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Tertullian: Verteidigung

„Wenn der Tiber bis in die Stadtmauern steigt, wenn der Nil nicht bis über die Feldfluren steigt, wenn die Witterung nicht umschlagen will, wenn die Erde bebt, wenn es eine Hungersnot, wenn es eine Seuche gibt, sogleich wird das Geschrei gehört: „Die Christen vor den Löwen!“ So viele vor einen?! Ich bitte euch, wie viele Kalamitäten haben nicht schon vor Tiberius, d.h. vor der Ankunft Christi, den Erdkreis und die Stadt betroffen?“ – Tertullian in „Verteidigung“. Es gibt viele Gründe, warum man Tertullian lesen sollte. Da wäre erst einmal die generell anti- oder zumindest unchristliche Atmosphäre des zweiten Jahrhunderts, die unserer nicht unähnlich ist. C. Trueman bemerkte meines Erachtens  zurecht, dass wir vor allem aus dem zweiten und dritten Jahrhundert am meisten für unsere Zeit schöpfen können. Ähnlich wie vor fast zweitausend Jahren, wird das Christentum nicht nur abgelehnt, es gilt als unästhetisch und widerlich. Vom Marktplatz der zulässigen Meinungen ist es schon lange ausgeschloßen. Doch es liegt auch an Tertullian persönlich, warum seine „Verteidigung des Christentums“ ein guter Startpunkt ist, um die Literatur der …