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Meine 7 besten Bücher in 2010

Ich habe die­ses Jahr ver­mut­lich weni­ger Bücher gele­sen, als in den drei oder vier Jah­ren davor. Und auch nicht alle Bücher die ich las oder zum Teil las, waren lesens­wert oder gewinn­brin­gend. Auf dem Blog von desiriggod.org las ich heu­te ein Zitat von John Piper, in dem er tref­fend for­mu­liert, wor­auf es beim Lesen ankommt:

Ich möch­te nicht den Ein­druck erwe­cken, dass  es wich­tig sei, vie­le Bücher zu lesen. Wich­tig ist, dass man gute Bücher liest und die­se gut liest. Nach­den­ken­des Lesen, mit Pau­sen und nach­sin­nend lesen, ein Lesen, das tief in die Rea­li­tät hin­ein­schaut — die­se Art des Lesens bringt Gewinn. Man soll­te nie auf­hö­ren, auf die­se Art zu lesen. Wachs­tum, För­de­rung und Ver­än­de­rung wer­den bei dir nie­mals auf­hö­ren. Dann bist näm­lich den Rest dei­nes Lebens in Gesell­schaft mit gro­ßen Den­kern und Men­schen mit einem wei­tem Her­zen und du wirst so wer­den wie sie, wenn du liest, um Ein­sicht zu erlan­gen und wenn du für das Leben liest. (frei über­setzt)

Eine Aus­wahl der Bücher, die ich 2010 las, möch­te ich hier vor­stel­len. Sie­ben Büchern habe ich zu mei­nen Top 7 gekürt. Auch wenn „Top 10“ bes­ser klingt, haben es bei mir nur sie­ben Bücher in die­se Lis­te geschafft. Hier sind sie also, alpha­be­tisch nach Autor sor­tiert:

1. Hal­les­by, Ole: Wie ich Christ wur­de

Die­ses Buch las ich inner­halb von fünf Tagen auf einer Jugend­frei­zeit im Som­mer. Jede freie Minu­te nutz­te ich dazu und auch die Stil­le der Nacht. Das Buch liest sich sehr flüs­sig, und auch wenn es kein Roman ist, sehr span­nend. Wie wird aus einem Zweif­ler ein Glau­ben­der? Wie wird aus einem reli­giö­sen Mensch ein Christ, der sein Leben auf dem Fel­sen Jesus Chris­tus baut und des­halb in alles Stür­men des Lebens fel­sen­fest steht? Die­se Fra­gen wer­den in die­sem Buch beant­wor­tet. Ein Buch zum Selbst­le­sen und Wei­ter­ge­ben.

2. Har­ris, Joshua: Dug Down Deep. Uneart­hing What I Belie­ve and Why It Mat­ters

Ok, nicht mit allem in die­sem Buch war ich ein­ver­stan­den. Und trotz­dem hat es die­ses Buch in die Top 7 geschafft. Josh Har­ris hat es meis­ter­haft geschafft, Theo­lo­gie so zu ver­pa­cken, dass sie begreif­bar wird. Er hat mir gehol­fen, theo­lo­gi­sche Sach­ver­hal­te in der Pre­digt so dar­zu­stel­len, dass die Zuhö­rer, die weni­ge oder gar kei­ne theo­lo­gi­sche Bücher lesen oder Kennt­nis­se haben, sie ver­ste­hen kön­nen.

3. Har­vey, Dave: Wenn Sün­der sich das Ja-Wort geben. Die Kraft des Evan­ge­li­ums für die Ehe ent­de­cken

Das ist nicht das ein­zi­ge Ehe­buch, das ich die­ses Jahr las. Aber es ist das Bes­te. Zurück zum Evan­ge­li­um, das ist die Devi­se die­ses Buches. Es kommt ohne nett­ge­mein­te psy­cho­lo­gi­sche Tipps und kli­schee­be­haf­te­ter Beschrei­bun­gen der Geschlech­ter­un­ter­schie­de aus. Nicht die Unter­schie­de bei Mann und Frau ver­ur­sa­chen Pro­ble­me in der Ehe, son­dern die Sün­de. Dass muss uns mal wie­der gesagt wer­den.

4. Piper, John: End­lich leben! Von neu­em gebo­ren

Wie­der­ge­burt — die­ser bibli­scher Aus­druck will ver­stan­den wer­den. Und nicht sel­ten sieht man ein ver­le­ge­nes Schul­ter­zu­cken, wenn man Chris­ten fragt, was denn unter Wie­der­ge­burt zu ver­ste­hen ist. John Piper schafft es in die­sem Buch, die­sen Begriff zu ent­wir­ren und die wich­tigs­ten Fra­gen über die Wie­der­ge­burt zu beant­wor­ten. Lesens­wert!

5. Rie­ger, Joa­chim und Man­fred: Ole Hal­les­by — der Fels aus Nor­we­gen

Die­ses Buch habe ich bereits in die­sem Bei­trag vor­ge­stellt. Hier möch­te ich nur zitie­ren, was ich dort geschrie­ben habe: „Wer bereits Bücher von Hal­les­by kennt, der soll­te sich die Bio­gra­phie auf jeden Fall auch beschaf­fen und lesen. Wer ihn noch nicht kennt, aber gern Ein­bli­cke in die Kir­chen- und Poli­tik­ge­schich­te Nor­we­gens bekom­men möch­te und gleich­zei­tig von den Erfah­run­gen eines fel­sen­fes­ten Man­nes pro­fi­tie­ren möch­te, der soll­te zu die­ser Bio­gra­phie grei­fen und wird mit Sicher­heit anschlie­ßend auch die ande­ren erhält­li­chen Bücher von Hal­les­by lesen.“

6. Stott, John: Das Kreuz. Zen­trum des christ­li­chen Glau­bens

Das Kreuz und der gekreu­zig­te Jesus Chris­tus sind das Zen­trum des christ­li­chen Glau­bens. John Stott hat mit die­sem Buch ein meis­ter­haf­tes Lebens­werk hin­ter­las­sen. Mir hat die­ses Buch vor allem die Aus­sa­ge in Gala­ter 6,14 wich­tig gemacht: „Von mir aber sei es fer­ne, mich zu rüh­men, als nur des Kreu­zes unse­res Herrn Jesus Chris­tus, durch das mir die Welt gekreu­zigt ist uns ich der Welt.“ Die Erst­erschei­nung die­ses Wer­kes ist fast 25 Jah­re her. In Deutsch ist es aber erst 2009 erschie­nen. Ich wün­sche die­sem Buch vie­le Leser. Oder bes­ser gesagt: Ich wün­sche vie­len Chris­ten und auch Suchen­den, dass sie die­ses Buch lesen, durch dass sie zum Kreuz, zu Chris­tus, zum Evan­ge­li­um, zur Wahr­heit der Bibel geführt wer­den.

7. Wölk, Ger­hard: Geschich­te der Men­no­ni­ten-Brü­der­ge­mein­den in Deutsch­land

Die meis­te Zeit mei­nes Lebens war die Men­no­ni­ten-Brü­der­ge­mein­de (MBG) mei­ne geist­li­che Hei­mat. 2010 wur­de in vie­len Gemein­den das 150 Jubi­lä­um der MBG gefei­ert. Zu die­sem Anlass wur­de eine Wan­der­aus­stel­lung ins Leben geru­fen, die ich im Mai sehen durf­te und die mich stark beein­druckt hat. Die Aus­stel­lung und das Buch von Ger­hard Wölk ergän­zen sich her­vor­ra­gend. Han­delt die Aus­stel­lung haupt­säch­lich von der Geschich­te der MBG bis zur Aus­wan­de­rung nach Deutsch­land, so behan­delt Ger­hard Wölk die Geschich­te und Ent­wick­lung der unab­hän­gi­gen, kei­nem Dach­ver­band ange­hö­ri­gen Gemein­den in Deutsch­land. Beson­ders gut hat mir der Mit­tel­teil des Buches gefal­len, mit den Kapi­teln „Das Selbst­ver­ständ­nis der MBG“, „Her­an­bil­dung der Gemein­de­ar­bei­ter“, „Christ­li­che Erzie­hung und die Schu­le“, „Gesang und Musik in der Gemein­de“ und „Publi­ka­tio­nen“. Ich bin davon über­zeugt, dass Geschich­te und die Beschäf­ti­gung mit der eige­nen Geschich­te sowohl sinn­bil­dend als auch iden­ti­täts­stif­tend ist. Dazu hat die­ses Buch bei mir per­sön­lich bei­ge­tra­gen.
Ger­hard Wölk schließt sein Buch mit fol­gen­den Wor­ten: „Wir sind geist­li­che Nach­fah­ren von Chris­ten, die für ihre Über­zeu­gung und für ihren Glau­ben bereit waren, alle Nach­tei­le bis zum Mär­ty­ri­um hin­zu­neh­men. ‚Die heu­ti­ge Men­no­ni­ten-Brü­der­ge­mein­de muss die­sen Tat­sa­chen dadurch Rech­nung tra­gen, dass sie nicht nur an die Geschich­te denkt, son­dern sich neu mit den bibli­schen Wahr­hei­ten befasst, die den ver­gan­ge­nen Gene­ra­tio­nen von gro­ßer Bedeu­tung waren‘ (Otto Wie­be). Denn was nicht biblisch ist, das ist auch nicht men­no­ni­tisch.“

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

3 Kommentare

  1. Sehr inter­es­san­te Lis­te. Nicht gera­de was man erwar­ten wür­de…
    Lei­der habe ich kei­nes der Bücher gele­sen. Am meis­ten wür­den mich Pipers „End­lich Leben“ und Stotts „Das Kreuz“ inter­es­sie­ren…

  2. Hal­lo Peter!

    Mich wür­de inter­es­sie­ren, wie dei­ne Lis­te aus­se­hen wür­de. Kommt da noch was auf dei­nem Blog?

  3. Evtl. zu Neu­jahr, aber ich muss zuge­ben dass ich 2010 nicht der lese­freu­digs­te war..;-) Wäre mal was für einen Vor­satz: Mehr und inten­si­ver lesen!

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