Erzählungen
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Auf getrennten Wegen

Debütroman von Richard Kilian

Welt­kriegs­ro­ma­ne gehö­ren nicht zu mei­ner bevor­zug­ten Lek­tü­re. Das The­ma scheint für mich durch den Unter­richt in der Schu­le doch weit­ge­hend abge­deckt zu sein. Es reiz­te mich aber doch, einen Debüt­ro­man zu lesen, der dazu noch aus­drück­lich christ­lich sein soll­te.

„Auf getrenn­ten Wegen“ beginnt in den Wir­ren des 2. Welt­kriegs. Hit­lers Sieg ist ent­ge­gen aller Pro­pa­gan­da alles ande­re als sicher. Ganz im Gegen­teil, die Alli­ier­ten schla­gen die brau­ne Front immer wei­ter zurück. Das Ende des Schre­ckens naht.

Und die­se Wir­ren des Krie­ges sind ver­ant­wort­lich dafür, dass die zwei Pfle­ge­brü­der Erich Brunn­hö­fer und Johan­nes Wolf für Jahr­zehn­te getrennt wer­den. Bei­de arbei­ten hart dar­an ihrer größ­ten Lei­den­schaft, der Natur­wis­sen­schaft, nach­zu­ge­hen. Der eine in Ame­ri­ka, der ande­re in Euro­pa. Doch das Leben scheint es nicht gut mit ihnen zu mei­nen. Vor allem Erich als Deut­scher in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten muss die Erfah­rung machen, dass der Krieg auf zwi­schen­mensch­li­cher per­sön­li­cher Ebe­ne mit dem Ende des 2. Welt­krie­ges noch lan­ge nicht abge­schlos­sen ist… Und dann ist da noch der Glau­be an einen Gott, der schein­bar kei­ne Gna­de mit sei­nen Kin­dern hat.

Richard Kili­an woll­te einen Roman schrei­ben, der unter­hal­ten, indem aber auch der Glau­be an Gott nicht zu kurz kom­men soll­te. Ich den­ke dass man sich dabei oft auf einem sehr schma­len Grad bewegt. Umso erfreu­li­cher ist, dass es meist gelun­gen ist. Der christ­li­che Glau­be wirkt nicht als ein Fremd­kör­per in einer span­nen­den Geschich­te. Sel­ten fin­den sich from­me Flos­keln und erzwun­ge­ne Diao­ge um den christ­li­chen Glau­ben.

Die Geschich­te endet nicht im Nach­kriegs­deutsch­land son­dern in der Jetzt­zeit. Bis zum Schluss blei­ben vie­le Fra­gen offen und erst auf den letz­ten Sei­ten lösen sich die letz­ten offe­nen Hand­lungs­strän­ge. Lei­der wirkt die Ent­flech­tung zum Schluss doch sehr zufäl­lig.

Für einen Debüt­ro­man ist „Auf getrenn­ten Wegen“ ein lesens­wer­ter Roman. Obwohl Män­ner die Haupt­fi­gu­ren sind, ist es auch für das weib­li­che Geschlecht inter­es­sant zu lesen. „Auf getrenn­ten Wegen“ ist ein über wei­te Stre­cken span­nend geschrie­be­ner Roman mit einer gut dosier­ten Pri­se her­aus­for­dern­den Glau­ben.

Titel: Auf getrenn­ten Wegen
Autor: Richard Kili­an
Sei­ten: 499
For­mat: 14 x 21 cm
Ein­band: Paper­back
Jahr: 1. Auf­lage 2010
Ver­lag: BOAS-Ver­­lag
Preis: 12,95 EUR (eBook: 6,99 EUR)
erhält­lich bei: ALPHA
auch als eBook erhält­lich: ceBooks.de

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