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Nur noch ein Kapitel …

… war mein meistgedachter Gedanke beim Lesen dieses Buches. Denn eigentlich hatte ich gar keine Zeit, und eigentlich hatte ich eine Menge Anderes zu tun. Aber das Buch hat mich gepackt und einfach nicht mehr losgelassen. Und so wurden es dann doch jedesmal ein paar Kapitel mehr. Dabei wollte ich das Buch eigentlich gar nicht lesen. Die Beschreibung klang so nach Kriegsgeschichte, und Kriegsgeschichten mag ich gar nicht. Aber dann kam alles ganz anders. Die Handlung beginnt wohl während des Zweiten Weltkriegs, aber vom Krieg selbst kommt nur ganz am Anfang ein wenig vor; das war gut zu verkraften. Der Rest fügt sich so flüssig und selbstverständlich in den Handlungsablauf ein, daß man nur noch die handelnden Personen sieht, ihr persönliches Ergehen, ihre Ängste und Nöte, daß man meint, mit ihnen aufgewachsen zu sein. Andererseits erlebt man die Umstände hautnah mit: den Druck auf die Zivilisten und auf die jungen Rekruten, die Willkür der Machthabenden in Deutschland, Ängste und Belastungen der jungen Soldaten und die allgegenwärtige ängstliche Stimmung.

Auf getrennten Wegen

Weltkriegsromane gehören nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Das Thema scheint für mich durch den Unterricht in der Schule doch weitgehend abgedeckt zu sein. Es reizte mich aber doch, einen Debütroman zu lesen, der dazu noch ausdrücklich christlich sein sollte. „Auf getrennten Wegen“ beginnt in den Wirren des 2. Weltkriegs. Hitlers Sieg ist entgegen aller Propaganda alles andere als sicher. Ganz im Gegenteil, die Alliierten schlagen die braune Front immer weiter zurück. Das Ende des Schreckens naht.