Biblische Lehre, Leben als Christ
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Ebertshäuser: Der priesterliche Auftrag der Gemeinde

.. und seine endzeitliche Gefährdung

Wozu dient eigent­lich eine christ­li­che Gemein­de? Was ist ihr Auf­trag und wozu gehen wir Sonn­tag für Sonn­tag zur Gemein­de­stun­de? Oft mache ich mir Gedan­ken, wie eine Gemein­de auf­ge­baut sein soll­te, über Kon­flik­te oder heik­le Lehr­fra­gen. Dabei geht die grund­le­gen­de Fra­ge „Wozu?“ lei­der schnell ver­ges­sen.

Eine gute Hil­fe­stel­lung, um die­ser Fra­ge­stel­lung nach­zu­ge­hen, ist das Buch von Rudolf Eberts­häu­ser mit dem Titel: „Der pries­ter­li­che Auf­trag der Gemein­de und sein end­zeit­li­che Gefähr­dung“.

Auf den ers­ten 80 Sei­ten wird die bibli­sche Leh­re auf­ge­ar­bei­tet, begin­nend beim aaro­ni­ti­schen Pries­ter­dienst bis zu den Lehr­brie­fen des Neu­en Tes­ta­ments. Wei­ter wird behan­delt, was der Dienst der Anbe­tung für Gott bedeu­tet und wie dies in unse­ren Gemein­den und in unse­ren per­sön­li­chen Leben ver­wirk­licht wer­den kann. Die­se Fra­gen wer­den auf unge­fähr 40 Sei­ten erör­tert.

Bevor der Autor mit dem Appell zu einer Erneue­rung unse­rer pries­ter­li­chen Beru­fung endet, behan­delt er auf rund 40 Sei­ten in Kurz­form die Gefah­ren, wel­che die heu­ti­ge Gemein­de davon abhal­ten kön­nen, ihre Beru­fung wahr­zu­ma­chen.

Es ist eine trau­ri­ge Tat­sa­che, dass sich vie­le Gemein­den heu­te so ver­hal­ten, wie aus­ein­an­der­ge­leb­te Ehe­paa­re. Jeder sucht das Sei­ne und nicht das des Andern, was ich in die­sem Fall der Sache Got­tes gleich­set­zen möch­te. Span­nend ist auch das Fazit des Autors, dass gemäss der bibli­schen Über­lie­fe­rung der Dienst der gott­ge­mäs­sen Anbe­tung sogar höher ein­zu­schät­zen ist als der Dienst der Evan­ge­li­sa­ti­on, den wir natür­lich den­noch nicht ver­nach­läs­si­gen wol­len.

Ich wür­de das Buch jedem wei­ter­emp­feh­len, der dazu bei­steu­ern möch­te, dass sei­ne Gemein­de ihrer bibli­schen Beru­fung wür­dig wan­delt. Wenn die­se Gedan­ken ver­lo­ren gehen, muss man sich nicht wun­dern, wenn jun­ge Gläu­bi­ge das Gemein­de­le­ben – gera­de die bibli­sche Anbe­tung – als aus­ge­höhlt und leer emp­fin­den und sich inner­lich oder äus­ser­lich immer mehr davon abson­dern. Es ist im Grun­de eine Fra­ge der ers­ten Lie­be zu unse­rem Herrn und Hei­land.

Ohne die rich­ti­ge Leh­re, wird alles leer. Die Bibel sagt: Mein Volk geht zugrun­de aus Man­gel an Erkennt­nis; denn du hast die Erkennt­nis ver­wor­fen, dar­um will ich auch dich ver­wer­fen, dass du nicht mehr mein Pries­ter seist; und weil du das Gesetz dei­nes Got­tes ver­ges­sen hast, will auch ich dei­ne Kin­der ver­ges­sen! (Hosea 4,6)

Ein Grund mehr sich Gedan­ken über die­ses so ver­nach­läs­sig­te The­ma zu machen!

Chris­toph Ber­ger

Das Buch ist bei Edi­ti­on Nehemia erschie­nen und kos­tet 6,90 EUR.

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