Monate: Januar 2021

Schmeckt und Seht

Zu Weih­nach­ten haben wir die­ses Andachts­buch von John Piper geschenkt bekom­men und hat­ten nun Zeit zum anle­sen. Das Buch, das der Autor für sei­ne Adop­tiv­toch­ter Tali­tha geschrie­ben hat, unter­schei­det sich wahr­schein­lich vor allem durch die Län­ge der „Arti­kel“ von ande­ren Andachts­bü­chern. Die ein­zel­nen Bei­trä­ge sind meis­tens drei Sei­ten lang, womög­lich zu lang, um den Text als kur­zen Andachts­text am Mor­gen zu lesen. Dafür sind es auch „nur“ ins­ge­samt 140 gewähl­te Tex­te. Man steht also nicht unter Druck, jeden Tag einen Arti­kel zu lesen. Im Grun­de fühlt es sich an, als wür­de man Blog-Arti­­kel von Desi­ring­God lesen. Ent­spre­chend bunt ist auch die Band­brei­te der Arti­kel ange­legt. Die Arti­kel rei­chen von „Gedan­ken nach dem 11. 09.2001“, über „Gebets­an­lie­gen von Pas­to­ren“, bis zu Lek­tio­nen, die Piper aus dem Leben ver­gan­ge­ner Chris­ten­ge­nera­tio­nen zieht, wie Brai­nerd, Sime­on, und bei Piper wohl fast obli­ga­to­risch, Jona­than Edwards.  In den meis­ten Arti­keln jedoch zieht uns der Autor in die Neu­ent­de­ckun­gen sei­ner per­sön­li­chen Bibel­le­se hin­ein. Vor allem wenn er über weni­ger beach­te­te Ver­se schreibt, wie z.B. Hi. 5,8−10 (Stau­nen über das Wun­der von Regen) …

Demokratie, Freiheit und christliche Werte: Liebe heilt die Gesellschaft

Rezen­si­on Hans­jürg Stü­ckel­ber­ger: Demo­kra­tie, Frei­heit und christ­li­che Wer­te: Lie­be heilt die Gesell­schaft Hans­jürg Stü­ckel­ber­ger war von 1956 bis 1995 Lan­des­kir­chen­pfar­rer an drei Orten in der Schweiz. Am 07.12.2020 hat er sei­nen 90. Geburts­tag gefei­ert. Im Ver­lauf sei­nes Lebens hat er meh­re­re Mis­­si­ons- und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen gegrün­det. Dafür hat er alle fünf Kon­ti­nen­te bereist und mit vie­len Men­schen gespro­chen. Er stell­te sich die Fra­ge: War­um leben eini­ge Gesell­schaf­ten in Demo­kra­tie, Wohl­stand, Frie­den und Frei­heit und ande­re nicht? Sein neu­es Buch lie­fert Ant­wor­ten. Es trägt den Titel: „Demo­kra­tie, Frei­heit und christ­li­che Wer­te: Lie­be heilt die Gesell­schaft“ (Esras.net 2020). Das Buch bie­tet eine tref­fen­de Zusam­men­fas­sung der Kir­chen­ge­schich­te, wie Jesus Chris­tus mit der Bibel die Welt geprägt hat. Das Titel­bild nimmt den Inhalt des Kapi­tels über die bibli­schen Wer­te gleich vor­weg: es zeigt einen Baum mit tie­fen Wur­zeln, einen dicken Stamm und saf­ti­ge Früch­te. Das Bild ist aus Psalm 1 ent­lehnt: Wer Got­tes Wort beach­tet, „ist wie ein Baum, gepflanzt an den Was­ser­bä­chen, der sei­ne Frucht bringt zu sei­ner Zeit, und sei­ne Blät­ter ver­wel­ken nicht“ (Ps 1,3). Das Wur­zel­werk sym­bo­li­siert das …

Tipp: Binty

Ein Buch von Sin­gles für Sin­gles über das Leben als eine Toch­ter des Aller­höchs­ten. So könn­te man das Buch kurz beschrei­ben. „Bin­ty“ ist das ara­bi­sche Wort für „mein Mäd­chen“, „mei­ne Toch­ter“. Wer sein Leben Jesus über­ge­ben hat und Ver­ge­bung der Sün­den erle­ben durf­te, darf sich sicher sein, ein Kind Got­tes zu sein. Ein Leben als Toch­ter Got­tes ist wun­der­bar, denn der Vater liebt und sorgt sich um sei­ne Toch­ter. Er ist treu, gütig und ein wun­der­ba­rer Rat­ge­ber und Füh­rer. Was kann es schö­ne­res geben, als eine Bin­ty Got­tes zu sein?! Die Autorin macht mit ihrer ange­neh­men Art Mut, als Toch­ter Got­tes ihm wür­dig zu leben. Sie geht auf vie­le ver­schie­de­ne Berei­che des Lebens von Frau­en und ins­be­son­de­re ledi­ger Frau­en ein. Wie kann ich als Sin­gle ein erfüll­tes Leben füh­ren, ohne den roten Faden zu ver­lie­ren? Wie kann ich eine gute Freun­din sein? Wie kann Gott mich gebrau­chen? Die­se und eini­ge ande­re The­men bewegt Lia­ne Fens­ke in ihrem Buch. Sie bringt ihre eige­nen Erleb­nis­se und Erfah­run­gen ein und berich­tet von Freun­den und Bekann­ten, wie sie Gott in …

Verschwende deinen Morgen nicht!

„John Piper nennt drei schlech­te Moti­ve, die uns anzie­hen, am Mor­gen zuerst zum Han­dy zu grei­fen. Neu­ig­keits­hun­ger: Wir wol­len mit Neu­ig­kei­ten über unse­re Freun­de ver­sorgt wer­den. Ego­hun­ger: Es schmei­chelt, wenn uns jemand erwähnt. Unter­hal­tungs­hun­ger: Wir wol­len unter­hal­ten wer­den. und dann drei Din­ge, die wir ver­mei­den möch­ten: Lan­ge­wei­le ver­mei­den Ver­ant­wort­lich­keit ver­mei­den Här­te ver­mei­den Alter­na­ti­ve? Lass dich wecken, um die Bibel zu lesen.“ aus „Ich füh­re mich, weil Gott mich führt“ von Han­ni­el Strebel,

„Mir scheint der Teil der christlichen Lehre welcher von der Prädestination handelt, nicht der schwierigste zu sein…“

Die Web­sei­te Licht-und-Recht.de ist immer wie­der eine Quel­le für Neu­ent­de­ckun­gen. So habe ich neu­lich ein Schrei­ben von Ursi­nus an einen (zu die­sem Zeit­punkt) luthe­­risch-huma­­nis­­ti­­schen Theo­lo­gen namens Jakob Monau gefun­den, der sich mit der Leh­re von der Prä­de­sti­na­ti­on aus­ein­an­der­setzt. Gan­ze 14 DINA4-Sei­­ten ist der Brief lang und wur­de offen­sicht­lich in einer Nacht fer­tig­ge­stellt. Eine gan­ze Sei­te lang zitiert Ursi­nus Bibel­ver­se, wie Gott auch im „Bösen“ wirkt. Wie gesagt, ohne jeg­li­che digi­ta­len Mit­tel, im Grun­de aus dem Stand her­aus. Obwohl nicht immer ganz freund­lich im Ton, bleibt Ursi­nus sach­lich und leicht ver­ständ­lich. Er schreibt: „Mir scheint der Teil der christ­li­chen Leh­re wel­cher von der Prä­de­sti­na­ti­on han­delt, nicht, wie Du schreibst, der schwie­rigs­te zu sein; wofern wir nur die hei­li­ge Schrift ohne Vor­ur­tei­le lesen und­oh­ne Lei­den­schaft mit dem erns­ten Stre­ben, nicht etwa Gott nach unse­ren Phan­ta­sie­ge­bil­den umzu­ge­stal­ten, son­dern von Ihm selbst über Ihn zu ler­nen und ihm allein alle Ehre zu geben und von uns ab zu Ihm hin zu wen­den. So ist mir vie­les leicht gewor­den, was schwie­rig zu sein schien, so lan­ge ich auf das Ansehen …