Leserunde: Lit!
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Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books (VII)

Wir kom­men heu­te zu Kapi­tel 8: Wie man Bücher lesen soll­te. 20 Tipps und Tricks für das Lesen von Sach­bü­chern aus dem Buch von Tony Rein­ke Lit! A Chris­tian Gui­de To Rea­ding Books. Ich habe zu jeden Tipp den für mich wich­tigs­ten Gedan­ken über­setzt und eini­ge Arti­kel aus Tony Rein­kes Blog pas­send ver­linkt. Auch wenn die­se Tipps und Tricks sich auf Sach- und Fach­bü­cher bezie­hen, kann vie­les davon auch auf Bio­gra­phi­en, Erzäh­lun­gen und Roma­ne ange­wandt wer­den. Wenn man ver­sucht umzu­set­zen, was der Autor in die­sem Kapi­tel beschreibt, so „riecht“ es nach Arbeit. Wer jedoch nach­hal­tig und effi­zi­ent lesen möch­te, wird davon pro­fi­tie­ren.

1. Schnell lesen.

„Wegen der unter­schied­li­chen Auf­fas­sungs­ga­ben, wird nicht jeder Leser bereit sein, schnell zu lesen. Und das ist gut so, weil vie­le Bücher nicht all schnell gele­sen wer­den soll­ten. Wenn du jedoch schnel­ler lesen ler­nen kannst, dann tue es.“

Eine schnel­le­re Lese­ge­schwin­dig­keit bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass man weni­ger ver­steht und behält. Wer sein Gehirn und sei­ne Augen nicht trai­niert, wird in der Regel längst nicht alle Kapa­zi­tä­ten aus­schöp­fen, die Gott den Men­schen gege­ben hat. Mei­ne Buch­emp­feh­lung für alle, die schnel­ler lesen ler­nen wol­len: Schnel­ler lesen — bes­ser ver­ste­hen von Wolf­gang Schmitz.

2. Lang­sam lesen.

„Unse­re Frus­tra­ti­on beim lang­sa­men Lesen ent­steht oft wegen einer fal­schen Grund­hal­tung, wenn Bücher als Pflicht­er­fül­lung ange­se­hen wer­den und nicht als müh­sa­mes Ver­gnü­gen, wel­ches man genießt.“

3. Lese­ge­schwin­dig­keit anpas­sen.

„Eini­ge Abschnit­te im Buch kön­nen schnel­ler gele­sen wer­den als ande­re. Ein vor­aus­schau­en­der Leser kann das Gelän­de ein­schät­zen und ent­spre­chend den Gang wech­seln.“

4. Erwar­tun­gen an ein Buch.

„Wenn du Fra­gen an ein Buch stellst, bevor du zu lesen beginnst, legst du eine objek­ti­ve Grund­la­ge dafür, war­um du das Buch in ers­ter Linie liest.“

Pas­sen­der Blog­ar­ti­kel: Read With Pur­po­se in Mind

5. Die Ein­fluss­sphä­re des Autors.

„In wel­che Rich­tung möch­test du vom Autor gezo­gen wer­den? Möch­test du, dass der Autor dich in das Buch mit hin­ein­nimmt (zen­tri­pe­tal)? Oder möch­test du, dass der Autor dich aus dem Buch her­aus drängt (zen­tri­fu­gal)? Wenn du z.B. ein Buch liest, um dich ein­fach an der lite­ra­ri­schen Schön­heit zu erfreu­en, wünschst du, dass der Autor dich in das Buch mit hin­ein­nimmt […]. Wenn du aber ein Buch liest, das dich unmit­tel­bar per­sön­lich ver­än­dern soll, hät­test du es gern, wenn dich der Autor aus dem Buch her­aus drängt, sodass du dich vom Buch löst, um nach­zu­den­ken und [das Gele­se­ne] anzu­wen­den. “

6. Infos rund um das Buch ein­sam­meln.

„Bevor ich ein Buch lese, mache ich schnell eine Online­recher­che, um Rezen­sio­nen bei Buch­händ­lern zu durch­fors­ten, kur­ze Zusam­men­fas­sun­gen zu fin­den, Emp­feh­lun­gen zu lesen.“

7. Lese mit einem Stift in der Hand.

„Ohne einen Stift in der Hand ver­ges­se ich mei­ne Gedan­ken, die mir beim Lesen kom­men. Aus Gewohn­heit grei­fe ich zuerst zum Stift und erst danach zum Buch.“

Pas­sen­der Blog­ar­ti­kel: Read with a Pen in Hand

8. Rönt­ge das Buch.

„Zuerst stu­die­re ich das Inhalts­ver­zeich­nis […]. Danach über­flie­ge ich das Buch und die Zwi­schen­über­schrif­ten. Als drit­tes lese ich die Kapi­tel­zu­sam­men­fas­sun­gen und das abschlie­ßen­de Kapi­tel. Erst danach bin ich bereit, mit der Ein­lei­tung zu begin­nen.“

9. Lesestra­te­gie fest­le­gen.

„Eini­ge Bücher soll man schme­cken, ande­re ver­schlu­cken, und eini­ge weni­ge kau­en und ver­dau­en…“

10. Mar­kie­re Fra­gen und lese wei­ter.

„Ich kann Zeit spa­ren, wenn ich nicht jedes Mal unter­bre­che, wenn ich eine Fra­ge habe.“

11. Mar­kie­re fort­lau­fen­de Gedan­ken.

„Sei beim Lesen sehr auf­merk­sam auf die Zwi­schen­über­schrif­ten und Hin­wei­se auf die Glie­de­rung wie z.B. ers­tens, zwei­tens und drit­tens.“

12. Fin­de den Haupt­ge­dan­ken her­aus.

„Habe den Haupt­ge­dan­ken immer im Kopf und ach­te dar­auf, wie der Autor ihn stützt und ver­tei­digt.“

13. Erken­ne, wann du mit dem Wei­ter­le­sen auf­hö­ren sollst.

„Leser hören oft nicht auf zu lesen, weil sie die ‚Erlaub­nis‘ dazu nicht besit­zen. Du hast die Erlaub­nis. Das ein­zi­ge Buch, das du voll­stän­dig lesen soll­test, ist die Bibel.“

14. Mar­kie­re das Wert­volls­te.

„Wenn nur 1 Pro­zent, von dem was du liest lebens­ver­än­dern­des Gold ist, dann ist die Mühe, sich durch die rest­li­chen 99 Pro­zent durch­zu­ar­bei­ten nicht müh­sam.“

15. Fas­se Kapitel/Buch in weni­gen Sät­zen zusam­men.

„Bevor wir die Argu­men­ta­ti­on des Autors über­neh­men oder die Schluss­fol­ge­run­gen des Autors ver­wer­fen, müs­sen wir zuerst ver­ste­hen, was der Autor sagt. Das ist die Funk­ti­on des Para­phra­sie­rens [in eige­nen Wor­ten zusam­men­fas­sen].“

16. Beant­wor­te das „War­um“ des Buches.

„War­um schrieb der Autor es [das Buch]? War­um ließ der Ver­lag das dru­cken? War­um hat es die Buch­hand­lung ins Sor­ti­ment auf­ge­nom­men? […] Oft ist die Bewer­tung eines Buches beein­flusst von den Ant­wor­ten auf die­se wich­ti­gen War­um-Fra­gen.“

17. Erken­ne die Lücken des Buches.

„Urteils­ver­mö­gen ist not­wen­dig, um zu bewer­ten, was der Autor geschrie­ben hat, aber um fest­zu­stel­len was der Autor nicht geschrie­ben hat, ist ein geschul­tes Urteils­ver­mö­gen erfor­der­lich.“

18. Lass eini­ge Tage ver­strei­chen, bevor du das Buch bewer­test.

„Oft wird der Wert eines Buches erst nach ein paar Tagen deut­li­cher, nach­dem dein Gehirn die Details ver­ar­bei­tet hat.“

19. Ver­glei­che Bücher.

„Rei­fe Leser ver­glei­chen ihre Bücher. […] Die bes­ten Bücher, Bücher, die ein The­ma sehr gut behan­deln, sind Bücher, die wir schät­zen, lie­ben, wie­der­holt lesen und unse­ren Freun­den emp­feh­len.“

20. Samm­le und spei­cher das Gold.

„Wenn ich einen wich­ti­gen Satz oder Abschnitt lese, mar­kie­re ich den, blät­te­re spä­ter zurück und kopie­re den in eine the­ma­ti­sche Daten­bank in mei­nem Com­pu­ter.“

Pas­sen­der Blog­ar­ti­kel: Kee­ping your quo­tes in order

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

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