Monate: Mai 2021

Das Gesetz und Evangelium recht zu unterscheiden, ist keines Menschen Kunst

Gefun­den in Luthers Tisch­re­den: 214. Das Gesetz und Evan­ge­li­um recht zu unter­schei­den, ist kei­nes Men­schen Kunst Kein Mensch lebt auf Erden, der das Evan­ge­li­um und Gesetz recht zu unter­schei­den weiß. Wir las­sen es uns wohl dün­ken, wenn wir pre­di­gen hören, wir ver­ste­hens; aber es fehlt weit, allein der hei­li­ge Geist kann die­se Kunst. Dem Men­schen Chris­tus hats auch gefehlt am Ölber­ge, so daß ihn ein Engel trös­ten muß­te; der war doch ein Dok­tor vom Him­mel, den­noch wur­de er durch den Engel gestärkt. Ich hät­te auch gemeint, ich könn­te es, weil ich so lan­ge und so so viel davon geschrie­ben habe; aber, wenn es ans Tref­fen geht, so sehe ich wohl, daß mirs weit, weit fehlt! So soll und muß allein Gott der hei­ligs­te Meis­ter sein. 212: Was Gesetz und Evan­ge­li­um sei Das Gesetz ist das, was wir tun sol­len; das Evan­ge­li­um aber han­delt von Gott, von dem, was Gott geben will. Das ers­te kön­nen wir nicht tun; das zwei­te kön­nen wir anneh­men, und zwar mit dem Glau­ben. Aber sie­he, wie die Men­schen sind: das ers­te, was sie nicht …

Schlechtes Gesetz versus gutes Gesetz

Robert­son McQuil­kin schreibt in sei­ner „Bibli­schen Ethik“ im Rah­men der Bespre­chung von Bestra­fun­gen von Ver­bre­chen: „Im All­ge­mei­nen ver­stär­ken gute Geset­ze mora­li­sche Stan­dards, und schlech­te Geset­ze schwä­chen mora­li­sche Stan­dards. Es gibt vie­le Arten, schlech­te Geset­ze oder Jus­tiz­sys­te­me zu ent­wi­ckeln. Nicht durch­setz­ba­re Geset­ze, wel­che die Gesell­schaft nicht durch­set­zen will, so wie die ame­ri­ka­ni­sche Pro­hi­bi­ti­on) sind schlecht, weil sie den Respekt für das Gesetz unter­gra­ben, wenn sie nicht durch­ge­setzt wer­den und Kor­rup­ti­on unter den Bür­gern und den ver­ant­wort­li­chen Beam­ten för­dern.  Unge­rech­te Geset­ze gibt es auf unter­schied­li­che Arten. Es ist unge­recht, Bewei­se vom Hören­sa­gen anzu­er­ken­nen oder jeman­den ohne ange­mes­se­ne Bewei­se zu ver­ur­tei­len. Es ist unge­recht, ein Opfer von sexu­el­ler Gewalt oder von Kin­des­miss­brauch wie­der­hol­ten emo­tio­na­len und men­ta­len Angrif­fen, Scham und Ein­schüch­te­rung im Gerichts­saal aus­zu­set­zen. Eine vor­herr­schen­de Art der Unge­rech­tig­keit in unse­rem gegen­wär­ti­gen Sys­tem ist, dass die Armen ohne Bezie­hun­gen und die Unge­bil­de­ten pro­por­tio­nal wesent­lich häu­fi­ger ver­ur­teilt wer­den als jene, die sich die Ver­tre­tung durch einen Rechts­an­walt leis­ten kön­nen, die Freun­de in hohen Posi­tio­nen haben und wis­sen, wie man das Sys­tem „bear­bei­tet“. Es ist unge­recht, jeman­den zu einer Gefäng­nis­stra­fe zu …

„Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat“

Das Buch „Five Fes­tal Garments“ von B.G. Webb unter­sucht fünf Bücher des AT, die wir als Chris­ten häu­fi­ger ver­nach­läs­si­gen. Webbs Über­le­gun­gen waren unter ande­rem die Grund­la­gen für nach­fol­gen­de Skiz­zen: 1. Epi­so­dische Struk­tur: Webb macht auf die Schön­heit des Auf­baus im Inne­ren des Werks auf­merk­sam. Es liegt eine struk­tu­rel­le Par­al­le­le mit gering­fü­gi­gen Vari­an­ten in Kapi­tel 2 und Kapi­tel 3 vor: Kapi­tel 2: Kapi­tel 3: 1. Ruth bie­tet Nao­mi, ob sie gehen kann und sagt ihr was sie tun will. Nao­mi bie­tet Ruth zu gehen Nao­mi bie­tet Ruth zu gehen und sagt ihr, was sie zu tun hat. 2. Ruth geht 2. Ruth geht 3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt 3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt 4. Boas bit­tet Ruth zu blei­ben und sagt, dass „Sie seg­nens­wert sei“ und gibt ihr Nah­rung 4. Boas sagt Ruth, dass „Sie seg­nens­wert sei“ und bit­tet sie zu blei­ben und gibt ihr Nah­rung 5. Ruth spricht mit Nao­mi, erzählt ihr was pas­siert sei und bekommt von ihr Rat 5. Ruth spricht mit Nao­mi, erzählt ihr was pas­siert sei und bekommt …