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Grand Theft Logos

Persönliche Erfahrungen mit dem Bibelprogramm: "Logos"

Auf­grund der Coro­na-Situa­ti­on gibt es aktu­ell (aber wohl nicht mehr lan­ge) 30% auf alle Logos-Basis Pake­te (eng­lisch / deutsch). Das dürf­te ein recht guter Zeit­punkt sein, um mei­ne Erfah­run­gen mit Logos zu tei­len.

Warum nicht CLeVer?

Kurz: CLe­Ver ist wirk­lich toll. Für knapp 20€ bekommt man Eini­ges gebo­ten. Nur man bleibt dann ent­spre­chend im dis­pen­sa­tio­na­lis­ti­schen Umfang von CLe­Ver „gefan­gen“ (nicht wer­tend gemeint). In etwa ein ver­gleich­ba­rer Umfang dürf­te bei Logos das „Fun­da­men­tals“ Paket sein, wel­ches aktu­ell für 50$ zu haben ist. Natür­lich besitzt Logos vie­le groß­ar­ti­ge Soft­ware­funk­tio­nen, die vie­le ande­re Pro­gram­me nicht in die­ser Art bie­ten kön­nen. Mein per­sön­li­ches Kauf­kri­te­ri­um war und bleibt aber die umfang­rei­che Biblio­thek.

Taugt die Bibliothek was?

Im Lau­fe von knapp 1,5 Jah­ren ist mei­ne Logos Biblio­thek auf knapp 2000 Bän­de gewach­sen. In der Tat ist es so, das von den 2000 Wer­ken jetzt nicht jedes Werk ein groß­ar­ti­ges Meis­ter­werk ist. Man­che der Bücher hät­te man z.B. auf CCEL oder Moner­gism als e‑book kos­ten­los laden kön­nen. Als Bestand­teil einer durch­such­ba­ren Daten­bank ist aber auch jedes lizenz­freie Buch Gold wert. Nun kann ich durch­su­chen, wie Tho­mas Wat­son mit einem bestimm­ten Bibel­vers umge­gan­gen ist. Aber lasst uns einen tat­säch­li­chen Blick in die Biblio­thek wer­fen. Im Rah­men mei­ner Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Buch Rich­ter habe ich mir mal mei­ne Kom­men­ta­re zu die­sem Buch ange­schaut. Die­se wirk­lich erst­klas­si­gen Kom­men­ta­re fin­den sich dar­in:

Autor Kom­men­tar-Rei­he Preis (Ama­zon) für Neu­es „ana­lo­ges“ Buch
Dani­el Block NAC 33€
Cundall/Morris TOTC 24€
Mayes OTG ca. 8€
Schwab The Gos­pel accord­ing to the Old Tes­ta­ment 14,50€
Bel­d­mann THOTC 23,50€
Stone CBC (Josua, Rich­ter, Ruth) 38€

Nun ist Rich­ter wirk­lich nicht das Buch zu dem man vie­le Kom­men­ta­re fin­det. Die „buch­spe­zi­fi­schen“ Kom­men­ta­re, wer­den von Gesamt-Kom­men­ta­ren zum AT und NT ergänzt, z.B. von Bar­nes, Jamie­son oder Nicoll. Die­se Art von Kom­men­ta­ren gehö­ren aber zu sol­chen, die ich  per­sön­lich weni­ger ger­ne nut­ze. Schon lie­ber habe ich da die von Logos gra­tis bereit­ge­stell­te Syn­op­sis des Alten Tes­ta­ments.

Da mein Herz in beson­de­rer Wei­se für die bibli­sche Theo­lo­gie schlägt, freue ich mich mitt­ler­wei­le über knapp 150 Bän­de zu die­sem Bereich. Eine klei­ne Aus­wahl:

Autor Titel Preis (Ama­zon) für Neu­es „ana­lo­ges“ Buch
Sigurd Grind­heim Intro­du­cing Bibli­cal Theo­lo­gy 29€
J.J. Nie­haus Bibli­cal Theo­lo­gy (3Bde) ca. 90€
James M. Hamil­ton God’s Glo­ry in Sal­va­ti­on through Judgment 31€
John Gol­din­gay Old Tes­ta­ment Theo­lo­gy ca. 60€
G.E. Ladd A Theo­lo­gy of the New Tes­ta­ment 40€
O. Pal­mer Robert­son The Christ of…(mehrere Bän­de) ca. 40€

In ähn­li­cher Wei­se ver­hält es sich mit Dog­ma­ti­ken oder wei­ter­füh­ren­den Lexi­kas. Zuge­ge­ben: Möch­te man ein bestimm­tes Werk, dass nicht in den Basis­pa­ke­ten ent­hal­ten ist, zahlt man oft min­des­tens den sel­ben Preis, wie für ein rich­ti­ges Buch (das ja wenigs­tens schick im Regal aus­sieht). Mit der Aus­nah­me, dass ich regel­mä­ßig eini­ge wei­ter­füh­ren­de Lexi­kas ver­mis­se (z.B. Van­hoo­zer: Dic­tion­a­ry for Theo­lo­gi­cal Inter­pre­ta­ti­on of the Bible), bin ich aber mit dem, was die Basis­pa­ke­te bie­ten, sehr zufrie­den. So sind die gewähl­ten Kom­men­ta­re auf einem unter­schied­li­chen Schwie­rig­keits­grad gehal­ten, die Dog­ma­ti­ken in unter­schied­li­chen Umfän­gen und von vie­len Autoren besitzt man dann plötz­lich gesam­mel­te Wer­ke. Wenn man so wie ich, das Logos Refor­med Gold Paket erwirbt, freut man sich z.B die gesam­mel­ten Wer­ke von Cor­ne­li­us Van Til (ein­schließ­lich Audio-Vor­le­sun­gen), John Owen, Antho­ny Hoeke­ma, John Stott, Lorai­ne Boett­ner und vie­len Ande­ren.

Schmerzen nicht die Augen?

Es ist zwar schon ein unglaub­lich gutes Gefühl eine pri­va­te theo­lo­gi­sche Biblio­thek zu besit­zen, doch stellt sich die Fra­ge wie man das am PC lesen soll. Die Ant­wort: gar nicht! Ich per­sön­li­che lese mei­ne Wer­ke nahe­zu voll­stän­dig auf mei­nem Tablet. Das Bes­te: Noti­zen mar­kie­re ich und ver­se­he sie mit einer Anmer­kung. So sam­me­le ich z.B. alle Mar­kie­run­gen, die ich für mei­ne Recher­chen für Rich­ter anstel­le in einer „Notiz­map­pe“, die den erfin­de­ri­schen Titel „Rich­ter“ trägt. Sit­ze ich dann an mei­nem PC, bin ich nur zwei Maus­klicks von allen bis dato erstell­ten Noti­zen ent­fernt, die ich mir an mei­nem Tablet gemacht habe. Ich fin­de die­se Cloud-Funk­ti­on an die­ser Stel­le extrem groß­ar­tig. Ich kann aber nach­voll­zie­hen, dass man­che Blog­le­ser „Cloud-Funk­tio­nen“ aus Grund ihres Her­zens gene­rell ableh­nen (Na gut, ich kann es nicht so ganz nach­voll­zie­hen…). In die­sem Fall kann man die­se Cloud-Anbin­dung (so weit ich infor­miert bin, zumin­dest bei der Desk­top-Vari­an­te) deak­ti­vie­ren.

Wann willst du das alles lesen?

Wenn ich ehr­lich bin, ent­hält mei­ne Logos-Biblio­thek bereits mehr Mate­ri­al, als ich in mei­nem Leben wer­de durch­le­sen kön­nen. Unab­hän­gig davon pro­fi­tie­re ich eigent­lich von jedem Buch. Das wird bei der „Suche“ deut­lich. Die ganz ein­fa­che Suche in der Biblio­thek durch­sucht auch Über­schrif­ten. Als ich nach Mate­ria­li­en von und über J. Gres­ham Machen such­te, bin ich auf die­se Wei­se auf einen Essay von Van Til über Machen gesto­ßen und auf einen Arti­kel im The­meli­os: „J. Gres­ham Machen, Iner­ran­cy, and Creed­less Chris­tia­ni­ty“. Immer wie­der bie­tet Logos kos­ten­lo­se Wer­ke an. So gab es vor eini­ger Zeit alle Aus­ga­ben des The­meli­os Maga­zins umsonst. Natür­lich gibt es The­meli­os auch als pdf bei TGC zum Down­load. Hat man die­se Zeit­schrift bei The­meli­os, wird Sie Bestand­teil dei­ner Biblio­thek und wird so wie oben beschrie­ben durch­such­bar.

In einem ande­ren Fall, habe ich mei­ne Biblio­thek danach durch­sucht, was die Kir­chen­vä­ter über 1. Kor. 11,1−16 (Kopf­be­de­ckung der Frau) dach­ten. Dies ging ratz­fatz: in 0,04 Sek habe ich mit die­ser ein­fa­chen Suche 214 Tref­fer ermit­telt:

Was ich nun weiß ist, dass es nicht nur Ter­tul­li­an mit der Pra­xis mei­ner Frau hal­ten wür­de.

Hilfe, so viele Knöpfe

Ein Basis­pa­ket von Logos habe ich mir bereits vor ca 1,5 Jah­ren erwor­ben, jedoch hat es wirk­lich lan­ge, nahe­zu ein gan­zes Jahr gedau­ert, bis ich mich an das Pro­gramm gewöhnt habe. Der Umfang wirkt wirk­lich erschla­gend. Teil­wei­se war es mei­ne Schuld, da ich mir nicht aus­rei­chend Zeit nahm, mich mit dem Pro­gramm aus­ein­an­der­zu­set­zen. Spä­tes­tens in den Weih­nachts­fe­ri­en 1920 kam der Durch­bruch. Ich habe mir jedoch zwei gan­ze Tage Zeit neh­men müs­sen, um ver­schie­de­ne Tuto­ri­als anzu­schau­en und wirk­lich mal alle Funk­tio­nen aus­zu­pro­bie­ren. Damit erge­ben sich zwei Emp­feh­lun­gen: 1) Ver­zwei­felt nicht, wenn ihr mit Logos nicht sofort klar kommt. 2) Ent­wi­ckelt einen Ein­ge­wöh­nungs­plan: Bibel­stu­di­en las­sen sich beschleu­ni­gen, aber wer­den immer Zeit kos­ten. Es ist immer noch so, dass ich nicht alle vor­han­de­nen Funk­tio­nen nut­ze, aber nun ist Logos wirk­lich mein täg­li­cher Freund und Hel­fer gewor­den. Spä­tes­tens bei der Erstel­lung eines Blog-Arti­kels kommt Logos zum Ein­satz, sei es auch nur, um ein gra­phi­sches Zitat zu erstel­len. Funk­tio­nen, die ich ger­ne nut­ze, in aller Kür­ze:

  • Can­vas: Sowas wie Micro­soft Visio nur mit Bibel­ver­sen, ein ers­ter Ver­such von mir fin­det sich hier.
  • Media­thek: Meh­re­re Tau­send Bil­der, ange­fan­gen von Wall­pa­pern bis hin zu his­to­ri­schen Per­so­nen und Orten. Soweit ich das ver­ste­he, dür­fen die­se Auf­nah­men dann alle z.B. auf einem pri­va­ten Blog ver­wen­det wer­den
  • Kon­kor­danz: Eine Kon­kor­danz kann zu jedem Werk der Biblio­thek erstellt wer­den.
  • Psalmen‑, Sprü­che- und Wun­der-Explo­rer. Syn­op­ti­sche Dar­stel­lun­gen nicht nur zu den Evan­ge­li­en, son­dern z.B. auch zu Samuel/Könige/Chronike.
  • Vers­lis­ten: So habe ich z.B. alle Bibel­ver­se des Hei­del­ber­ger Kate­chis­mus (HK) als Vers­lis­ten ange­legt, was extrem hilf­reich ist, um den HK gemein­sam in einer Klein­grup­pe zu lesen.
  • Pre­dig­tedi­tor: Nut­ze ich aktu­ell nicht in beson­de­rer Wei­se, son­dern als Tool, um Noti­zen und Quel­len zusam­men­zu­tra­gen. Gene­rell kann man hier­mit aber Han­dout, Foli­en und Pre­digt­text in einem Doku­ment füh­ren.

Neben die­sen grö­ße­ren Fea­tures, fin­den sich zahl­rei­che wei­te­re Funk­tio­nen: Man kann  jedes hebräi­sche und grie­chi­sche Wort „aus­spre­chen“ las­sen, man besitzt einen „Bibel­vers-Aus­wen­dig-Lern“ Assis­ten­ten. Man kann Kur­se erwer­ben, um die­se anzu­schau­en. Die­se besit­zen meist sogar klei­ne Mul­ti­ple-Choice-Prü­fun­gen, die es zu meis­tern gilt und die einem ein per­sön­li­ches Review erlau­ben. Mei­ne Toch­ter liebt die „Wort­fin­der-Puz­zle“ Funk­ti­on. Damit kann ich aus Bibel­tex­ten Wort­fin­der-Puz­zle erstel­len (in ver­schie­de­nen Schwie­rig­keits­stu­fen) und ein­fach aus­dru­cken. Die Export­funk­ti­on gibt mir die Mög­lich­keit ein­zel­ne Sei­ten z.B. für Freun­de zu expor­tie­ren, die mich nach einem Kom­men­tar zu einem bestimm­ten Bibel­text fra­gen. Die Export­funk­ti­on erfüllt dabei wis­sen­schaft­li­che Stan­dards des Zitier­rechts. Eigent­lich könn­te man hier noch vie­le wei­te­re Funk­tio­nen bespre­chen. Ich ver­wei­se auf zwei:

Den Bibel­text besit­ze ich in vie­len Über­set­zun­gen mit unter­schied­li­chen „Daten­bank­funk­tio­nen im Hin­ter­grund“, wenn ich das mal so nen­nen darf. Das könn­te dann so aus­se­hen, wenn ich die „Pro­po­si­tio­na­le Glie­de­rung“ ein­blen­de:

Vor allem die „visu­el­len“ Ein­schü­be hel­fen mir z.B. bei den Brie­fen der Apos­tel dem Gedan­ken­lauf des Autors bes­ser fol­gen zu kön­nen.

Betrach­ten wir uns noch ein inter­es­san­tes Detail der Wort­stu­die (Ach­tung: Durch die­se wird man kein Grie­chisch-Ken­ner). So kann ich mit Logos in Kür­ze her­aus­be­kom­men , in wel­cher prä­po­si­tio­na­len Ver­wen­dung pis­tis im Neu­en Tes­ta­ment zum Ein­satz kommt:

Zwan­zig Such­ergeb­nis­se lie­fern mir ein dia pis­tis, also ein „durch den Glau­ben“. Hier­aus lässt sich wie­der eine Vers­lis­te bil­den und man könn­te z.B. dia pis­tis mit ek pis­tis (aus dem Glau­ben) ver­glei­chen.

Naja…

Funk­tio­nen, die ich zumin­dest aktu­ell als weni­ger hilf­reich, teil­wei­se auch als ver­wir­rend emp­fin­de, sind vor allem zwei:

  • Der Atlas hat vor allem die Schwä­che, dass man nicht meh­re­re „Set­tings-Lay­er“ über­ein­an­der legen kann. So kann ich z.B. nicht ein Kriegs­er­eig­nis aus dem Buch der Rich­ter mit den Gebie­ten der 12 Stäm­me in Isra­el über­ein­an­der legen.
  • Wo sind die Par­al­lel­stel­len? Wahr­schein­lich bin ich an die­ser Stel­le von The­Word ver­wöhnt, dass ich nutz­te, bis ich auf Logos umge­stie­gen bin: hier konn­te mit man mit dem Drü­cken von „X“ sich eine Par­al­lel­ver­se-Daten­bank direkt über jeden gera­de gele­se­nen Vers ein­blen­den las­sen. Das geht in Logos (zumin­dest habe ich kei­nen bes­se­ren Weg gefun­den) bis­her nur umständ­lich auf die Wei­se, dass man den „Bibel­stel­len-Assis­ten“ star­ten. Dabei woll­te ich doch nur die „übli­chen“(?) Par­al­lel­stel­len sehen  und nicht erfah­ren, was Ryrie über die­sen Vers gesagt hat. Womög­lich packt mich Logos hier an mei­ner eige­nen Nase, kei­ne fau­len und zu abge­kürz­ten Wege zu gehen.

Willst du etwa behaupten, normales Bibellesen reicht nicht aus?

Brau­che ich als Laie wirk­lich ein sol­ches Bibel­pro­gramm? Wenn ich die Ein­wän­de betrach­te, kom­me ich zum Schluß: Ja. Ich könn­te mir unter­schied­li­che Ein­wän­de vor­stel­len: Auf der einen Sei­te gibt es die Exper­ten, die mir als Lai­en sowie­so jedes seriö­se Ver­ständ­nis des Bibel­tex­tes abspre­chen wer­den. So lan­ge ich Form­kri­tik, Form­ge­schich­te und der­glei­chen nicht wie ein Magis­ter der Theo­lo­gie beher­zi­ge und zwi­schen Elo­his­ti­scher und Jah­wis­ti­scher Tra­di­ti­on unter­schei­den kann, brau­che ich gar nicht mei­nen, die Bibel zu ver­ste­hen. Auf der ande­ren Sei­te sehe ich die eher „ora­kel­haf­te“ hoch indi­vi­dua­lis­ti­sche Lesung der Bibel in der Stil­len Zeit. Ich den­ke, dass es einen bes­se­ren Mit­tel­weg gibt. In aller Kür­ze: Wenn wir Teil des Vol­kes Got­tes sind, stellt sich immer die Fra­ge, was eine bestimm­te Stel­le der Bibel dem Vol­ke Got­tes sagen will. Neh­men wir z.B. 2. Mose 20,2: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyp­ten­land, aus dem Dienst­hau­se, geführt habe.“. Dies sind die Ein­lei­tungs­wor­te zu den Zehn Gebo­ten (und im jüdi­schen Ver­ständ­nis sogar bereits das ers­te Gebot). Wenn wir die­sen Vers lesen, ent­ste­hen bereits vie­le Fra­gen: War­um begrün­det Gott sei­ne „Visi­ten­kar­te“ mit einer his­to­ri­schen Ret­tungs­tat? Was ist der Name Got­tes, ist es HERR? Ist die­ser Name anders als ande­re Namen? Will uns das etwas bestimm­tes mit­tei­len? Ist die­ser HERR der sel­be Gott, denn man im säku­la­ren Got­tes­bild ver­wen­det oder gar der sel­be, wie z.B. im Islam? Wenn HERR frü­her Gott der Juden war, war­um ist er das heu­te nicht? Was bedeu­tet über­haupt Skla­ve­rei? Gibt es auch heu­te noch Skla­ve­rei? Ent­steht wirk­lich aus der Schrift her­aus der gern genann­te Zusam­men­hang zwi­schen Skla­ve­rei und Sün­de? Aus wel­chen Stel­len? War­um wer­den die Gebo­te erst nach dem Aus­zug aus Ägyp­ten „rati­fi­ziert“ und ver­öf­fent­licht? Gibt es eine Bedeu­tung der 10 Gebo­te als Bun­des­do­ku­ment? Lagen sie des­we­gen in der Bun­des­la­de? Sind die Gebo­te heu­te immer noch gül­tig und mit der sel­ben Begrün­dung und im sel­ben Bedeu­tungs­spiel­raum? Gott sagt, dass er „führt“, wie macht er das? Führt er sein Volk heu­te immer noch? Wer ist heu­te sein Volk? Sind es zwei Völ­ker? Die Zehn Gebo­te wer­den im 5 Buch Mose wie­der­holt. Steht dort die sel­be Prä­am­bel? Begrün­det Gott sich gegen­über sei­nem Volk noch häu­fi­ger mit dem Bezug auf die Ret­tung aus Ägyp­ten? Wie ver­stand Jesus die Offen­ba­rung Got­tes im Alten Tes­ta­ment? Was ist mit ande­ren Göt­tern? Gibt es die­se? War­um soll­te Göt­zen­dienst wirk­lich ein Pro­blem sein?…

Das ist mei­ne Metho­de, die Bibel zu lesen: Ich bestür­ze den Text mit Fra­gen. Jede der obi­gen Fra­gen kann ich seri­ös erfor­schen und zu einer Aus­sa­ge kom­men, ohne ein lin­gu­is­ti­sches und theo­lo­gi­sches Genie zu sein. Jede der obi­gen Fra­gen erfor­dert aber einen hohen Invest: Zeit. Das bedeu­tet das Ver­las­sen der Kom­fort-Situa­ti­on: „Stil­le Zeit“. Für kei­ne der obi­gen Fra­gen bräuch­te ich expli­zit Logos. Ich sehe aber in Logos ein Hilfs­mit­tel, eine Art Mul­ti­funk­ti­ons­werk­zeug. Der eigent­li­che Schatz, die eigent­li­che Beu­te ist das Wort Got­tes. Ich freue mich über jede Per­le, die ich aus die­sem Schatz ber­gen kann. Ich prot­ze damit, ich zei­ge das ande­ren Leu­ten und bin von Dia­mant zu Dia­mant moti­vier­ter tie­fer zu bud­deln. Da kommt mir Logos als Paket aus Pickel, Axt, Schau­fel, Sieb und Fei­le gera­de recht. Lasst das Schwit­zen begin­nen.

Ist Logos nicht teuer?

Schaut man sich die Pake­te an, wird schnell klar, dass der voll­stän­di­ge Funk­ti­ons­um­fang und eine umfas­sen­de Biblio­thek schnell teu­er wer­den kön­nen. Doch ist es wirk­lich teu­er? Als Stu­dent habe ich mir eini­ge tech­ni­sche Bücher gekauft, die spä­ter im 80cm brei­ten Bücher­schrank gera­de mal eine Rei­he gefüllt haben. Für die­se Bücher habe ich damals knapp 2000 €gezahlt. Für einen gerin­ge­ren Gegen­wert umfasst mei­ne Biblio­thek in Logos nun knapp 2000 Wer­ke. Im Schnitt habe ich bis­her weni­ger als 1€ pro Buch für mei­ne Logos-Biblio­thek aus­ge­ge­ben. Dies wäre mit „ana­lo­gen“ Büchern nicht ein­mal dann mög­lich, wenn man sich gene­rell auf gebrauch­te Schnäpp­chen begren­zen wür­de.

Muss man wirklich so viel ausgeben?

Als Neig’schmeckter im Schwa­ben­land, noch ein letz­tes Wort zu den Kos­ten: Ich bin zuneh­mend der Mei­nung, dass Logos vie­le Nut­zer nur dann zufrie­den­stel­len wird, wenn die Biblio­thek einen ange­mes­se­nen Umfang besit­zen wird. Ich den­ke, damit wäre man mit den Pake­ten „Sil­ber“ oder „Gold“ schon ganz gut dabei. Doch will und muss man wirk­lich ca. 1000€ oder sogar mehr aus­ge­ben? (Selt­sa­mer­wei­se kei­ne Fra­ge, die man sich in die­ser Inten­si­tät stellt, wenn man sei­nen „ver­dien­ten Pflich­tur­laub“ plant.) Hier kommt mei­nes Erach­tens die gro­ße Stär­ke von Logos: Dyna­mic Pri­zing oder wie es auf Deutsch genannt wird: Dyna­mi­sche-Upgrade-Prei­se. Das Bedeu­tet: Erwer­be ich mir zunächst ein Ein­stiegs-Paket und möch­te die­ses erwei­tern, erge­ben sich kei­ne wei­te­ren Kos­ten als die Dif­fe­renz. Das funk­tio­niert wirk­lich. Das funk­tio­niert sogar, wenn man ein Buch aus dem gewünsch­ten wei­te­ren Paket als „Free Book of the Month“ umsonst bekom­men hat. Im Paket­preis bedeu­tet dies spä­ter eine wei­te­re (ent­spre­chend pro­por­tio­na­le) Ver­güns­ti­gung. Das bedeu­tet z.B. dass für mich der Erwerb des Pake­tes von Logos Bron­ze gera­de mal 28$ kos­ten wür­de (und mei­ne Biblio­thek um gan­ze 159 Wer­ke erwei­tern wür­de). Durch die­ses Model ent­wi­ckelt die eige­ne Biblio­thek nur eine Rich­tung: Wachs­tum. Ich weiß, auch das kann pro­ble­ma­tisch wer­den, wenn man sei­ne Biblio­thek voll­müllt. Ins­ge­samt fin­de ich aber die Aus­wahl der Basis­pa­ke­te als sehr gelun­gen. Als sehr vor­teil­haft emp­fin­de ich dabei, dass die Basis­pa­ke­te gemäß der kirch­li­chen Tra­di­ti­on ver­trie­ben wer­den: Refor­med, Metho­dist, Bap­tist oder auch Ver­bum für die katho­li­sche Tra­di­ti­on, um eini­ge zu nen­nen. An die­ser Stel­le gibt es etwas, was ich ver­mis­se. Zusätz­lich zur „tra­di­tio­nel­len Grup­pie­rung“ wären auch  the­ma­ti­sche Pake­te z.B. im Bereich „Coun­se­ling“, „Mit­tel­al­ter“, „Bio­gra­phi­en und Kirchengeschichte„sehr span­nend und hilf­reich. Aber was nicht ist, kann ja noch wer­den.

Ein letztes in eigener Sache

Noch ein­mal die Links:

https://www.logos.com/ (Eng­lisch) und

https://de.logos.com/ (Deutsch)

Ich kann lei­der zum Umfang der deutsch­spra­chi­gen Biblio­thek nur wenig sagen, ich könn­te mir jedoch vor­stel­len, das in die­sem Bereich Edu­ard Klas­sen sei­nen gro­ßen Erfah­rungs­schatz mit euch teilt, wenn ihr ihn freund­lich fragt.

Falls du die­sen Arti­kel nach der 30%-Rabatt-Phase liest, gibt es eine Mög­lich­keit, den­noch preis­lich zu pro­fi­tie­ren. Wenn man Mitch Sny­der von Logos über sei­ne E‑Mail Mitch.Snyder @ faithlife.com anschreibt und auf mich (Ser­gej Pau­li) ver­weist, bekommt man für Basis­pa­ke­te und sons­ti­ge Sets einen klei­nen Rabatt.

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