Monate: Juli 2021

Erklärt mir mal, wo komm ich her?
Ein Aufklärungsbuch von Ute Buth

Die Auf­klä­rung der Kin­der war mal wei­test­ge­hend ein Mono­pol des elter­li­chen Hau­ses. Oft genug bedeu­te­te das zwar, dass man gar nicht auf­ge­klärt wur­de, doch ver­passt man heu­te die recht­zei­ti­ge Auf­klä­rung der Kin­der, sprin­gen ande­re Instan­zen schnell ein. Ob es sich nun um Sexu­al­­kun­­­de-Unter­­richt, Freun­des­kreis, Kon­fir­ma­ti­ons­un­ter­richt, und schließ­lich natür­lich die gren­zen­lo­sen Wei­ten des Inter­nets, in dem die Gren­ze zwi­schen Sexu­al­auf­klä­rung und Schmutz im bes­ten Fall als unscharf zu bezeich­nen ist.  Obwohl das ein her­aus­for­dern­des Feld ist, den­ke ich, dass es wich­tig ist hier zu inves­tie­ren, und den „alter­na­ti­ven Auf­klä­rern“ vor­an­zu­kom­men. Wer dafür ein hilf­rei­ches Buch sucht, um mit Kin­dern ab etwa 6 Jah­ren ins Gespräch zu kom­men, dürf­te in dem Buch von Fr Dr. Buth eine hilf­rei­che Unter­stüt­zung haben. In unse­rer Fami­lie kom­men die Fra­gen häu­fig im Rah­men einer Schwan­ger­schaft: „Kön­nen auch Papas Kin­der krie­gen“, „Wie kommt das Baby in den Bauch und wie­der raus“ sind eigent­lich ganz typi­sche Indi­ka­to­ren um ins Gespräch zu kom­men. Das hier vor­ge­stell­te Buch kann nun ent­we­der Hin­wei­se für in Eigen­ver­ant­wor­tung geführ­te Gesprä­che geben oder auch von den Kin­dern selbst gele­sen wer­den. Als …

Der am häufigsten falsch zitierte Bibelvers

Neu­lich bin ich wie­der über 1 Kor 14,33 gesto­ßen: „Denn Gott ist nicht ein Gott der Unord­nung, son­dern des Frie­dens.“ Ob nun die besorg­te Mut­ter, der über­for­der­te Ord­ner oder der ermah­nen­de Pfar­rer, wie oft greift man zur ver­kürz­ten Ablei­tung die­ses Ver­ses: „Gott ist ein Gott der Ord­nung“. Selbst Goog­le höchst­per­sön­lich bestä­tigt das. Tippt man „Gott ist ein Gott…“ in das Such­fens­ter ein, ist „der Ord­nung“ das ers­te vor­ge­schla­ge­ne Such­ergeb­nis. Bewei­se? Das Ergeb­nis der Suche in unter­schied­li­chen Brow­sern fiel ein­deu­tig aus: Wich­ti­ger als das Gott ein Gott der Leben­den ist, der gro­ße Din­ge und Wun­der tut und uns sieht, ist also, dass Gott ein Gott der Ord­nung ist (ich schwei­ge dar­über, das das ande­re direk­te Zita­te wären). Eini­ge der Arti­kel, die die Suche lie­fert, habe ich übri­gens durch­ge­le­sen und zumin­dest bei eini­gen davon gilt der glei­che Ein­druck, den man auch vom man­trar­ti­gen Wie­der­ho­len der For­mel „Gott ist ein Gott der Ord­nung“ kennt. Rela­tiv kon­text­un­ge­bun­de­nes Durch­drü­cken von Regeln und Struk­tur! (Ich geste­he man­che erfah­re­ne Ver­let­zung durch die­se Ver­wen­dung ein)

Es ehrt Gott, wenn wir ausschließlich auf seine Verherrlichung ausgerichtet sind

Auf die Fra­ge „auf wie vie­le Wei­sen man Gott ver­herr­li­chen kann“, hat Tho­mas Wat­son vie­le Ant­wor­ten. Eine ist, dass wir Gott dann ver­herr­li­chen wenn wir uns auf sei­ne Ehre hin aus­rich­ten. Klingt fast tri­vi­al, nicht? Doch hören wir auf Wat­son: Wir sind auf Got­tes Ver­herr­li­chung aus­ge­rich­tet… „(1.) Wenn wir Got­tes Ehre über alle ande­ren Din­ge stel­len; über Anse­hen, Besitz oder Bezie­hun­gen; wenn die Ehre Got­tes mit die­sen kon­kur­riert — dann müs­sen wir sei­ne Ehre die­sen vor­zie­hen. Wenn Bezie­hun­gen auf unse­rem Weg zum Him­mel lie­gen, müs­sen wir ent­we­der über sie hin­weg­ge­hen oder sie zer­stö­ren. „Jeder, der sei­nen Vater oder sei­ne Mut­ter mehr liebt als mich, ist mei­ner nicht wert ; wer sei­nen Sohn oder sei­ne Toch­ter mehr liebt als mich, der ist mei­ner nicht wert!“ Mt.10,37. Ein Kind muss ver­ges­sen, dass es ein Kind ist; es muss weder Vater noch Mut­ter ken­nen um der Sache Got­tes wil­len. „Der von sei­nem Vater und von sei­ner Mut­ter spricht: »Ich sehe ihn nicht«, und von sei­nem Bru­der: »Ich ken­ne ihn nicht«“ (5. Mo 33,9). Das bedeu­tet also, auf Got­tes Ehre aus­ge­rich­tet zu sein. …