Alle Artikel mit dem Schlagwort: Allegorie

John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) — Teil 1

„Der Weg ist das Ziel.“ Das behaup­te zumin­dest Kon­fu­zi­us. Es mag sein, dass die­se Aus­sa­ge für eini­ge Wege, die man geht, zutrifft. Doch die­se Idee auf den Lebens­weg zu über­tra­gen, kann fata­le Fol­gen haben. John Bun­y­an fand in der Bibel eine ande­re Beschrei­bung des Lebens­we­ges: „Geht ein durch die enge Pfor­te! Denn die Pfor­te ist weit und der Weg ist breit, der ins Ver­der­ben führt; und vie­le sind es, die da hin­ein­ge­hen. Denn die Pfor­te ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und weni­ge sind es, die ihn fin­den“ (Mt. 7,13−14). Wel­ches Ziel du erreichst, hängt davon ab, wel­chen Weg du gehst. Die Bibel kennt nur zwei Zie­le, die auf zwei ver­schie­de­nen Wegen erreicht wer­den. Das hier von Jesus ver­wen­de­te Bild legt John Bun­y­an sei­nem Werk „Die Pil­ger­rei­se zur seli­gen Ewig­keit“ zugrun­de (so lau­tet der Titel der ers­ten deut­schen Über­set­zung. Sei­ne alle­go­ri­sche Erzäh­lung, die zuerst 1678⁄1684 erschien, erfreut sich bis heu­te gro­ßer Beliebt­heit. Ich möch­te hier die aktu­el­le und sprach­lich neu bear­bei­te­te deut­sche Aus­ga­be von 2012 aus dem SCM R. Brockhaus …

Das Geheimnis der vierten Burg

Das Geheim­nis der vier­ten Burg. Mein ers­tes Buch (auf eddi-on.de) vom Francke-Ver­­lag. Bekannt ist der Ver­lag eher für christ­li­che Unter­hal­tungs­lek­tü­re und so soll­te es nicht wun­dern, dass es heu­te um ein sol­ches Werk gehen soll. Das Cover und die Beschrei­bung ver­hei­ßen Span­nung und wecken mein Inter­es­se. So begin­ne ich… The­ma und Inhalt  Es geht um Ger­not. Den letz­ten Sproß der Fami­lie von Habicht­stein. Ihre Fami­li­en­ge­schich­te ist gezeich­net von Fluch und Unglück, der seit einem bösen Tage auf ihnen liegt. Dem Tag, an dem der Urgroß­va­ter einen ver­bo­te­nen Baum fäll­te. Auch Ger­not als jun­ger Mensch hat schon Schuld auf sei­ne See­le auf­ge­la­den. Er will sich aber nicht vom Fluch belas­ten las­sen und ver­lässt die Burg um Rit­ter zu wer­den. Im Lan­de regiert der Prinz, der Sohn des Königs. Zumin­dest sind das die Wor­te des Gene­rals. Er hält den Prin­zen gefan­gen und gibt sich nach außen als ein Ver­tre­ter des Prin­zen aus. Vor lan­ger Zeit hat­te der König im Lan­de gelebt und war dann fort gegan­gen. Sei­nen Sohn hat­te er als Ver­wal­ter ein­ge­setzt. Doch der Gene­ral über­nahm die …