Musik/Lieder
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„Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken.“
Der vollständige Text eines Lied-Klassikers

Heute morgen bin ich mit den Klängen dieses Liedes aufgewacht. Diese Zeile einer Strophe blieb sitzen: „Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken.“ Wie viele unserer Probleme, unserer Sorgen sind auf unsere Selbstversessenheit zurückzuführen!

Der Wikipedia-Artikel zu diesem Lied zeigt alle ursprünglichen Strophen, die Gerhard Tersteegen 1757 zum heute als  „Ich bete an die Macht der Liebe“- Lied veröffentlicht hat. Die Originalfassung wurde nach der Melodie „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ gesungen. Da jedes Liederbuch das dieses Lied enthält, heute unterschiedlich gekürzte Fassungen führt, fand ich es interessant, die vollständige Fassung zu beleuchten.

„Für dich sei ganz mein Herz und Leben,
mein süßer Gott, und all mein Gut,
für dich hast du mir’s nur gegeben,
in dir es nur und selig ruht.
Hersteller meines schweren Falles,
für dich sei ewig Herz und alles.

Ich liebt und lebte recht im Zwange
Wie ich mir lebte, ohne dich;
Ich wollte dich nicht, ach so lange!
Doch liebtest du, und suchtest mich,
Mich böses Kind aus bösem Samen
Im hohen, holden Jesus-Namen

Dein Vaters Herzens Eingeweide
In diesem Namen öffnen sich;
Ein Brunn der Liebe, Fried und Freude,
Quillt nun so nah, so mildiglich;
Mein Gott, wenn’s doch der Sünder wüsste!
Sein Herz alsbald dich lieben müsste.

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesus offenbart;
ich geb‘ mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Wie bist du mir so zart gewogen.
Und wie verlangt dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen
neigt sich mein Alles auch zu dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
du hast mich und ich dich erlesen.

Ich fühls‘, du bist’s; dich muss ich haben:
Ich fühls‘, ich muss für dich nur sein:
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben;
Mein Plätzchen ist in dir allein:
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
Drom folg ich deinen selgen Zügen

Ehr sei dem hohen Jesus-Namen!
In dem der Liebe Quell entspringt,
von dem hier alle Bächlein kamen,
aus dem der Selgen Schar dort trinkt:
Wie beugen sie sich ohne Ende! (2 Stimme: Wir beugen uns mit ohne Ende)
Wie falten sie die frohen Hände (2 Stimme: Wir falten mit die frohen Hände)

O Jesu, dass dein Name bliebe
im Herzen tief gedrücket ein;
möcht deine süße Jesusliebe
in Herz und Sinn gepräget sein.
Im Wort, im Werk und allem Wesen
sei Jesus und sonst nichts zu lesen.“

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