Leserunde: Lit!
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Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books

Wir wol­len in die­sem Blog nicht nur Bücher vor­stel­len, son­dern unse­ren Lesern auch hel­fen, sie bes­ser und gründ­li­cher zu lesen. Lesen soll kein Selbst­zweck sein. Aus die­sem Grund star­ten wir eine Leserun­de mit dem Buch Lit! A Chris­ti­an Gui­de to Rea­ding Books von Tony Rein­ke. Er zeigt in sei­nem Buch, dass Chris­ten „christ­lich“ lesen soll­ten. Chris­ten soll­ten — wie bei allem was sie tun — biblisch den­ken und bibl­sich lesen.

Auch wenn das Buch nur in eng­li­scher Spra­che erhält­lich ist und vie­le allein schon wegen der Fremd­spra­che nicht an die­ser Leserun­de teil­neh­men wer­den, wol­len wir es den­noch ver­su­chen. Die Bei­trä­ge zum Buch wer­den in deut­scher Spra­che geschrie­ben und auch Zita­te aus dem Buch wer­den nach Mög­lich­keit über­setzt, so dass die­je­ni­gen, die das Buch nicht mit­le­sen, trotz­dem von den Gedan­ken des Buches pro­fi­tie­ren und an der dar­an anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on teil­neh­men kön­nen.

Für wen ist das Buch geeig­net?

Tim Chal­lies schreibt in sei­ner Emp­feh­lung:

Tony Rein­ke liest nicht nur, son­dern er liest auch gründ­lich, und das sind zwei ver­schie­de­ne Din­ge. Wenn du kein Viel­le­ser bist, betrach­te Lit! als ein Teil dei­ner Aus­bil­dung. Tony wird dir bei­brin­gen zu lesen, breit­ge­fä­chert zu lesen und gründ­lich zu lesen. Wenn du bereits ein pas­sio­nier­ter Leser bist, betrach­te Lit! als eine Inves­ti­ti­on, die dich anlei­ten will, noch bes­ser zu lesen.

Tim unter­schei­det zwi­schen zwei Ziel­grup­pen und sagt, dass das Buch ist im Prin­zip für jeden eine loh­nen­de Inves­ti­ti­on sei. Ich möch­te mei­ne Emp­feh­lung etwas spe­zi­fi­zie­ren. Es eig­net sich mei­ner Mei­nung nach ins­be­son­de­re auch für:

  • Pas­to­ren und Mit­ar­bei­ter in Gemein­den. Sie tra­gen die Ver­ant­wor­tung, dass die Mit­glie­der in der Gemein­de die nöti­ge und die rich­ti­ge geist­li­che Nah­rung bekom­men. Bücher spie­len dabei eine wesent­li­che Rol­le. Sie kön­nen Bücher ziel­ge­rich­tet emp­feh­len und den Gläu­bi­gen hel­fen, Prio­ri­tä­ten beim Lesen zu set­zen. Aber sie kön­nen auch Men­schen, die gar nicht lesen (und ich glau­be davon gibt es zu vie­le) zum Lesen moti­vie­ren und anlei­ten.
  • Eltern. Nicht die Schu­le und auch die Freun­de oder die Peer­group soll­ten die eige­nen Kin­der in ihrer Lese­freu­de und der Aus­wahl der Bücher pri­mär beein­flus­sen, son­dern die Eltern. Wer die­se Auf­ga­be ande­ren über­lässt, wird ern­ten, was er nicht gesät hat und was man womög­lich sei­nen Kin­dern auch gar nicht wünscht.
  • Stu­den­ten. Stu­den­ten müs­sen in der Regel vie­le (Fach-)Bücher lesen. Doch soll­te man es nicht dabei belas­sen. Tony Rein­ke zeigt in sei­nem Buch, dass es sich lohnt ver­schie­de­ne Gen­res zu lesen. Dies dient nicht nur der Abwechs­lung, son­dern erwei­tert den Hori­zont und gibt Ein­bli­cke in ver­schie­de­ne Berei­che des (Glau­bens-) Lebens.
  • Auto­ren, Ver­le­ger und Buch­händ­ler. Nicht zuletzt ist die­ses Buch für die­je­ni­gen geeig­net, die selbst Bücher schrei­ben, pro­du­zie­ren oder ver­kau­fen. Wir brau­chen euch! Schreibt und pro­du­ziert gute Bücher, die die Welt und die Gemein­de Chris­ti braucht. Macht gute Wer­bung für Bücher, die gele­sen und geschätzt wer­den. „Kon­kre­te Emp­feh­lun­gen ent­deckt man am bes­ten unter der Anlei­tung von einem wei­sen und gründ­lich lesen­den Pas­tor [Ver­le­ger, Buch­händ­ler], der dich kennt“ (S. 100).

Wie wer­den wir vor­ge­hen?

Bis zum 22. Novem­ber 2011 kannst du dir das Buch besor­gen und bis zu die­sem Datum das Vor­wort und die Ein­lei­tung lesen. Danach lesen wir wöchent­lich nach einem Plan. Bis Weih­nach­ten wol­len wir dann den ers­ten Teil A Theo­lo­gy of Books and Rea­ding durch­le­sen. Im Janu­ar 2012 set­zen wir mit dem zwei­ten Teil fort. So sieht der Plan aus:

29.11. Bei­trag und Bespre­chung von Kapi­tel 1 und 2: Paper Pulp and Etches Gra­ni­te und Wide-Eyed into the Son (S. 21 – 38)

6.12. Bei­trag und Bespre­chung von Kapi­tel 3: Rea­ding Is Belie­ving (S. 39 – 50)

13.12. Bei­trag und Bespre­chung von Kapi­tel 4: Rea­ding from across the Can­yon (S. 51 – 63)

20.12. Bei­trag und Bespre­chung von Kapi­tel 5 und 6: The Giver’s Voice und The God Who Slays Dra­gons (S. 65 – 89)

Kom­men­ta­re, Anmer­kun­gen und Fra­gen sind will­kom­men. Um die Dis­kus­si­on über­sicht­li­cher zu gestal­ten, wäre es bes­ser die Kom­men­ta­re hier im Blog zu hin­ter­las­sen und nicht bei Face­book.

Kau­fen kann man das Buch HIER.

Eine Vor­schau gibt es HIER.

11 Kommentare

  1. Super Sache! Von der Vor­schau bin ich schon begeis­tert und hab mir das Buch eben bestellt. Hof­fent­lich fin­de ich die Zeit auch hier im Blog gut mit­zu­ma­chen, aber allein die Idee zu die­ser Leserun­de ist ein Kom­pli­ment wert!

  2. Rami, ich kann es ver­ste­hen, wenn du kei­ne Zeit haben wirst. Aber falls du doch ein paar Minu­ten frei hast, wür­den sich bestimmt eini­ge über dei­ne Kom­men­ta­re freu­en 🙂

  3. Joschie sagt

    Vor zwei Mona­te erschien der Bei­trag „Wir sind nicht Ame­ri­ka“ http://www.nimm-lies.de/?p=2511. Nach die­sem Arti­kel ist das ers­te Buch was gemein­sam im Blog bespro­chen wird ein eng­li­sches spra­chi­ges Buch.Manche Bei­trä­ge haben eine sehr kur­ze Halb­wert­zeit.

  4. Hal­lo Joschie, ich kann dei­ne Kri­tik ver­ste­hen. Ich habe auch über­legt, ob ich die­se Leserun­de machen soll. In dem genann­ten Arti­kel habe ich nicht gesagt, dass ich kei­ne eng­li­schen Bücher mehr lesen wer­de, oder dass ich nicht ande­re eng­li­sche Res­sour­cen wei­ter­emp­feh­len wer­den. Mein Appell war viel mehr, dass Gemein­den und Ver­la­ge deutsch­spra­chi­ge Auto­ren her­an­bil­den soll­ten. Aber solan­ge es noch recht dürf­tig aus­sieht, grei­fe ich wei­ter­hin auch auf eng­li­sche Bücher zurück. Wie ich bereits geschrie­ben habe, wer­den die Arti­kel in Deutsch sein, so dass alle davon pro­fi­tie­ren kön­nen. Denn mir ist bis­her kein ver­gleich­ba­res deut­sches Buch bekannt…

  5. Joschie sagt

    @Eddi, ich habe beim Lesen dei­nes Bei­tra­ges „Wir sind nicht Ame­ri­ka“ nicht geschluss­fol­gert, dass du kei­ne eng­lisch­spra­chi­gen Bücher mehr liest.Mir geht es dar­um das ich den Ein­druck habe, das oft über­se­hen wird, das die Auto­ren aus dem eng­lisch­spra­chi­gen Raum, einen ganz ande­ren geschicht­li­chen, kul­tu­rel­len und geist­li­chen Hin­ter­grund haben als wir im deutsch­spra­chi­gen Raum.Das Buch von John F. Mac Arthur Hrsg. „Ver­än­der­tes Den­ken“ CLV-Ver­lag ist ein gutes Bei­spiel dafür, wie in eini­gen Kapi­teln die Auto­ren bestimm­ter The­men, die­se durch ihre ame­ri­ka­ni­sche Bril­le betrachten.Es gibt sehr vie­le gute Bücher auf deutsch, die von einer Wol­ke von Zeu­gen geschrie­ben wur­den, die dar­auf war­ten und es ver­dient haben wie­der­ent­deckt zu werden.Darunter sind Bücher von Adolf Schlat­ter, Franz Eugen Schlach­ter, Adolph Zahn, Theo­dor Zahn, Her­mann Cre­mer, C.O. Roseni­us, G.D. Krum­ma­cher, H.F.Kohlbrügge, E.Böhl, F.Arndt, J.Rambach, Hein­rich Lan­gen­berg usw. Ich könn­te mir so eine Pro­jekt wie „The Ban­ner of Truth Trust“ in Eng­land auch in Deutsch­land vorstellen.Eddi, ich fin­de das Buch von Franz Graf-Stuhl­ho­fer, (From­me) „Bücher kri­tisch lesen“ gut. http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:g:graf-stuhlhofer:graf-stuhlhofer-_fromme_buecher_-_kritisch_lesen_-_arbeitsbuch

  6. @Joschi, ich habe das Buch Lit! zur Hälf­te durch und den­ke, es ist auch im deutsch­spra­chi­gen Raum rele­vant. Für dei­ne Lis­te deut­scher Auto­ren dan­ke ich Dir, ich habe sie mir notiert. Zu dem emp­foh­le­nen Buch von Graf-Stuhl­ho­fer habe ich hier eine eher distan­zier­te Rezen­si­on geschrie­ben: http://tinyurl.com/87gassf

  7. Joschie sagt

    @Rami A. Wenn das Buch von Franz Graf-Stuhl­ho­fer zum Nach­den­ken und zum Hin­ter­fra­gen von Büchern, die man liest ange­regt hat,hat es für mich sei­nen Zweck voll erfüllt.In vie­len Krei­sen ist man mit der Kri­tik gegen­über Autoren/Büchern, die nicht der eige­nen Sicht­wei­se ent­spre­chen sehr schnell bei der Hand, dage­gen ist man bei Autoren/Bücher, die der eige­nen Sicht­wei­se ent­spre­chen sehr nachsichtig.Alle Auto­ren müs­sen sich auch an den Aus­sa­gen ihrer Bücher mes­sen las­sen, die­ses beinhal­tet auch der Umgang mit Zita­ten und Quellenangaben.Dieses gilt für mich beson­ders bei apo­lo­ge­ti­schen Büchern und kir­chen­ge­schicht­li­chen Büchern.Ich stel­le noch eine Rezen­si­on zu dem Buch von Graf-Stuhl­ho­fer rein.
    http://www.cbuch.de/Graf-Stuhlhofer-Christliche-Buecher-kritisch-lesen-p2807/

  8. @joschie, im Grund­satz sind wir einer Mei­nung. Graf-Stuhl­ho­fer hat an der einen oder ande­ren Stel­le nur ein­fach über­trie­ben, aus mei­ner Sicht.

  9. Joschie sagt

    @Rami A. Eini­ge Bücher von Carl Olof Roseni­us wer­den nur von dem Luthe­ri­schen Mis­si­ons­ver­ein ange­bo­ten. Obwohl die Bücher einen fes­ten Ein­band haben und gebun­den sind, gibt es sie zu einem sehr güns­ti­gen Preis.
    Für wei­te­re Anfra­gen habe ich die aktu­el­le Telefonnummer.Ich möch­te sie aber nicht hier so öffent­lich rein­set­zen. Bei Bedarf wen­det euch bit­te an Alex oder Eddi, sie wer­den eure Anfra­gen wegen der Tele­fon­num­mer an mich wei­ter­lei­ten.

  10. Joschie sagt

    Es gibt von Carl Olof Roseni­us Geheim­nis­se im Gesetz und Evan­ge­li­um oder wirst du auch wirk­lich selig wer­den? Bd.1 – 4, Täg­li­ches See­len­brot Andach­ten, im Luth. Mis­si­ons­ver­ein in Schles­wig-Hol­stein.

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