Biblische Lehre, Medien
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Magazinrezension: Der Zorn Gottes

Timotheus Magazin Nr. 14

Bild­quelle: cbuch.de

Als Timo­theus-Leser der ers­ten Stun­de erwar­te ich gespannt jeden Quar­tals­an­fang Post vom Beta­ni­en Ver­lag. Die bis­he­ri­gen Aus­ga­ben ent­hiel­ten nie eine Vor­schau, sodass das The­ma der nächs­ten Aus­ga­be immer eine Über­ra­schung war. Das ers­te Heft in 2013 stand unter dem gewich­ti­gen The­ma „Das Gesetz“. Es ist nicht unbe­dingt ein The­men­heft, mit dem man die brei­te Leser­schaft gewinnt.

Doch die Auf­sät­ze in die­sem Heft haben das Leit­the­ma in einer Brei­te und Tie­fe erläu­tert, wie es nicht bes­ser in einem Maga­zin­for­mat mög­lich wäre. Die wei­te­ren Hef­te aus 2013 wid­me­ten sich moti­vie­ren­den und erbau­li­chen The­men wie „Vor­bil­der – Erstaun­li­che Bio­gra­fien und ihre bibli­sche Bedeu­tung“, „Gute Wer­ke – Wie wich­tig sind gute Taten für Erret­tung und Nach­fol­ge“ und „Gna­de – Die unter­schätz­te Leh­re von der Gna­de Got­tes“. Übri­gens, mein Lieb­lings­ma­ga­zin aus dem Jahr 2013 ist die Früh­lings­aus­ga­be mit erstaun­li­chen Biografien.

Das ers­te Heft in die­sem Jahr beleuch­tet wie­der ein weni­ger grif­fi­ges The­ma: Der Zorn Got­tes – War­um ein Gott der Lie­be auch zor­nig sein muss. Das Cover gefällt mir gut. Die meis­ten Autoren die­ser Aus­ga­be sind mir bekannt. Zwei Arti­kel von ins­ge­samt acht waren mir bereits aus Büchern des Beta­ni­en Ver­la­ges bekannt. Die meis­ten Leser wer­den sie hier aber wahr­schein­lich zum ers­ten Mal lesen. Gewünscht hät­te ich mir aber hin und wie­der exklu­si­ve Buch­aus­zü­ge vor Her­aus­ga­be der Bücher. Davon kön­nen Ver­la­ge nur profitieren.

Die übri­gen sechs Auf­sät­ze habe ich mit Inter­es­se und Gewinn gele­sen. Die Über­schrif­ten lau­ten im Einzelnen:

  • Zorn und Sühnung
  • Das Wesen Sei­nes Zorns
  • Der Kelch des Zorns
  • Zorn vs. Zorn
  • Der Zorn Got­tes im AT
  • Wah­re Refor­ma­ti­on bekämpft Falsches

Drei Arti­kel fand ich beson­ders gelun­gen, die ich hier her­aus­stel­len möch­te. Das heißt aber nicht, dass die rest­li­chen Arti­kel miss­lun­gen oder theo­lo­gisch falsch sind. Sie haben das Fun­da­ment zu The­ma gelegt und run­den die Zeit­schrift ab.

Der Arti­kel „Der Kelch des Zorn“ ist eine aus­ge­zeich­ne­te Aus­le­gung der Fra­ge von Jesus: „Kannst du die­sen Kelch an mir vor­über­ge­hen las­sen?“ Beim Lesen und Mit­den­ken hat­te ich so vie­le Aha-Erleb­nis­se wie sel­ten bei einem Arti­kel die­ser Län­ge. Unter Bezug­nah­me des AT und des NT kommt Nils Fre­erk­se­ma zu dem Ergeb­nis: „Den Kelch, den wir mit unse­ren Sün­den gefüllt haben, bekam Jesus – gefüllt mit dem Zorn sei­nes Vaters.“ Die­sen aus­ge­zeich­ne­ten Arti­kel wer­de ich so schnell nicht vergessen.

Hin­ter dem Arti­kel „Der Zorn Got­tes im Alten Tes­ta­ment“ ver­birgt sich Andre­as Münch, des­sen frü­hes Blog zum Alten Tes­ta­ment „Schrift­ge­lehrt“ ich sehr ger­ne gele­sen habe. Ich freue mich, dass sein Wis­sen über das AT und sei­ne Fähig­keit, schwie­ri­ge Sach­ver­hal­te ein­fach zu erklä­ren, jetzt in der Rubrik zum Alten Tes­ta­ment in die­ser Zeit­schrift Aus­druck fin­den. In die­ser Aus­ga­be gibt er auf Ant­wor­ten auf die Fra­gen, wie ein lie­ben­der Gott „unschul­di­ge“ Men­schen wäh­rend den Feld­zü­gen Isra­els töten las­sen konn­te. Ist Gott etwa rach­süch­tig und gewalt­tä­tig? Wer befand sich nicht schon mal in Erklä­rungs­not, wenn Außen­ste­hen­de fra­gen, „wie wir heu­te noch ein solch grau­sa­mes Got­tes­bild pre­di­gen kön­nen“? Hier fin­det man plau­si­ble Argu­men­te und genug Anre­gun­gen zum Weiterforschen.

Die ers­ten Seri­en­ar­ti­kel in der Rubrik „Josia“ beschäf­ti­gen sich mit dem König Josia aus dem Alten Tes­ta­ment. Jochen Klaut­ke schreibt anwen­dungs­be­zo­gen und her­aus­for­dernd. Klar und deut­lich wird gezeigt, dass auch jun­ge Men­schen sehr früh Ver­ant­wor­tung für ihr Leben über­neh­men sol­len, anstatt sich gleich­gül­tig vom Main­stream mit­rei­ßen zu lassen.

Zum Schluss möch­te ich zwei Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge an das Maga­zin weiterreichen.

1. Neu­gier­de wecken­de Überschriften
Eine Über­schrift soll den Leser in den Text hin­ein­zie­hen. Lexi­kon­ar­ti­ge Ein­trä­ge oder Über­schrif­ten, wie sie in einer Dog­ma­tik zu fin­den sind, zie­ren zwar eine Sei­te, erfül­len aber nicht ihren Zweck in einer Zeit­schrift. Wel­chen Arti­kel habe ich zuerst gele­sen? Nicht den ers­ten auf Sei­te 5. Ich habe vom Inhalts­ver­zeich­nis gleich zur Sei­te 16 geblät­tert. Die Über­schrift „Zorn vs. Zorn“ hat mich gefesselt.

2. Wei­ter­füh­ren­de Buchempfehlungen
Ver­mut­lich sind die meis­ten Autoren bele­sen und könn­ten für ihre Arti­kel Buch­emp­feh­lun­gen aus­spre­chen oder auf ande­re Res­sour­ce ver­wei­sen. Der Leser hät­te einen Mehr­wert und jede Aus­ga­be könn­te auch noch nach Jah­ren als Nach­schla­ge­werk her­an­ge­zo­gen werden.

Ich freue mich bereits auf die nächs­te Aus­ga­be, die in Kür­ze erscheint. Wer sie nicht ver­pas­sen will, kann das Maga­zin zum Preis von 11,60 Euro jähr­lich hier abonnieren:

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

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