­nen! Das ist eine The­se auf die der Autor regel­mä­ßig hin­weist: Unter­schei­den kann man gut zwi­schen Hirn und Herz, Kör­per und See­le, und doch trennt die Psy­cho­ana­ly­se die­se zu sehr, manch­mal soweit, dass die Exis­tenz des inne­ren Men­schen völ­lig geleug­net wird. Schuld und Scham: „Scham und Sün­de sind zwei ver­schie­de­ne Aspek­te der Fol­gen des Sün­den­fal­les, die sich von­ein­an­der nicht tren­nen las­sen. Es lohnt sich jedoch, Sün­de und Scham …