Allgemein, Sachbücher
Kommentare 2

Rettender Glaube ist eine Herausforderung

Eine Ausführung von Arthur W. Pink

Ret­ten­der Glau­be ist also aus fol­gen­den Grün­den so schwie­rig:

  1. Der wah­re Cha­rak­ter ret­ten­den Glau­bens ist dem natür­li­chen Men­schen völ­lig fremd, und daher wird die­ser leicht von Satans ein­leuch­ten­den Attrap­pen getäuscht. Doch selbst wenn der Mensch aus der Bibel weiß, was ret­ten­der Glau­be ist, kehrt er Chris­tus ent­we­der trau­rig den Rücken zu wie der rei­che Jüng­ling, als er von den Bedin­gen der Nach­fol­ge erfuhr, oder er bekennt in heuch­le­ri­scher Wei­se das zu haben, was ihm Wirk­lich­keit noch fehlt.
  1. Die Macht der Selbst­lie­be beherrscht den Men­schen inner­lich mit Über­le­gen­heit, und sich selbst zu ver­leug­nen ist eine zu hohe Anfor­de­rung für den natür­li­chen Men­schen.
  2. Die Lie­be  zur Welt und die Sym­pa­thie der Freun­de steht einer völ­li­gen Aus­lie­fe­rung an Chris­tus im Wege.
  3. Die For­de­rung Got­tes, dass er von gan­zem Her­zen geliebt wer­den will und dass wir „im gan­zen Wan­del hei­lig“ sein sol­len (1. Petr 1,15) wider­strebt dem fleisch.
  4. Die Schmach Chris­ti zu tra­gen, von der reli­giö­sen Welt gehasst zu wer­den (Joh 15,18), um der Gerech­tig­keit wil­len Ver­fol­gung zu erlei­den, ist etwas, wovor Fleisch und Blut zurück­schre­cken.
  5. Uns vor Gott zu demü­ti­gen und buß­fer­tig all unse­ren Eigen­wil­len zu beken­nen, ist etwas, woge­gen ein nicht zer­bro­che­nes Herz rebel­liert.
  6. Den „guten Kampf des Glau­bens zu kämp­fen“ (1 Tim 6,12) und „den Bösen zu über­win­den“ (1 Jo 2,13) ist für sol­che, die ihre eige­ne Bequem­lich­keit lie­ben, ein zu anst­re­gen­des Unter­fan­gen.

Gro­ße Men­gen möch­ten vor der Höl­le erret­tet wer­den (das ist der natür­li­che Instinkt des Lebens­wil­lens), aber die­se Men­schen wol­len nicht von der Sün­de erret­tet wer­den. Ja, es gibt Zehn­tau­sen­de, die irre­ge­führt wur­den und mei­nen, sie hät­ten „Chris­tus als ihren Ret­ter ange­nom­men“, doch ihr Leben zeigt ein­deu­tig, dass sie ihn als ihren Herrn ableh­nen. Wenn ein Sün­der Ver­ge­bung von Gott erlan­gen möch­te , muss er sei­nen Weg ver­las­sen (Jes 55,7) Nie­mand kann sich zu Gott bekeh­ren, solan­ge er sich nicht von den Göt­zen abkehrt (12 Thes 1,9). Daher for­der­te der Herr Jesus. „So kann nun kei­ner von euch, der nicht allem ent­sagt, was er hat, mein Jün­ger sein“ (Lk 14,33)

Arthur W. Pink in „Was ist ret­ten­der Glau­be“ (S.48f.)

2 Kommentare

  1. Clemens sagt

    Die alte Ver­wechs­lung von Erret­tung und Jün­ger­schaft. Was Pink da ver­kün­digt, ist kras­se Werk­ge­rech­tig­keit.

  2. Sergej Pauli sagt

    Hal­lo Cle­mens, gut mög­lich, jedoch, war mir der Gedan­ke Pinks wich­tig, dass es nötig ist, Chris­tus nicht nur als Erret­ter, son­dern auch als Herrn anzu­neh­men. Ein Punkt geht auch an Pink, da unse­re Zeit voll von Men­schen ist, die sich für geret­tet hal­ten, ohne es in der Tat zu sein. Pro­ble­ma­tisch scheint mir aber in der Tat die Idee man kön­ne in sich selbst Grün­de für Heils­ge­wiss­heit finden…dann ist es kein Glau­be mehr. So ganz schlau bin ich aus A.W. Pink auch nicht gewor­den

Hinterlasse einen Kommentar!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.